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Bad Belzig Besonders heiße Tage für die Feuerwehren
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Besonders heiße Tage für die Feuerwehren
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19:57 27.07.2018
Die Feuerwehr Bardenitz unterstützt bei der Eindämmung des Waldbrandes auf dem ehemaligen Schießplatz am Keilberg Quelle: FFW Bardenitz
Treuenbrietzen

Heiße Tage erleben die Feuerwehrleute und weitere Einsatzkräfte im Hohen Fläming derzeit in doppeltem Sinne. Sie unterstützen ihre Nachbarn am Keilberg und bei Fichtenwalde bei der Bekämpfung großer Waldbrände. Doch auch daheim müssen sie noch ausrücken.

„Seit Donnerstagsmittag ging es rund mit fünf Alarmierungen für uns im Stadtgebiet“, sagt Georg Schwarze, der stellvertretende Stadtwehrführer in Treuenbrietzen, am Freitagmorgen im Gerätehaus. Kräfte aus Marzahna waren nach Fichtenwalde beordert worden, um eine Schlauchstrecke mit aufzubauen. Bardenitzer Brandschützer waren indes auf dem ehemaligen Schießplatz bei Pechüle gefordert. Sie stellten an einem im Rahmen des Waldbrandschutzkonzeptes für das mit Altmunition verseuchte Sperrgebiet gebohrten Löschbrunnen die Wasserversorgung sicher, erzählt Maik Schmidt, Feuerwehrmann aus Bardenitz.

Drei Fehleinsätze am Abend

„Wir sind es dort leider gewohnt, als Feuerwehr nicht wirklich löschen zu können wegen der Altmunition“, sagt die Niebeler Ortswehrführerin Ulrike Fischer. Sie wohnt nun in Pechüle und kann von ihrer Terrasse aus nachts den Feuerschein über dem Keilberg sehen. „Noch haben wir keine Angst. Die Kameraden haben die Lage im Griff“, sagt die Feuerwehrfrau.

Noch am Donnerstagabend dann folgten zwei Alarmierungen, die sich jedoch als Fehleinsätze entpuppten. „Anrufer bei der Leitstelle hatten die weithin sichtbare neue Rauchsäule vom Jüterboger Schießplatz falsch zugeordnet und Brände an der Jahnstraße sowie bei Frohnsdorf vermutet“, erzählt Georg Schwarze. „Doch lieber einmal mehr anrufen, als einmal zu spät“, sagt der Vize-Stadtwehrführer.

Auch im Gerätehaus der Feuerwehr Treuenbrietzen laufen derzeit viel Einsätze auf. Mit in Bereitschaft sind Georg Schwarze und Ulrike Fischer. Quelle: Thomas Wachs

Er kann derzeit noch auf ausreichend Einsatzkräfte zurückgreifen. „Im Urlaub sind viele Kameraden zum Glück auch zu Hause. Ansonsten haben auch Arbeitgeber angesichts der Großlagen mehr Verständnis, wenn ihre Leute jetzt mal häufiger bei der Feuerwehr benötigt werden“, erzählt Schwarze. Probleme gebe es zuweilen dabei, sich auf der Anfahrt zum Gerätehaus mit Privatwagen den Weg durch verstopfte Bundesstraßen im Umfeld der Stadt zu bahnen. Denn wegen der Sperrungen der A9 und A10 am Autobahndreieck Potsdam rollt der weitläufige Umleitungsverkehr seit Donnerstag permanent über die diversen Bundesstraßen und auch Nebenstrecken im Hohen Fläming.

Mit der Drehleiter nach Bad Belzig

Noch in der Nacht gegen 23.15 Uhr ging es gemeinsam mit Kräften aus der Stadt Bad Belzig mit der Treuenbrietzener Drehleiter zum Asylbewerberheim am Weitzgrunder Weg in Bad Belzig. Dort hatte die Brandmeldeanlage Alarm geschlagen. „Es gab nur unklaren Brandgeruch, aber kein Feuer“, berichtet Georg Schwarze. Die Treuenbrietzener waren als Ersatz gefordert, weil die Bad Belziger Drehleiter derzeit zur Wartung ist.

Am Freitagmorgen riefen die Alarmmelder eine Fahrzeugbesatzung mit acht Mann sodann gleich wieder zur Unterstützung des Großeinsatzes bei Fichtenwalde. Dorthin beordert waren auch Einsatzkräfte der Feuerwehren Niemegk, Brück und Bad Belzig. „Derzeit befindet sich auch unser Löschgruppenfahrzeug mit neun Kameraden zur Unterstützung im Einsatz“, teilt die Bad Belziger Feuerwehr am Freitag mit.

THW sichert Beleuchtung

Seit 23 Uhr am Donnerstag steht auch die Sondereinsatzgruppe „Versorgung“ der Johanniter- Unfallhilfe aus Bad Belzig für eine etwaige Evakuierung des Beelitzer Orteiles Fichtenwalde und zur Sicherung der Einsatzkräfte am Sammelpunkt in Klaistow zur Verfügung. Die Bad Belziger Ortsgruppe des Technischen Hilfswerkes (THW) übernahm mit ihrer Fachgruppe die Beleuchtung.

Und auch für die Treuenbrietzener Feuerwehrleute ging es sodann am Freitagabend gegen 17.30 Uhr nicht ins verdiente Wochenende, sondern wieder mit einer Abordnung zur Unterstützung beim Waldbrandschwerpunkt auf dem Jüterboger Schießplatz.

Von Thomas Wachs

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