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Darum bleiben die Gelben Säcke jetzt stehen

Wiesenburg Darum bleiben die Gelben Säcke jetzt stehen

In Wiesenburg liegen die Gelben Säcke in manchen Straßen unangetastet. Das sorgt für Ärger, denn die hätten schon längst abgeholt werden sollen. Liegt es an Müllsündern? Wir haben bei dem Entsorger nachgefragt.

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Die gelben Säcke auf dem Wiesenburger Holzhof liegen seit zehn Tagen.

Quelle: René Gaffron

Wiesenburg. Der Winter hat in Wiesenburg nicht nur ein paar Zentimeter mehr Schnee und ein paar Grad Celsius weniger gebracht, sondern auch Ärger. Das haben mehrere Anrufer am MAZ-Lesertelefon am Dienstag zum Ausdruck gebracht. So ist die Empörung besonders groß darüber, dass vor zehn Tagen vor allem in den Nebenstraßen die Gelben Säcke nicht abgeholt wurden und seither vor den Haustüren stehen.

„Die Nebenstraßen waren wegen Glätte am 16. Januar nicht befahrbar“, sagt Remondis-Dis-patcher Mathias Henke und nahm die Kraftfahrer seines Unternehmens in Schutz. „Ich war vor Ort und habe die Straßenzustände dokumentiert.“ Remondis ist für die Abfuhr der Leichtverpackungen des Dualen Systems zuständig. Im Rathaus wird das nicht bestritten – gleichwohl die Restmülltonnen in den vergangenen Tagen vom kreiseigenen Entsorger APM wohl flächendeckend geleert wurden.

Bauhof ist mehrmals unterwegs

„Der Bauhof setzt das wirksame Streusalz ausschließlich im Bereich vor der Grundschule ’Am Schlosspark’ ein“, bestätigt Anke Glistau. „Das Abstumpfen mit Streusand hat bei der Wetterlage mit dem steten Wechsel von Plus- und Minusgraden nur begrenzten Effekt“, räumt die designierte Bauamtsleiterin der Gemeindeverwaltung Wiesenburg/Mark ein. Dabei seien die Kollegen um Wolfgang Eilert mehrmals täglich auf den Runden unterwegs gewesen und hätten ihrerseits das Mögliche unternommen.

Der von Bürgermeister Marco Beckendorf (Linke) unterbreitete Vorschlag, ausnahmsweise zentrale Sammelplätze an Hauptstraßen einzurichten, scheint nur sehr schwer realisierbar zu sein. Der Bürgermeister hatte dazu schon mit Matthias Henkel telefoniert „Doch wer legt die Stellen fest und vor allem wie werden die Einwohner informiert?“, stellt der Logistiker die eher rhetorische Frage. „Wir hoffen jetzt auf bessere Witterungs- und Straßenverhältnisse für kommenden Montag“, lautet seine Lösung.

Das Entsorgungsauto kam nicht durch

Dann sollten keine weiteren Hindernisse am Holzhof stehen. Dort hatten die Baufahrzeuge wiederholt mit Glätte zu kämpfen und sich teilweise auf der Anliegerstraße breit gemacht. „Das Entsorgungsauto kam nicht durch“, berichtet ein Anwohner und fragt: „Was passiert, wenn die Feuerwehr anrücken muss?

„Für die Firmen, die den Drahtwerksblock sanieren, gibt es keine Sondergenehmigungen“, bekräftigte Anke Glistau. Verwaltung und Bauherr Bernd Gobel aus Ziesar hätten die Problematik besprochen. Im Fall des Falles wäre allerdings die Bauaufsichtsbehörde des Kreises Potsdam-Mittelmark jene, die kontrollieren und sanktionieren müsste.

Von René Gaffron

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