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Bad Belzig Das sagen MAZ-Leser zur Cannabis-Legalisierung
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Das sagen MAZ-Leser zur Cannabis-Legalisierung
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17:44 29.10.2018
Mathias Täge hat mit seinem Vorstoß eine Debatte angeregt. Quelle: André Großmann
Bad Belzig

 Der von Mitgliedern der Piratenpartei geforderte Modellversuch für eine Legalisierung von Cannabis sorgt für kontroverse Diskussionen. Nach der Berichterstattung der MAZ gab es für die Pläne massiven Widerstand, Kritik aber auch Lob.

Die Piraten fordern weiter die Freigabe des Rauschmittels. So kann sich der Kommunalpolitiker Mathias Täge vorstellen, später auch Abgeordnete der Linken und Grünen für einen gemeinsamen Antrag zum Modellversuch im Kreistag zu begeistern.

Einnahmen könnten zur Suchtprävention genutzt werden

„Es geht darum, endlich einen Konsumenten-und Jugendschutz zu gewährleisten, den es ja derzeit nicht gibt“, sagt der 38-jährige Lokalpolitiker. Seiner Meinung nach sollen mögliche Einnahmen aus Lizenzen und Steuern auch für die Suchtprävention genutzt werden.

Legalisierung von Cannabis gefordert: Einige Bad Belziger und Mitglieder der Piratenpartei hoffen auf einen Modellversuch zur Freigabe des Rauschmittels. Dafür gibt es Kritik, aber auch Zustimmung.

Gepostet von MAZ Bad Belzig am Donnerstag, 25. Oktober 2018

Userin Bea Bel äußerte sich zu einer möglichen Freigabe auf der Facebook-Seite der MAZ Bad Belzig. „Die ganzen Gegenargumente zählen genauso für Alkohol. Ich bin dafür, Cannabis genauso wie Alkohol zu behandeln. Ja, es ist eine Droge. Aber wenn Drogen verboten sein sollen, dann eben auch der Alkohol und diesen Versuch gab es ja in der Weltgeschichte auch schon ohne Erfolg“, schreibt sie.

Ramona Mai bezieht sich bei der Facebook-Seite „Bad Belzig“ zum Artikel auf medizinische Studien. „Eine ganze Reihe von Studien kommt zu dem Schluss, dass das Risiko bei Cannabiskonsum eine Psychose zu entwickeln etwa zwei- bis dreimal so hoch ist. Dann organisiert doch aber bitte auch ausreichend praktizierende Psychotherapeuten. Ihr könnt doch auch den Schulgartenunterricht wieder einführen, dann lernen die Schüler gleich Anbau und Pflege von Cannabispflanzen“, schreibt die Facebok-Nutzerin.

„Andere Themen, die gerade wichtiger sind“

Chantal Richter stimmt zu, dass das Psychose-Risiko nicht unterschätzt werden sollte. Hilfe bringt für sie hierbei nur das Vermitteln von Informationen. „Die Dealer haben selten selbst Ahnung, was sie überhaupt verkaufen. Und noch mal zum Risiko: Im Gegensatz zum erhöhten Psychose-Risiko bei Sativa-Sorten wirken Indica-Sorten antipsychotisch und können bei akuten Psychosen oder Schizophrenie-Patienten eine Linderung der psychotischen Symptome bewirken. Eine Studie hierzu läuft gerade bei der Charité in Berlin“, so die Bad Belzigerin weiter.

Nico Schröder erhofft sich einen Themenwechsel in der Debatte. Er kommentiert mit einem traurigen Smiley: „Es sollte für Bad Belzig andere Themen geben, die gerade wichtiger sind.“

Nadine Welge ist der Meinung, dass eine Legalisierung auch nützlich sein könnte. „Es geht bei der Legalisierung doch nicht darum, dass jeder high werden kann. Bedenkt doch mal, wem das alles helfen könnte, bei psychischen Erkrankungen und vor allem in der Krebs- und Schmerztherapie. Alkohol ist für den Körper wesentlich schädlicher, aber der ist legal und hier mehr als akzeptiert.“

„Geht nach Holland, wenn ihr das Zeug braucht“

Steven Brenner hingegen befürwortet ein weiter bestehendes Cannabis-Verbot. Er schreibt: „Das ist nicht umsonst verboten und das sollte auch so bleiben. Wenn ihr das Zeug unbedingt braucht, dann lasst euch das verschreiben oder geht nach Holland, wo es das gibt, aber nicht hier.“

Was sagen Sie, liebe MAZ-Leser, zu der Diskussion um eine mögliche Legalisierung von Cannabis in Deutschland? Schreiben Sie uns ihre Meinung auf den diversen Kanälen. Senden Sie eine Mail an flaeming@maz-online.de oder surfen Sie auf unsere Facebookseite.

Von André Großmann

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