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Bad Belzig Die Planebrücke wird neu gebaut – und das ist längst nicht alles
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Die Planebrücke wird neu gebaut – und das ist längst nicht alles
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11:25 28.12.2018
Hinter der Kurve befindet sich eine zweite Brücke, die wesentlich neuer ist. Die alte hat ausgedient. Quelle: Andreas Koska
Neschholz

Im kommenden Jahr werden die Bagger und Baumaschinen an der Wühlmühle bei Neschholz anrücken. Dann soll zuerst eine neue Plane-Brücke errichtet und erst danach die alte abgerissen werden. Die alte Brücke wird dann genau 100 Jahre alt sein, sie wurde 1920 errichtet und hat als einzige im Landkreis Potsdam-Mittelmark schlechte Erhaltungsnoten bekommen.

Sie wird auf einer an Schulzensuren angelehnten Skala mit 3,7 bewertet. Alle anderen 27 Brücken im Landkreis liegen zwischen 1,1 und 2,7. „Es wird Zeit und wir freuen uns“, gibt der Eigentümer der Wühlmühle Werner Niendorf offen zu. Denn das Bauwerk ist marode. In den vergangenen beiden Jahren, als die Plane-Brücke bei Ziezow erneuert wurde, nutzen viele den Weg an der Wühlmühle vorbei als Umleitungsstrecke.

Allerdings erlaubt der Brückenzustand nur ein Passieren für Fahrzeuge von 16 Tonnen Gesamtgewicht, daneben gibt es eine Tempobeschränkung auf 30 km/h und die Brücke kann nur im Wechselverkehr befahren werden. Die Bauberatungen haben vor Ort schon stattgefunden und so hofft Niendorf, dass es bald los geht. Der Bau, der in 2019 und 2020 geplant ist, soll eine Million Euro kosten. Er umfasst auch die Sanierung der 600 Meter langen Strecke zwischen der Wühlmühle und der Bundesstraße B246.

Ob gebaut wird, hängt vom Fördergeld ab. „Die genannten Maßnahmen sind bereits seit einigen Jahren in der Planung und wurden auf Grund fehlender Fördermittelzuweisungen des Landes Brandenburg wiederholt verschoben. Ob und gegebenenfalls welche dieser Maßnahmen in 2019 gefördert wird lässt sich derzeit nicht absehen“, sagt Jan Bergler auf MAZ-Anfrage. Der Leiter des Kreisstraßenbetriebes hat einiges vor, der Neubau an der Wühlmühle ist nicht die einzige Maßnahme des Kreisstraßenbetriebes in den nächsten Jahren. Er geht weiter daran, die Straßen im Hohen Fläming auszubauen und zu sanieren.

Waren dafür in diesem Jahr rund fünf Millionen Euro vorgesehen, soll die Investitionssumme in den kommenden drei Jahren auf jeweils zehn Millionen Euro steigen und sich damit verdoppeln. Allerdings wohl immer unter dem von Bergler genanntem Vorbehalt.

Für das Jahr 2019 steht unter anderem der Ausbau der K 6918 für rund fünf Millionen Euro zwischen Linthe und Schlalach an. Die Arbeiten sollen bis 2021 dauern. Dazu soll die K 6922 von Zixdorf bis zu Landesgrenze (2,8 Millionen Euro bis 2021), die K 6927 von Mörz bis Dahnsdorf (4,75 Millionen Euro bis 2021) sowie die K 6926 von Bad Belzig bis zur B 102 ausgebaut werden. Die Restarbeiten an der K 6926 sollen 1,15 Millionen kosten und 2019 abgeschlossen sein. 2020 soll die Strecke zwischen Jeserig und Niederwerbig saniert sein, hier sind für die Sanierung bis 2020 1,9 Millionen vorgesehen.

Zwar sieht der Kreisstraßenbetrieb weiteren Handlungsbedarf, hat diesen schon beziffert, allerdings dürfte die Ausführung noch einige Jahre auf sich warten lassen. So werden die Brachwitzer auf die dringend notwendige Sanierung der in ihr Dorf führenden Wege noch mindestens zehn Jahre warten müssen. Wenn bis dahin keine Fördermittel ausgereicht werden sollten, sogar noch länger.

Von Andreas Koska

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