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Bad Belzig Erinnerung und Mahnung im Grünen Grund
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Erinnerung und Mahnung im Grünen Grund
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19:40 03.05.2018
Gedenken an den 3. Mai 1945b im Grünen Grund: Viele junge Menschen waren dieses Mal dabei. Quelle: René Gaffron
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Bad Belzig

„Die Entfremdung der Politik vom Alltag der Menschen muss aufgehalten werden“,sagt Florian Görner. Denn sonst hätten rechtsextreme Ideologen, die mit schlichter Antworten und einfachen Feindbildern argumentieren, leichtes Spiel, so der Koordinator des Lokalen Aktionsplanes für Toleranz und Demokratie im Hohen Fläming. „Vor allem kommt es auf jeden persönlich an, im Fall des Falles Widerspruch und Widerstand zu leisten. Die Hassparolen dürfen nicht wieder salonfähig werden wie zu Zeiten der Weimarer Republik“, mahnte er.

Der 29-Jährige hielt am Donnerstag Abend die Ansprache anlässlich des traditionellen Gedenkens im Grünen Grund. Dort wurde an die – dank des entschlossen und überzeugenden Handelns von Pfarrer Erich Tschetschog und Lehrer Artur Krause – kampflosen Übergabe von Belzig an die Rote Armee am 3. Mai 1945 erinnert. Wohl knapp 100 Teilnehmer, darunter viele junge Leute, waren der Einladung von Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) zu der Veranstaltung gefolgt. Sie legten Blumen nieder, wo über fast zwei Jahre zahlreiche Opfer zu beklagen waren.

Besuch aus Belgien

Erst recht in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges aus dem zum KZ Ravensbrück gehörenden Außenlager Roederhof hatten 600 gefangene Frauen am 24. April 1945 nach Altengrabow marschieren sollen. Mehr als ein Drittel überlebte das Martyrium nicht. Von den 72 zurückgelassenen Inhaftierten erlebten nur 63 die Befreiung. Unter den Toten Maria Aerts, 24 Jahre aus Belgien. Ihre Nichte Elena Rens war – dieses Mal in Begleitung ihrer Freundin Chris van Olmen – wieder zu Gast.

Elena Rens aus Belgien bedankt sich für das Engagement in Bad Belzig. Quelle: René Gaffron

Sie erlebten eine recht eindrucksvolle Veranstaltung, die dieses Mal maßgeblich vom Singekreis „Einklang“ geprägt war. Dessen Mitglieder haben nicht nur Lieder aus aller Welt, darunter aus Korea, angestimmt. Vielmehr wurden in Texten individuell ihre Empfindungen für den Ort, das Geschehen einst und jetzt, zum Ausdruck gebracht. Neben anderen hatte das von Julia Strehler geleitete Ensemble die Frage des zeitgemäßen Gedenkens aufgeworfen.

80 Zuschauer am Vorabend im „Hofgarten“

Maßgeblich unter ihrer Anleitung hatten sich 2008 interessierten Laiendarstellen szenisch den tragischen Schicksalen genähert. Die Aufführung des vor zehn Jahren dabei entstandenen Films hatte bereits am Mittwochabend 80 Besucher im „Hofgarten“-Kino der Kur- und Kreisstadt zusammengeführt.

Von René Gaffron

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