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Bad Belzig Geschnatter mit 500 Schnäbeln in Niemegk
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Geschnatter mit 500 Schnäbeln in Niemegk
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16:43 21.11.2016
Lothar Rudolph (li.) und Alex Noeltge, jeweils aus der Alters- und Jugendabteilung des Niemegker Ortsvereins, zeigen gern ihre Tiere. Quelle: Uwe Klemens
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Niemegk

„Man kann nicht jedes Jubiläum aufwendig feiern“, sagt Thomas Tragmann, der Chef des Bad Belziger Rassegeflügelzüchtervereins ist. Immerhin zum 25. Mal luden dessen Mitglieder am vergangenen Wochenende zur Fläming-Rassegeflügelschau, die sie seit drei Jahren zusammen mit ihren Zuchtfreunden vom Niemegker Zuchtverein organisieren. Gemeinsamer Ausstellungsort ist seither die Niemegker Stadthalle „Lindenhof“, die sich jeweils am Ende eines Zucht- und Kalenderjahres in einen Geflügelhof verwandelt.

Obwohl beide Vereine zusammen keine 40 Mitglieder haben, beteiligten sich diesmal 50 Züchter, die insgesamt 500 Tiere, vom kleinen, gerade mal 350 Gramm wigenden ,Italienischen Mövchen bis zum viereinhalb Kilo schweren Amrocks-Huhn präsentieren. „Möglich ist die hohe Beteiligung, weil unsere Schau für alle Ortsgruppen des Kreisverbandes offen ist“ erläutert Tragmann die hohe Beteiligung.

Amtliche Zusage kam kurzfristig

Bis auf den Ortsverein Beelitz, der aufgrund von Auflagen zum Schutz vor der Vogelgruppe derzeit nicht ausstellen darf, waren Züchter aus allen übrigen elf Ortsvereinen vertreten. Erst einen Tag vor dem Aufbau kam seitens des Veterinäramtes die Genehmigung. Voller Bangen hatten die Züchter und vor allem die Organisatoren auf das amtliche O.K. gewartet.

„Für einen Rassegeflügelzüchter sind solche Ausstellung ein wichtiges Arbeitsmittel, damit er weiß, wo er mit der Qualität seiner Zucht steht und weil er sich dort mit anderen Experten austauschen kann“, sagt Tragmann, der selber bereits als Vierzehnjähriger mit der Taubenzucht begann und das notwendige Wissen von seinem Vater erwarb.

Schon zwei Mal Deutscher Meister

„Als ich 2011 und 2013 dann Deutscher Meister wurde, war der Moment gekommen, wo ich meinen Vater Klaus überholt habe und d er sich darüber genauso freute, wie ich selbst.“ Ob sich sein eigener Sohn Alwin eines Tages von der Freude am Taubenzüchten anstecken lässt, wird sich später zeigen. „Denn der ist erst zwei Jahre alt und soll das später selbst entscheiden.“

Für Tragmanns Zuchtfreund Lothar Rudolph jedenfalls ist ein schöneres Hobby kaum denkbar. „Seit 1963 züchte ich goldfarbige Zwerg-Italiener“, erzählt der 73-jährige Niemegker, der viele Stunden seines Tages mit seinen Tieren verbringt. „Wenn sie noch ganz klein sind, locke ich sie mit Futter auf meine Hand, so dass sie auch als erwachsene Tiere keine Angst vor mit haben“, gewährt er einen kleinen Blick in seine Trickkiste. „Noch immer habe ich große Freude am Züchten und kann meinen Tieren stundenlang zusehen.

Gut 300 Besucher waren dabei

Nicht ganz so ausdauernd, aber ebenso begeistert widmet sich der erst 16-jährige Alex Noeltge der Geflügelzucht. Wie die meisten Züchter hat auch er sich auf eine Rasse und einen Farbenschlag spezialisiert. Die Taubenrasse Giant Homer hat es ihm am meisten angetan. Gut 300 Besucher ließen sich an diesem Wochenende von der Begeisterung für’s liebe Federvieh anstecken.

Sechs Preisrichter vergaben an die Züchter Ralf Bullerdick (Schlalach), Peter Scholz (Potsdam), Holger Schulz (Zahna) und Mafred Dittrich (Alt Bork) die Ehrenpreise des Landesverbandes. Frank Heinicke aus Glindow erhielt für seinen goldbraunen New Hampshire die Bundesmedaille.

Von Uwe Klemens

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