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Ein Abend der Legenden

Treuenbrietzen Ein Abend der Legenden

Pünktlich zum Jahreswechsel präsentierten Toni Gutewort and his Dance-Orchestra ein neues Programm in den Kammerspielen Treuenbrietzen. Unter dem Motto „Hits von Legenden“ spielen sie Lieder und Melodien bereits verstorbener Musiker und Komponisten. Einige Titel liegen den Musikern dabei besonders am Herzen.

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Prachtvolle Farben: Eine Lichterschau zum Konzert begeisterte das Publikum in den Treuenbrietzener Kammerspielen.

Quelle: Danilo Hafer

Treuenbrietzen. Pünktlich zum neuen Jahr haben Toni Gutewort and his Dance-Orchestra jetzt ein neues Programm in den Kammerspielen Treuenbrietzen präsentiert. Nachdem die Gruppe in den vorigen Jahren mit ihren Konzertprogrammen „Ab nach Hollywood“ und „Musical-Momente“ das Publikum begeisterten, würdigt sie nun kürzlich verstorbene Musiker und Komponisten. „Hits von Legenden“ lautet das Motto.

Zum Auftakt spielten die Musiker „Zieh die Schuh aus“, von Roger Cicero, der vor allem Bandchef Toni Gutewort sehr am Herzen liegt. „Roger Cicero hat es einfach geschafft den deutschsprachigen Jazz wieder Salonfähig und für ein breites Publikum zugänglich zu machen“, so Gutewort. Der Sänger verstarb im vorigen März im Alter von 46 Jahren. Kurz darauf hatte Toni Gutewort bereits die Idee für das neue Programm. Nach kurzer Absprache mit den Bandkollegen stand es schließlich fest.

Mit viel Gefühl

Mit viel Gefühl

Quelle: Danilo Hafer

Nun mussten nur noch die passenden Titel gefunden werden. „Jeder hat natürlich seine persönlichen Lieblingslieder eingebracht und wir haben dann gemeinsam geschaut, ob es insgesamt ins Programm passt“, sagt Gutewort. Herausgekommen ist ein kurzweiliges Konzertprogramm, dass sich sehen lassen kann.

Im Verlauf des über zweieinhalb Stunden langen Abends erlebte das Publikum in Treuenbrietzen auf eine Reise quer durch die Musikgeschichte. Alles unter dem Bewusstsein, dass die Künstler und Komponisten, deren Songs an diesem Abend gespeilt werden, bereits verstorben sind.

Das Orchester

Die Musiker haben an verschiedenen Musikhochschulen Deutschlands studiert und musizieren seit 2011 gemeinsam. Was damals als hochschulübergreifendes Projekt begann, wird heute in Eigenregie durch die Musiker weitergeführt.Die Gruppe ist eine komplette Band bestehend aus: Gesang, Gitarre, Bass, Schlagzeug, Piano, Trompete, Saxophon und Posaune.

Vom Stadtfest bis zum Kurkonzert, vom Theaterabend bis zum Tanzball spielen die Musiker die verschiedensten Festivitäten, egal ob an der Ostseeküste oder in Süddeutschland.

Als nächstes treten Toni Gutewort and his Dance-Orchestra auf dem Hochschulball in Cottbus am 13. Januar auf.

So gab es neben ruhigen aber kraftvollen Songs von Whitney Houston (One Moment in Time) auch rockige Nummern des bereits 2014 verstorbenen Joe Cocker (Unchain my Heart). Die Sänger Mario Hess und Linde Helterhofff begeisterten das Publikum. Der Applaus nach jedem Lied war groß. „Ich bin selbst begeistert, wie gut das Publikum in diesem Jahr bereist am Nachmittag mitgemacht hat“, sagt Gutewort.

Erfahrungsgemäß seien die Besucher der 16-Uhr-Vorstellung etwas ruhiger. „Zwischendurch konnte ich sogar ein Paar sehen, dass in der letzten Reihe spontan angefangen hat zu tanzen“, sagt Gutewort, der an diesem Abend am Schlagzeug saß. Schon während der Pause musste der in Schmögelsdorf aufgewachsene Musiker einige Hände schütteln und erhielt dabei ein Lob nach dem anderen.

Große Klänge in den Kammerspielen

Große Klänge in den Kammerspielen.

Quelle: Danilo Hafer

Neben Roger Cicero bekamen auch Lieder von Udo Jürgens einen festen Platz im neuen Programm. „Wir haben damals gerade in Luckenwalde gespeilt, als uns die Nachricht erreichte, dass Udo Jürgens gestorben ist“, erzählt Toni Gutewort. Klar, dass auch ein Titel des Schweizers gespielt werden muss. Ins Programm geschafft haben es dann sogar zwei. „Aber bitte mit Sahne“ und „Ich war noch niemals in New York.“

Nicht zuletzt aufgrund der tollen Lichtgestaltung konnte sich das Publikum ein wenig den Glanz New Yorks vorstellen und sich verzaubern lassen. Und das kam an. Zum Abschluss gab es stehenden Beifall. Ohne eine Zugabe wurden die Musiker nicht von der Bühne gelassen.

Das Konzert der Band zwischen Weihnachten und Neujahr hat in Treuenbrietzen Tradition. In diesem Jahr gab es zwei Vorstellungen. Und es ist zudem ein ganz besonderes Konzert, denn das neue Programm werde, genau so, nur hier gespielt. „Bei unseren normalen Auftritten werden wir die einzelnen Programme miteinander verbinden.“

Denn das Orchester spielt bis zu 30 Konzerte im Jahr. Meist wird die Gruppe für Veranstaltungen gebucht, auf denen nach klassischer Tanzmusik verlangt wird. „In diesem Jahr ist es eigentlich unser Ziel 40 Konzerte zu spielen.“

Galant im feinen Zwirn

Galant im feinen Zwirn.

Quelle: Danilo Hafer

Damit immer alles reibungslos klappt, ist auch für die studierten Musiker Proben unerlässlich. „Wir versuchen uns im Schnitt sechsmal im Jahr zu treffen, um neue Stücke zu proben“, sagt Gutewort. Leicht sei das nicht, denn die Musiker wohnen verteilt zwischen Dresden und Rostock. Dann versuchen sie sich irgendwo in der Mitte in Berlin oder Potsdam zu treffen. „Wir haben aber auch schon mal in Treuenbrietzen geprobt“, sagt Toni Gutewort. Hier spielen sie gerne.

Von Danilo Hafer

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