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Bad Belzig 20.000 Euro für Jugendprojekte im Hohen Fläming verteilt
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig 20.000 Euro für Jugendprojekte im Hohen Fläming verteilt
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12:51 17.04.2019
Maik Kuhl, Silke Buro und ihre Kinder stimmen für die Jugendwehr Kuhlowitz/Preußnitz. Quelle: Privat
Bad Belzig

Eine Abstimmung in diesem Superwahljahr ist bereits Geschichte: Sie hat ergeben, dass alle Projekte gefördert werden können, die aus den fünf Kommunen Bad Belzig, Brück, Niemegk, Treuenbrietzen und Wiesenburg/Mark zur Förderung aus der Initiative „Du hast den Hut auf“ vorgeschlagen wurden. Mehr als 20.000 Euro sind verteilt.

Das haben 90 Kinder und Jugendliche mit ihrem Votum ermöglicht. Damit hat sich die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr (42) mehr als verdoppelt.

Jugendraum bekommt 5000 Euro

Den meisten Zuspruch erzielte der Jugendraum Kuhlowitz/Preußnitz. Der Antrag stammt von der Jugendfeuerwehr und sieht die Herrichtung des Gemeindehauses und des Außenbereichs für den Nachwuchs der Löschgruppe und andere Jugendliche aus dem Dorf vor. 5000 Euro – der höchste Betrag – werden nun dafür fließen.

Geld aus zwei Quellen

„Du hast den Hut auf!“ soll eigene Initiativen der jungen Leute unterstützen und wird aus zwei Quellen finanziert: zum einen von der Lokalen Aktionsgruppe Fläming-Havel, die Mittel aus dem EU-Leader-Programm für Investitionen bereit stellt und zum anderen aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ für Aktivitäten.

„Alle Projekte haben die direkte Beteiligung von Jugendlichen auf unterschiedliche Weise im Blick gehabt“, resümiert Florian Görner. „Sei es im Vorfeld bei der Antragstellung und der Realisierung selbst, wenn es darum geht, die Dinge zu gestalten oder Freiräume für Beteiligung zu schaffen“, so der Koordinator.

Detailliertes Papier

Bei dem Papier aus Kuhlowitz/Preußnitz ist bereits detailliert dargelegt, welche Leistungen selbst beigesteuert werden können und welche Summen für Anschaffungen benötigt werden.

Weiterhin über vierstellige Zuwendungen können sich unter anderem freuen: der Schülerklub der Albert-Schweitzer-Grundschule und die Konfliktlotsenzentrale der Wiesenburger Grundschule „Am Schlosspark“. Daneben sind Zirkus in Familie in Brück und ein Theaterprojekt für Mädchen mit Regisseurin Julia Strehler aus Hagelberg sowie die 20-Jahr-Feier des Jugendklubs Ziezow bedacht worden.

Durchschnittsalter: zwölf Jahre

Die jüngste Wählerin war sechs Monate alt und die Älteste 27. Das Durchschnittsalter lag bei zwölf Jahren, freut sich Florian Görner. Der Koordinator des Lokalen Aktionsplanes „Hoher Fläming“ und seine Mitstreiter haben diesen Weg der direkten und transparenten Geldverteilung vor drei Jahren eingeführt.

Kurz vor Beginn der Osterferien war der Nachwuchs zum Urnengang in die Geschwister-Scholl-Grundschule Bad Belzig gebeten worden. Im Foyer wurden nochmals alle Ideen präsentiert.

„Wir meinen es sehr ernst, wenn das zulässige Abstimmungsalter mit null bis 27 Jahren angegeben ist“, sagt der 31-Jährige. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte zur „Fridays for Future“-Demonstrationen, wo die Jugend beklagt, dass Erwachsene die Politik für die kommenden Generationen zu bestimmen. „Da ist es für uns ein wichtiges Symbol, dass auch Babys ein Stimmrecht bekommen.“

Von René Gaffron

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