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Bad Belzig Dörfernetzwerk „Hoher Fläming“ geht erste Projekte an
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16:24 13.02.2019
Das Dörfernetzwerk Hoher Fläming hat jetzt einen Sprecherrat. Ihm gehören Wolfgang Lubitzsch, Siegfried Frenzel, Ralf Rafelt sowie Hartmut König (v. l.) an. Quelle: Thomas Wachs
Rädigke

 Die Aktivitäten des NetzwerkesDorfbewegung Hoher Fläming“ nehmen immer mehr Fahrt auf. Jetzt haben die Akteure einen fünfköpfigen Sprecherrat etabliert. Dessen Mitglieder sind nun verantwortlich für verschiedene Belange der politisch unabhängigen Aktionsgruppe.

Ihr gehören 23 Vertreter aus 13 Dörfern im Hohen Fläming an, erklärte Ralf Rafelt, der Bürgermeister der Gemeinde Rabenstein/Fläming, am Dienstagabend bei einem Pressegespräch in Rädigke. Vertreten seien Orte aus allen Regionen der Städte Bad Belzig und Treuenbrietzen, der Ämter Brück und Niemegk sowie der Gemeinde Wiesenburg/Mark.

Rafelt agierte bislang allein als Sprecher des im März 2017 auf den Weg gebrachten Netzwerkes. Nun stehen ihm Wolfgang Lubitzsch aus Garrey, Ortsvorsteher Siegfried Frenzel aus Neuendorf sowie der langjährige Wiesenburger Bauamtsleiter Hartmut König aus Klepzig, der nun pensioniert ist, zur Seite. Einzige Frau im neuen Sprecherrat ist Christiane Lorey aus Marzahna. ce

Eine Stimme für die Dörfer

Kernziel des Dörfernetzwerks „Hoher Fläming“ bleibe es, „den Dörfern in der Region eine Stimme zu geben und sie gegenüber der großen Politik nicht in Vergessenheit geraten zu lassen“, erklärt Ralf Rafelt. Erste Aktionen wie ein Bürgerforum mit Gästen aus Finnland und Schweden zu Fragen der Dorfentwicklung hatte es im Vorjahr bereits gegeben. Ein weiteres Forum ist nun geplant. Am 21. Februar soll es in Klein Marzehns den nächsten Bürgerdialog geben. Diesmal zum Thema Kommunalwahl 2019.

Dann will das Netzwerk alle Bürger und lokalpolitisch aktive Akteure informieren zu Formalitäten und Regeln für den Urnengang sowie für die Kandidatur zuvor. Als Referenten sind der Niemegker Amtsdirektor Thomas Hemmerling und Ralf Rafelt vorgesehen. Gemeinsam möchten sie auch dafür werben, dass sich Bürger „in den Orten selbst für ihre Belange engagieren“, so Rafelt.

Andrang auf die Ortsbeiräte

Zumindest in seiner Gemeinde Rabenstein Fläming zeichne sich dazu bereits eine gute Resonanz ab, erklärt der Bürgermeister: „Fast überall haben wir schon mehr als fünf Bewerber für die Wahl zu den Ortsbeiräten.“

Das Dörfer-Netzwerk selbst möchte indes als Gruppe nicht lokalpolitisch aktiv werden und keine Kandidaten aufstellen. „Wir sehen uns eher als Sprachrohr für die Belange der Dörfer und vermitteln gerne Kontakte“, erklärt Wolfgang Lubitzsch. Weitere Akteure seien willkommen. Eine Vereinsstruktur strebe das Netzwerk nicht an. Finanziell sollen die Aktivitäten jeweils über Fördergeld realisiert werden.

Schwerpunkte seiner Arbeit sieht das Netzwerk im Erhalt und in der Verbesserung der Lebensbedingungen im ländlichen Raum. Konkret anpacken wollen die Akteure den Öffentlichen Nahverkehr, den Ausbau der Dorfgemeinschaftshäuser, die Traditionspflege sowie eine gute medizinische Betreuung. Eine Kooperation von Dörfern müsse beflügelt werden, um zukunftsfähige Dorfgemeinschaften zu schaffen.

Zu viel Lärm von der Autobahn

Ganz aktuell sehen die Akteure des Netzwerkes Handlungsbedarf für den Umgang mit Anfragen für Windkraftprojekte in verschiedenen Regionen.

Ein weiteres konkretes Projekt soll sich befassen mit dem Lärmschutz vor allem entlang der Autobahn 9. Sie tangiert viele Ortschaften der Region. „Es kann nicht sein, dass Millionen für den Schutz von Tieren ausgegeben werden – wie für die inzwischen zweite Wildbrücke der Region –aber nichts für die Menschen in den Dörfern getan wird, die unter dem nächtlichen Lärm von der Autobahn leiden“, erklärt Siegfried Frenzel vom Sprecherrat des NetzwerkesDorfbewegung Hoher Fläming“.

Von Thomas Wachs

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