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Bad Belzig Die Faszination der eisigen Welten
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10:53 06.01.2017
Eis, Meer und Berge – so schön ist es in der Arktis. Quelle: Conrad Kopsch
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Bad Belzig

Ganze 18 Jahre mussten vergehen, bis der Belziger Polarforscher Conrad Kopsch das Bild „Polartag in der Arktis“ aufnehmen konnte. An jenem Tag waren die Bedingungen perfekt, um die beeindruckende Naturwelt in einem Foto einzufangen. Entstanden ist es auf einer der unzähligen Expeditionen die Kopsch in den vergangenen 35 Jahren aktiv mitgestaltet hat. Eine Auswahl seiner Bilder ist nun in einer Ausstellung im Foyer der Stein-Therme Bad Belzig zu sehen.

Conrad Kopsch, der seit einigen Jahren in der Kurstadt lebt, arbeitete zu DDR-Zeiten an der Akademie der Wissenschaften und später im Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung Bremerhaven, sowie in der Forschungsstelle in Potsdam. 18 Monate überwinterte er auf der DDR-Antarktisstation „Georg Forster“ und nahm an weiteren Expeditionen in die Antarktis teil. In den vergangenen Jahren waren es vor allem Fahrten mit den Forschungsschiffen „Polarstern“, „Sonne“, „Heincke“ und „Polar Queen.“ Immer mit dabei hatte er eine Kamera, um die Schönheit und Vielfalt der Natur festzuhalten.

Der Polarforscher Conrad Kopsch. Quelle: Conrad Kopsch

Die ausgestellten Bilder zeigen vornehmlich Eislandschaften aus einer Überwinterungszeit in der Schirmacher Oase, aber auch aus Expeditionen in die Arktis, nach Grönland, Spitzbergen und in die Permafrostregionen Ostsibiriens. Dabei haben die Bilder nicht den Anspruch einer professionellen Fotografie. Denn auf den Expeditionen fehlte dafür nicht nur die Zeit, sondern auch die nötige Ausrüstung.

Die Fotografien wurden allesamt mit einer Praktika MTL3 und einer Canon EOS 500 aufgenommen. Die Ära der Digitalfotografie ist in der Ausstellung noch nicht vertreten. Dennoch erforderte das Aufnehmen einiger Motive durchaus Experimente und ein wenig Glück. So fotografierte Kopsch eines der Motive neunmal hintereinander. Immer zur vollen Stunde und gegen die Sonne. Und das auf Dia, einem Filmmaterial, bei dem es auf eine genaue Belichtung ankommt.

Das Wetter muss stabil sein

Hinzu kamen die eisigen Temperaturen. „Bei minus 25 Grad Celsius machen schon mal viele Kameras schlapp, wenn sie neun Stunden auf dem Stativ stehen“ so Kopsch. Dann darf der Wind das Stativ nicht umkippen und das Wetter muss stabil bleiben und die Belichtung genau berechnet werden. In der heutigen Digitalfotografie wäre dies alles kein Problem mehr, bis auf die Kälte. „Trotzdem, Analogfotografie war und ist weiter sehr spannend, weil es immer wieder Überraschungen gibt“, sagt Kopsch.

In der Ausstellung „Eiswelten“ wird Eis in seiner vielfältigsten Form gezeigt. „Eis ändert seine Farbe mit dem Luftgehalt. Enthält es viel Luft, ist es weiß, enthält es nur wenig ist durchsichtig oder blau“, erklärt der Polarforscher. Dabei reichen die Erscheinungsformen von der Schneeflocke über gefrorene Gewässer bis hin zum Gletscher.

info: Die Fotografien sind noch bis Ende Februar täglich kostenlos im Foyer der Stein-Therme zu sehen.

Von Danilo Hafer

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