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Bad Belzig Bunte Drachen am grauen Fläminghimmel
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17:55 09.10.2016
Ein paar Loopings des Lenkdrachens, dann sind alle Bonbons verstreut und die Kinder dürfen einsammeln. Quelle: Uwe Klemens
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Locktow

Der Blick zum Himmel sorgte an diesem Wochenende fast überall für Missmut. Nicht so in Locktow. Denn das mittlerweile 17., zweitägige Drachenfest auf der Rollbahn des Flugplatzes lockte auch trotz der zahlreiche Regenschauer viele Besucher aus Nah und Fern.

„Wegen des Wetterns haben wir uns noch nie ernsthafte Sorgen machen müssen“, sagt Flugplatz-Chef und Drachenfest-Initiator Frank Miklis, der im Jahr 2000 zusammen mit dem Drachenbau-Enthusiasten Jens Joachimi das erste Fest aus der Taufe hob. „Wir hatten sogar schon Schnee und trotzdem sind die Gäste gekommen“ erinnert sich Miklis, der auch beruflich mit seidenen Fluggeräten zu tun hat und Rettungsfallschirme für Kleinflugzeuge konstruiert. Anders als in Miklis’ Kindertagen, als Drachen noch durchweg aus Papier und Holzleisten gebaut wurden, macht Regen heutigen Drachen nichts mehr aus.

Dann zieht mal kräftig. Quelle: Uwe Klemens

Im Gegensatz zum Vorjahr, als über der Graspiste ein Wirrwarr aus Drachenschnüren herrschte, blieb das Teilnehmerfeld aus der Drachenflieger-Szene diesmal übersichtlich. Schuld daran war nicht nur das Wetter, sondern auch das parallel laufende Drachenfestival im Nordrhein-Westfälischen Lünen. Auch die Drachenpiloten des Airlift-Squad-Clubs Berlin, deren Vorführungen seit Jahren in Locktow eine feste Größe sind, zeigten diesmal dort ihr Künste.

„Nichts für mich, weil ich solch kommerziell orientierten Feste nicht mag“, sagt Rainer Timm vom Rixdorfer Drachenteam, das praktisch der Gebursthelfer des Locktower Festes war und bis heute zu den Mitstreitern gehört. Gerade die familiäre Atmosphäre in Locktow, wo Besucher weder Eintritt noch Parkgebühren blechen müssen , Kulinarisches zu erschwinglichen Preisen zu haben ist und man plaudernd beisammen steht, um über die Geheimnisse des Drachenbaus und -Fliegens zu plaudern, schätzt der Rixdorfer.

Auch Fingerspitzengefühl war gefragt. Quelle: Uwe Klemens

Immer wenn Clärchen ein Einsehen hatte und ein paar Löcher in die Regenwolken zauberte, probierten die Besucher aus, was die beim Fachsimpeln mit Gleichgesinnten gelernt oder sich vom Nachbarn abgeschaut hatte. Die Elfjährige Kiara Reindl aus Borne gehörte dabei zu den Unermüdlichen und probierte mit Unterstützung ihres Onkels den gerade erworbenen Zweileiner in den Himmel zu dirigieren.

„Ich bin bestimmt schon das achte Mal mit dabei“, sagt die Schülerin, die schon als Kleinkind von ihren Papa zum Locktower Drachenfest entführt wurde. „Schön ist auch, dass es hier so viele andere Sachen zu sehen gibt“, sagt Kiara. Besonders gefallen haben ihr diesmal die Vorführungen der Feuerwehrleute aus Dahnsdorf und Kranepuhl, sowie das Einsammeln der Bonbons, die immer mal wieder vom Himmel fielen.

Gleich geht es hinauf. Quelle: Uwe Klemens

Mindestens ebenso viel Freude daran hatte Drachenpilot Christopher Engel, der zu den wenigen, angereisten Airlift-Freunden gehörte und seinen Vierleiner im Zickzackflug über den Kindern kreisen ließ. Unermüdlich füllten Engels Teamkollegin Maren Nowy und Platzchef-Tochter Steffi Miklis die am Drachen befestigten Pappbecher mit den begehrten Süßigkeiten.

Ein Riesenspaß für Akteure und Zuschauer war das Kräftemessen der Kinder mit dem 100 Quadratmeter großen Rettungsfallschirm, der sich schon bei wenig Wind nur mühsam am Boden halten ließ. „Wer nicht rechtzeitig loslässt, wenn eine große Böe kommt, zappelt in der Luft“, scherzte Frank Miklis, der die so genannte Kappe mitgebracht hatte. Die meisten Kinder hätten wohl nichts dagegen gehabt, einmal von oben auf ihre Eltern herab zu sehen.

Von Uwe Klemens

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