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Bad Belzig Der lange Weg zum Rathaus
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12:46 07.09.2016
Blick auf das Rathaus – Ansichtskarte um 1925. Quelle: Repro: Christiane Sommer
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Bad Belzig

Zur Eröffnung des Belziger Rathauses am 1. Mai 1991 trug das „Fläming Echo“ der MAZ grün. Für die Sonderausgabe, die damals unentgeltlich an alle Haushalte der Stadt abgegeben wurde, wich das Blau auf der Titelseite der „Märkischen Allgemeinen“ dem Grün – einer der Farben der Stadt. „Dieser Tag ist’s wert“, schrieb der damalige Redaktionsleiter Ingo Henseke. Frank Friedrich gehört zu den Bad Belzigern, die die Sonderausgabe von damals in Ehren halten. „Es war das erste Rathaus, das nach der Wende bezugsfertig wurde“, erzählt Friedrich, der als stellvertretender Bürgermeister das Geschehen hautnah miterlebt hatte.

Fotografien aus jener Zeit lassen glauben, dass die ganze Stadt auf den Beinen war. Jeder wollte wohl dabei sein und erleben, wie das grün-weiße Band vor der Rathaustür durchschnitten wurde. Jeder wollte sehen, wie aus diesem Anlass durch Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe vor dem Rathaus ein Baum pflanzt und wie die Städtepartnerschaft mit der niedersächsischen Gemeinde Ritterhude besiegelt wurde.

Frank Friedrich mit der besonderen MAZ von 1991 Quelle: Christiane Sommer

Mit der Eröffnung des neuen Rathauses endete die Zeit der Verwaltungsprovisorien, mit denen man sich nach dem Abbrand des alten Rathauses im Juni 1972 in Belzig arrangieren musste. Ein Übergangsquartier fand die städtische Verwaltung anfangs in Räumen auf der Burg Eisenhardt. Später nutzte man eine alte Baracke in der Bahnhofstraße – heute Parkplatz am Meierhof.

In den Jahren nach dem Brand ließen der Bürgermeister und der Vorsitzende des Rates des Kreises nichts unversucht, eine Genehmigung für einen Neubau zu erhalten – ohne Erfolg. Der Bau von Verwaltungsgebäuden war durch einen Ministerratsbeschluss untersagt. Die findige Idee, den Neubau als „Mehrzweckgebäude“ zu deklarieren, erlaubte im November 1988 endlich die Grundsteinlegung.

Ein Jahr später kam die Wende und mit ihr neue finanzielle Probleme in Sachen Rathausbau. Dennoch wurde schier unmöglich Erscheinendes gemeistert, so dass am 1. Mai 1991 der 2,2-Millionen Mark teure Bau seiner Bestimmung übergeben werden konnte.

Belzig wächst um 14 Ortsteile

„Schneller als gedacht wurde das neue Rathaus wieder zu klein“, fährt Frank Friedrich mit seinen Erzählungen fort. Grund dafür war die Eingemeindung der 14 Ortsteile. Er erinnert sich: „Lütte war die erste Gemeinde, die die Verwaltung des Dorfes nach Belzig übertragen hatte“. Der Stadt war in dieser Folge ein gewaltiges Einwohnerplus beschieden, inklusive dem damit verbundenen erhöhten Verwaltungsaufwand, der wiederum ein Wachsen der Verwaltung erforderlich machte. Weshalb es im Rathaus kurze Zeit nach der Eröffnung wieder eng wurde. Obwohl das Dachgeschoss komplett ausgebaut wurde, reichte der Platz nicht mehr aus.

Die Lösung des Problems deutete sich in 2002 an. Die Sparkasse gab ihr Domizil im Nachbarhaus auf und zog auf die gegenüberliegende Seite des Marktplatzes. Die Stadtväter nutzten die Gunst der Stunde, erwarben das aufgegebene Gebäude und ließen es zum Bürgerhaus umbauen. „Was damals durch Bürgermeister Peter Kiep geleistet wurde, ist aus heutiger Sicht unvorstellbar“, würdigt Frank Friedrich das Werk seines damaligen Chefs. Kiep war der der erste demokratisch gewählte Bürgermeister von Belzig nach der Wende.

Von Christiane Sommer

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