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Bad Belzig Die Liebe der Fredersdorf zu ihrem Freibad
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11:57 14.09.2016
Schöner baden in Fredersdorf. Quelle: Christiane Sommer
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Fredersdorf

Fred Haseloff kennt das Fredersdorfer Freibad in und auswendig. „Als es Anfang der 1960er Jahre im Rahmen des NAW (Nationales Aufbauwerk) umgebaut wurde, war ich gerade Junggeselle“, sagt der 66-Jährige. Ortsvorsteher Bodo Sternberg ergänzt: „Jeder hat damals mit angepackt.“ Die beiden Männer sind im Dorf groß geworden - das Freibad gehört für sie zu Fredersdorf wie das Schloss, die Kirche oder die alte Wassermühle.

Damit es auch künftigen Generationen erhalten bleibt, wurde 2015 ein Freibad-Förderverein aus der Taufe gehoben. Und noch etwas macht das Bad besonders. Es ist das älteste der drei Bäder, die es auf Bad Belziger Territorium gibt. Neben dem Fredersdorfer verspricht das Dippmannsdorfer Naturbad und das Freizeit- und Erlebnisbad in der Kur- und Kreisstadt erfrischenden Sommerspaß.

Aus der Luft ist das Bad mit seinen beiden Becken gut zu erkennen. Quelle: Dirk Fröhlich

Die Anfänge des Fredersdorfer Freibades gehen in das Jahr 1701 zurück, als im Schlosspark Fischteiche angelegt worden sind. Zwei Jahrhunderte später entstand daraus ein Schwimmbecken – für Hans-Carl Freiherr Oppen von Huldenberg, dem Herrn im Fredersdorfer Schloss. Damit war es ihm vergönnt, vor der Haustür dem Schwimmsport zu frönen. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist die Familie enteignet worden. Der Gutspark samt Swimmingpool fiel an die Kommune.

Als der Pool zu Beginn der 1960er Jahre umgebaut wurde, entstand neben dem Schwimmbecken ein kleiner Nichtschwimmerbereich. Fred Haseloff erinnert sich noch gut daran. Er erzählt: „Das Becken war mit Feldsteinen ausgemauert. Das Eisengeländer an der Brücke gab es damals noch nicht. Die Brücke begrenzte ein Sandstein Balustrade.“

Bauarbeiten am Bad vor rund 40 Jahren. Quelle: Klaus Gericke

Im Zuge dieser Bauarbeiten wurde die Feldsteinausmauerung neu verfugt und der Boden erhielt eine dünne Betonschicht. „Zur Abdichtung“, gibt Haseloff zu verstehen. Dass die Arbeiten nicht für die Ewigkeit sein konnten, war den Fredersdorfern klar. „Es muss in den 70er Jahren gewesen sein, als das große Becken dann gesperrt wurde“, fährt der 66-Jährige Haseloff fort. Doch dabei beließen es die Fredersdorfer keinesfalls. Ein weiteres Mal war es die rührige Dorfgemeinschaft, die gemeinsam anpackte und das Becken mit Spaltklinken verblendete.

Wie viele Kinder in den zurückliegenden Jahrzehnten im Freibad das schwimmen erlernt haben, vermag niemand im Ort zu sagen. Fred Haseloff bemerkt: „Ich bin im Schloss zur Schule gegangen. Werner Leisegang und Reinhard Helle haben damals Sport unterrichtet und dafür gesorgt, dass alle Kinder schwimmen lernten“.

Dass sich im vergangenen Jahr ein Förderverein gründete, der sich dem Erhalt des Kleinods verschrieben hat, freut den 66-Jährigen. Er sagt: „Wenn unser Bad verfallen würde, das wäre schade. Kein Dorf hat eine vergleichbare Anlage“. Gleichzeitig begrüßt er die durch die Kommune bereits getätigten Investitionen, die das Bad vorerst vor der Schließung bewahrten.

Gerettet ist das Kleinod, dass nicht nur bei den Einheimischen beliebt ist, damit jedoch noch lange nicht. Während man im Bad Belziger Rathaus einen Investitionsaufwand von mehreren 100.000 Euro prognostiziert hat, glauben die Fredersdorfer fest daran, wie in den zurückliegenden Jahrzehnten viele notwendige Reparaturen in Eigenleistung erledigen zu können.

Von Christiane Sommer

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