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Bad Belzig Ein Album voll schöner Erinnerungen
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13:54 14.09.2016
Elfriede und Hubert Münder an ihrem Lieblingsort. Quelle: Christiane Sommer
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Klepzig

„Das ist die Originalakte“, sagt Hubert Münder aus Klepzig schmunzelnd und legt ein dickes Fotoalbum auf den Tisch. Seine Ehefrau Elfriede lacht, ist doch die gesamte Familiengeschichte in diesem Album verewigt. Sie beginnt mit dem tag der Hochzeit von Elfriede und Hubert , die mit dem Tag ihrer Hochzeit begann, darin verewigt ist.

Vor 60 Jahren traten die beiden vor den Traualtar. Die Fotografien zeigen ein bezauberndes Paar. Sie, im langen Brautkleid und einem großen Rosenstrauß im Arm - er, groß und schlank, in einem edlen Hochzeitsanzug. Seite um Seite lässt das Fotoalbum den Hochzeitstag nacherleben: vom Weg in die Kirche bis zur Feier im Lehnsdorfer Gasthof – Elfriedes Elternhaus.

Kindheit und Jugend in Lehnsdorf

„Als nach Mitternacht der Schleier abgetanzt war, begann die Geburtstagsfeier des Bräutigams“, sagt die heute 85-Jährige. Dann erzählen sie aus ihrem Leben. Elfriede Münder von der Kindheit und Jugend in Lehnsdorf. Hubert Münder von seiner Kindheit Zeit in Klepzig. „Wir kannten uns schon aus der Schulzeit“, sagt er. Vorübergehend saßen sie sogar in einer Klasse. Nicht mehr und nicht weniger. Die Aufmerksamkeit füreinander wuchs erst in der Jugend, als Elfriede nach der Schule in der elterlichen Gastwirtschaft mitarbeitete und hinter dem Tresen stand.

Hubert hingegen frönte damals seiner musikalischen Leidenschaft. „Ich spielte Akkordeon in der Hubertus-Swing-Band“, erzählt der 84-Jährige. „Wo Musiker spielten, waren immer viele Mädchen“, so der Jubilar weiter und verrät, dass diejenigen, die besonders gut tanzen konnten, bei den Männern die größten Chancen hatten. Elfriede muss das Tanzen im Blut gelegen haben, denn aus der anfänglichen Freundschaft zwischen den beiden wurde 1953 Liebe. Drei Jahre später wurde geheiratet.

Er übernahm Vaters Tischlerei

In jenem Jahr übernahm Hubert Münder auch die väterliche Tischlerei in Klepzig und damit große Verantwortung. Immer wieder rücken die Fotografien in den Mittelpunkt des Gesprächs. „Die Aufnahmen hat mein Schwager gemacht, der Lehrer Bernhard Rückert aus Klepzig. Er hatte für damalige Zeiten schon eine sehr gute Kamera“, erklärt Hubert Münder die hochwertigen Aufnahmen.

Ihre gemeinsame Zukunft bauten sie sich in Klepzig auf. „Wir haben bescheiden angefangen“, sagt Elfriede Münder. Sie stand nun beruflich ihrem Ehemann im Familienbetrieb zur Seite stand. An der Volkshochschule in Belzig eignete sie sich das nötige Wissen an, um die anfallenden Büroarbeiten der Firma erledigen zu können.

Die sozialistische Umgestaltung der Landwirtschaft

1960, als die sozialistische Umgestaltung der Landwirtschaft auch in Klepzig nicht mehr aufzuhalten war, trat Elfriede Münder anstatt ihres Mannes in die LPG ein. „Meine Frau hat dadurch die Firma gerettet“, sagt er. Noch heute ist er ihr dafür dankbar.

Das Fest werden die Jubilare mit ihren beiden Kindern und Schwiegerkindern, vier Enkeln, drei Urenkeln sowie Freunden und Verwandten feiern. „Den Kindern immer ein Vorbild und füreinander da sein, das gibt im Alter Freude“, fasst Elfriede Münder die Erfahrungen der letzten sechzig Jahre zusammen. Ehemann Hubert ergänzt: „Das mit dem kleinen Ludwig vor wenigen Tagen die neunte Generation Münder geboren wurde, ist dabei unsere größte Freude“.

Von Christiane Sommer

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