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Bad Belzig Das Hickhack geht in die nächste Runde
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14:37 06.09.2016
Lars Nissen leitet derzeit die Amtsverwaltung Brück. Quelle: Andreas Koska
Brück

Die Auseinandersetzungen um die Besetzung des Amtsdirektorenpostens in Brück werden heftiger. Nachdem auch Lars Nissen, der Stellvertreter des Noch-Amtsdirektors Christian Großmann, in der jüngsten Amtsausschusssitzung Vorwürfen ausgesetzt war, meldete er sich zu Wort.

Demnach entbehren die gegen ihn unter anderem vom Planebrucher Bürgermeister, Ulf Dingelstaedt, erhobenen Vorwürfe jeder Grundlage. Das sagte Nissen der MAZ. Dabei wirft der Fachbereichsleiter dem ehrenamtlichen Bürgermeister und stellvertretenden Vorsitzenden des Amtsausschusse Unkenntnis der Kommunalverfassung und eine falsche Darstellung der Ereignisse vor.

„Herr Dingelstaedt überschreitet klar seine Kompetenzen. Er versuchte, mir Weisungen zu erteilen. Hierzu ist er nicht legitimiert“, stellt Nissen fest. Laut Kommunalverfassung dürfe allein der Amtsausschuss dem Amtsdirektor oder seinen Stellvertretern Weisungen in Form von Beschlüssen erteilen. Der Vorsitzende des Amtsausschusses oder seine Stellvertreter seien hierzu nicht berechtigt.

„Ich habe alles weitergeleitet.“

Lars Nissen betont, alle ihm vorliegenden Unterlagen immer weitergegeben zu haben. „Alle beschlossenen oder von mir erfolgten Recherchen habe ich im Ergebnis vollumfänglich an alle Amtsausschussmitglieder weitergeleitet“, sagt Nissen.

Ferner verwahrt er sich gegen die Behauptung, dass er die Einladung zu der „nichtöffentlichen Sitzung“ des Amtsausschusses zu verantworten habe. Dafür sei der Vorsitzende verantwortlich. „Er setzt die Tagesordnung fest“, zitiert Nissen aus der Geschäftsordnung des Gremiums. Die Sitzung vor zwei Wochen wurde abgebrochen, da die Einladung formal falsch war. Die Geschäftsordnung sieht keine nichtöffentliche Sitzung vor.

Die Einladungen müssen öffentlich gemacht werden. Einem nichtöffentlichen Teil ist immer ein öffentlicher voranzustellen. Zu dieser Sitzung hatte Ulf Dingelstaedt geladen, der zu dieser Zeit den erkrankten Vorsitzenden, Karl-Heinz Borgmann, vertrat und somit laut Nissen auch die Verantwortung trägt.

Streit um Dienstaufsichtsbeschwerde

Auch der in der vergangenen Sitzung durch Dingelstaedt geäußerte Vorwurf, Nissen habe eine Dienstaufsichtsbeschwerde nicht weitergeleitet, stößt bei Nissen auf Widerspruch. „Da Herr Borgmann erkrankt und Herr Dingelstaedt befangen ist, habe ich diese an Herrn Werner, als zweiten stellvertretenden Vorsitzenden, weitergeleitet. Dieser forderte den Amtsdirektor zur Stellungnahme auf.

Aufgrund seines eigenen Jahresurlaubs, der am 10. August endete, wurde die Frist zur Anhörung und Stellungnahme auf den 19. August 2016 terminiert. Diese ging fristgerecht ein, konnte jedoch in die Sitzung am 29. August nicht mehr einfließen.“

Zudem äußert er sich zum erneuten Versuch Dingelstaedts, ihn beim neuen Stellenbesetzungsverfahren außen vor zu lassen. „Herrn Dingelstaedt liegt eine Stellungnahme der Kommunalaufsicht aus dem Frühjahr vor, wonach sein Antrag klar rechtswidrig ist“, sagte Nissen. Allerdings ist der Antrag knapp gescheitert, Nissen oder seine beiden Stellvertreterinnen hätten also auf jedem Fall an den Sitzungen teilgenommen.

Die erneute Bewerbungsfrist für den Posten des Amtsdirektors endet am 30. September.

Von Andreas Koska

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