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Bad Belzig Wahl-Niemegker schraubt an alten Traktoren
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Wahl-Niemegker schraubt an alten Traktoren
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15:19 12.08.2018
Hans-Jürgen Esser mit seinem Traktor der Marke Eicher. Quelle: Christiane Sommer
Niemegk

Als im Juni in Niemegk das traditionelle Stadtfest gefeiert wurde, gehörte Hans-Jürgen Esser zu den Einwohnern, die das Treiben aktiv mitgestalteten. Er reihte sich mit einem seiner Oldtimer-Traktoren in den Festumzug ein und lud im Anschluss zu kleinen Rundfahrten durch die Stadt.

„Das hat mir viel Freude gemacht", sagt der 72-Jährige, dessen Herz, bevor er aufs Land zog, für den Bootssport schlug. „Mangels Wasserstraßen im Hohen Fläming musste jedoch ein anderes Hobby her", erklärt der Fernmeldetechniker im Ruhestand. Geboren in Oberfranken und aufgewachsen in Hessen, zog Esser 1959 nach West-Berlin.

Neues Zuhause in Niemegk

Mittlerweile ist er Niemegker und hat die Entscheidung, das Stadtleben gegen das Landleben einzutauschen, noch keine Minute bereut. „Meine Frau und ich genießen Niemegk, das Leben auf dem Land und die Ruhe. hier zu wohnen, hat viele Vorzüge –wie etwa, den Parkplatz vor der Haustür zu haben", findet der 72-Jährige. Die Eheleute nennen ein schmuckes Wohnhaus in der Großstraße ihr eigen.

Die weitläufige Umgebung bietet Esser darüber hinaus viel Raum für sein Hobby: Mittlerweile hat er nicht nur einen, sondern zwei Schlepper. Beide hat er mit viele Liebe zum Detail restauriert, wie auch verschiedene Anhänger. Einen ausgedienten Feuerwehranhänger hat er so umgebaut, dass dieser für einen Kurztrip ins Grüne bestens geeignet ist. Selbst zu Einkaufszwecken wurde er schon genutzt. „Besonders praktisch für den Fall, dass ich mal über Land fahre", erklärt der Ruheständler.

Lieber werkeln als fahren

Allzu häufig geschehen solche Touren jedoch nicht mehr. „Mit den Traktoren zu fahren, geht aufs Kreuz", erklärt der 72-Jährige und gesteht, dass er lieber an der alten Technik werkelt, als mit ihr zu fahren. Weil es auf dem Hof in Niemegk zwischenzeitlich an Stellplätzen für die restaurierte Landtechnik fehlte, hat er welche im Nachbarort Zixdorf angemietet. Zwar sieht er seine Traktoren deshalb nicht täglich, doch das ist für ihn kein Problem: Haus und Garten bieten noch genügend Raum für handwerkliche Tätigkeiten. In dem Zusammenhang verrät der 72-Jährige: „Ich lebe viel lieber draußen als drinnen."

Als Bootseigner konnte er die Natur besonders genießen. „Zum Wasser war ich 1975 gekommen“, erzählt er. „Über ein Schlauchboot vom Neckermann Versand, mit Außenmotor". Doch das einfache Boot reichte ihm nicht, weshalb er sich bald für ein kleines Kunststoffboot entschied. „Danach wurden die Boote alle zwei Jahre größer“, sagt der Niemegker. Bis sie so groß waren, dass man auf ihnen Urlaub machen konnte. In jenen Jahren hatte sich seine Leidenschaft für Sportboote so weit entwickelt, dass er Vorsitzender des Prüfungsausschusses Berlin-Potsdam beim Deutschen Motoryacht-Verband Potsdam wurde. Bis 2014 war er in dieser Funktion tätig. Die eigene Yacht war da schon verkauft.

Den Hohen Fläming zu Fuß entdecken

Mittlerweile hat Esser den Nervenkitzel nicht mehr nötig. „Der Geschwindigkeitsrausch ist vorbei, ich bin keine 18 mehr", sagt er und lenkt das Gespräch wieder in die Gegenwart. Seit er in Niemegk lebt, plagt ihn auch das Fernweh nicht mehr. Stattdessen hat er sich mit seiner Ehefrau einer Bad Belziger Wandergruppe angeschlossen, um den Hohen Fläming zu Fuß zu erkunden.

Von Christiane Sommer

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