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Bad Belzig Fröhliche Halloween-Party in der Siedlung
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10:44 01.11.2018
Ein Vorgarten in Frohnsdorf Quelle: Andreas Koska
Frohnsdorf

Im Wohnwagen blinkt das Licht, Spinnen und andere Insekten kriechen die Fenster entlang, Spinnennetze sind über die Vorgärten gespannt, in denen riesige Gliederfüßer auf Opfer warten. Hie und da sind Grabsteine aufgestellt, aus den Gräber steigen Untote heraus. So feiert Frohnsdorf seit zwölf Jahren den Vorabend des Halloween.

In Frohnsdorf wird der Ort am Vorabend des Halloweentages traditionell von großen und kleinen Geistern bevölkert. Die Vorgärten sind fantasievoll geschmückt und Besucher erleben ein farbenfrohes und manchmal unheimliches Spektakel.

„Es ist toll, trotz des windigen, ungemütlichen Wetters sind viele gekommen“, freute sich die Cheforganisatorin Katja Dörrwand vom veranstaltenden Siedlerverein. Beim Umzug rund um die Siedlung sah man Geister, Fledermäuse, Vampire und einen Spiderman, ein kleines Mädchen steckte in einem Kürbiskostüm. Auch viele Erwachsene haben sich entsprechend verkleidet.

Eine Premiere

Bei Familie Bölke, die extra aus Treuenbrietzen angereist ist, waren alle verkleidet und geschminkt. „Wir sind zum ersten Mal hier, haben die Chance genutzt“, erzählt Vater Lars. Sie haben Freunde in Frohnsdorf und haben schon viel von dem Umzug und Fest gehört, aber der Schwiegervater von Lars Bölke hat am Reformationstag Geburtstag, der entsprechend gefeiert wird. „Er wohnt in Cottbus, dann geht es mit Frohnsdorf nicht“, erklärt der zufriedene Familienvater. Seine kleine Tochter Alina hat zum Abschluss für ihr Kostüm gar den zweiten Preis abgeräumt.

Madlen Rosin streichelt ihre Spinne Quelle: Andreas Koska

Bei Familie Jagielski scheinen sich die Kinder nicht zu fürchten, sondern eher den Grusel zu genießen. „Sie kommen aus dem Dunkeln um die Ecke, wenn sie unseren erleuchteten Vorgarten sehen, dann wird losgerannt“, erzählt Sabine Jagielski. Für sie und ihren Mann Frank ist die Freude der Kinder die größte Genugtuung. „Die Augen der Kleinen leuchten, ein schönes Gefühl“, betont Sabine Jagielski. An jedem Pfosten des Zauns sind kleine Tüten angehängt.

Darin Spielzeug, Radiergummis und eine Süßigkeit. Gewonnen hat jedoch und das nicht zum ersten Mal Familie Rosin. „Ich bin die Verrückte und jedes Jahr kommt noch etwas dazu“, gibt Madlen Rosin zu. Spinnennetze, Geister und Untote haben die Herrschaft über ihren Vorgarten übernommen.

Nur zu Halloween

Wie bei Jagielskis hört man schreckliche Geräusche. Rosins machen seit sechs Jahren mit und steigern sich. „So übertrieben wird bei uns nur zum Halloween, sonst bleiben wir im Rahmen“, sagt die 37-jährige Rosin und auch Sabine Jagielski gibt zu, dass sich die Sache mit der Ausschmückung verselbstständig hat.

Von Andreas Koska

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