Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Bad Belzig Fredersdorf gibt zwei Ruhestätten auf
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Fredersdorf gibt zwei Ruhestätten auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:47 21.09.2016
Der Fredersdorfer Ortsvorsteher Bodo Sternberg mit dem favorisierten Entwurf in Schneckenform Quelle: Christiane Sommer
Anzeige
Fredersdorf

Die Planungen für ein anonymes und teilanonymen Urnenfeldes auf dem kommunalen Friedhof sind abgeschlossen. Aus fünf vom Büro des Landschaftsarchitekten Gunnar Lange erarbeiteten Vorschlägen wurde jetzt ein Favorit bestimmt.

Danach soll das Gräberfeld in Schneckenform angelegt und bei Bedarf erweiterbar sein. Ortsvorsteher Bodo Sternberg hat den Entwurf jüngst der Dorfgemeinschaft vorgestellt, die sich seit drei Jahren in der Angelegenheit engagiert.

Geplant ist, dass Urnenfeld auf der bislang ungenutzten Seite des Friedhofs neben der Trauerhalle anzulegen und über einen neuen Weg zu erschließen. Die als Grünfläche geplante Anlage soll eine Stele erhalten und durch Granitplatten ebenerdig eingefasst werden, auf denen im Fall einer teilanonymen Bestattung kleine Platten mit den Namen und Lebensdaten der Verstorbenen installiert werden können. „Es ist kein Bauwerk geplant, die Bestattungsfläche soll sich in die Natur einfügen“, erläuterte der Dorfchef und ergänzte: „Die Graniteinfassung soll Barrierewirkung haben, damit niemand über das Urnenfeld läuft“.

Eine Änderung der Friedhofssatzung ist erforderlich

Der vom Ortsbeirat zur Verwirklichung ins Auge gefasste Entwurf erfordert eine Investition von 13 000 Euro. Diese Summe soll nach Aussage von Bad Belzigs Vizebürgermeister Christoph Grund im kommenden Jahr in den städtischen Haushalt eingestellt werden. In diesem Zusammenhang sei ferner eine Änderung der Friedhofssatzung erforderlich, so dass nach Beendigung der Arbeiten die vor Ort nachgefragten schlichten Bestattungen möglich werden. Das Gräberfeld soll den Planungen zufolge bis zu 60 Urnen fassen.

Bislang sind anonyme und teilanonyme Bestattungen nur auf den kommunalen Friedhöfen in Bad Belzig (Waldfriedhof) und in Ragösen möglich. Mit der neuen Anlage in Fredersdorf folgt die Kommune dem Wunsch der Einwohner. Ähnliche Bestrebungen gibt es in den Ortsteilen Schwanebeck und Borne.

Seit 35 Jahren nur noch Bestattungen am Ortsrand

Derweil trennt sich Fredersdorf von zwei Friedhöfen. Weil seit 1982 nur noch auf dem Begräbnisplatz am Ortsausgang, Richtung Schwanebeck, Bestattungen erfolgen, sollen zwei die anderen Flächen offiziell entwidmet werden. „Dazu bedarf es eines förmlichen Verfahrens“, sagte Christoph Grund. „Wir haben ein solches Verfahren erst einmal durchgeführt, 2002 in Weitzgrund“, versicherte der Bauamtsleiter.

Die Fredersdorfer ihrerseits äußerten keine Bedenken und stimmten der Entwidmung des ehemals die Kirche umgebenden und des Friedhofs am Backenberg jeweils zu. Während auf erstgenanntem bereits keine Grabstätten mehr vorhanden sind und vor sechs Jahren damit begonnen wurde, das Areal mit Baumpflanzungen zu begrünen, werden auf dem anderer Gelände noch zwei Grabstellen geduldet, sagte Bodo Sternberg.

Die Begräbnisfläche am Backenberg, namensgebend war ein ehemals vorhandener öffentlicher Backofen, wurde im 18. Jahrhundert eigens für die Bewohner der südlich des Dorfes entstandenen Siedlung Sandberg angelegt. Dort war hauptsächlich die ärmere Bevölkerung von Fredersdorf - Handwerker und Tagelöhner - zu Hause. Der Gottesacker in der Mitte hingegen war, wie der Dorfchef erläuterte, den „betuchteren Fredersdorfern“ aus dem Kern de über 700 Jahre alten Ortes vorbehalten.

Von Christiane Sommer

Bad Belzig Ausstellung „Flucht“ in Bad Belzig - Mit dem letzten Kunstwerk im Flüchtlingsboot

Die Künstler Beate Simon und Imad Alfil gestalten derzeit in der Bad Belziger Marienkirche die syrisch-deutsche Ausstellung „Flucht“. Die Exposition zeigt jeweils zehn Bilder der beiden, die sich auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Thema auseinandergesetzt haben.

21.09.2016

Die schrittweise Sanierung der Wiesenburger Grundschule „Am Schlosspark“ soll weitergehen. Die Südfassade ist hergerichtet, Brandschutzauflagen sind erfüllt. Dennoch wird dieses Jahr nicht wie erhofft gebaut. Denn die Kommune hatte ihr Vorhaben etwas zu groß kalkuliert.

20.09.2016

Henry Liebrenz ist ab sofort Vorsitzender des Kreisverbandes Potsdam-Mittelmark von Bündnis 90/Die Grünen haben. Fast zwei Jahre lang war der Posten kommissarisch besetzt. Jetzt hat sich die Parteispitze neu formiert.

16.09.2016
Anzeige