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Bad Belzig Herausforderung Smartphone
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20:53 10.10.2018
Ingrid und Hans Gallien erlernen die Bedienung eines Smartphones und wollen so auch mit ihren Enkeln kommunizieren. Quelle: André Großmann
Bad Belzig

Nachrichten per Whatsapp an Enkel, Freunde, Bekannte senden, das Handy als Navigationsgerät verwenden und Fotos direkt verschicken. Immer mehr Senioren im Hohen Fläming wollen ihr Mobiltelefon aktiv nutzen. Unter anderem nehmen Hans und Ingrid Gallien am „Smartphone-Kurs für Anfänger“ in der Bad Belziger Kreisvolkshochschule (KVHS) teil.

Druck zur Smartphone-Nutzung wächst

Das Handy des Ehepaars klingelt im Kurs, Programmerneuerungen sollen im Internet herunterladen werden. Doch das Ehepaar Gallien bleibt ruhig. „Wir sind aus Eigeninitiative hier, möchten die Grundbegriffe kennenlernen, sonst machen uns die Enkel was vor“, sagt der Bad Belziger. Dozent Andreas Grünthal weiß, dass es nicht immer hundertprozentig kontrollierbar sei, was das Handy mache. „Sie müssen sich das Gerät wie einen kleinen Roboter vorstellen, der Ihnen zur Seite steht und behilflich sein will“, sagt der ausgebildete Landwirt. Er schildert, dass der gesellschaftliche Druck wachse, ein Smartphone zur Kommunikation zu benutzen.

Herausforderung der technischen Entwicklung

So würden Kinder und Enkelkinder häufig Sofortnachrichtendienste wie Whatsapp nutzen und Handys an ältere Familienmitglieder weitergeben. Doch da jedes Gerät eine andere visuelle Benutzeroberfläche hat, will der Dozent der KVHS helfen, Grundlagen wie den Aufbau und Tipps zur Bedienung des Smartphones zu erläutern. Lehrgänge werden hier im wöchentlichen Rhythmus angeboten und dauern drei Unterrichtsstunden a 45 Minuten. „Das Interessante ist, das man sieht, was in der Welt geschieht, wenn man das Handy anmacht. Ich will doch bloß mithalten“, sagt eine Kursteilnehmerin, die namentlich nicht genannt werden will. Dies könne eine Herausforderung sein, weiß Grünthal.

Handy-Nutzung nimmt rasant zu

„Doch sie stellen sich dem Ganzen und das ist das Gute“, sagt er zu den Anwesenden in der KVHS. Einige Kursteilnehmer weisen darauf hin, das die Zeit zur Erklärung der Technik im Familienkreis nicht immer ausreicht. Ingrid Gallien freut sich hingegen, dass ihr Enkel im Zweifelsfall einen Blick aufs Handy wirft und hilft. Für die Bad Belzigerin ist es entscheidend, kommunizieren zu können. Ihr Ehemann Hans will das mobile Gerät auch als Navigationsgerät im Auto nutzen. Die Smartphone-Nutzung steigt in allen Altersgruppen, der Anteil der Nutzer betrug 2017 laut dem Online-Portal Statista bei den 50- bis 64-Jährigen um die 88 Prozent. Außerdem nutzten 41 Prozent Generation 65 plus das Smartphone. „Es gibt unheimlich viele Möglichkeiten an so einem Gerät“, schildert Andreas Grünthal.

Zwischen Risiken und neuen Chancen

Die Eingewöhnung an die Bedienung des Mobiltelefons kostet einige Kursteilnehmer Überwindung. Bei der Buchstabeneingabe eines Textes wird genau hingeschaut, Hürden wie die aktivierte Bildschirm-Sperre, die nach 30 Sekunden einsetzt, müssen gemeistert werden. Doch auch dies gelingt den Galliens, spätestens im zweiten oder dritten Anlauf. Sicherheitsrisiken wie Hacker-Angriffe, Viren und der Verlust von Daten werden ebenso besprochen wie die Nutzung einer Taschenlampe per Handy, Quizspiele und das Scannen von QR-Codes.

„Es ist schon erstaunlich, wie viel Computertechnik in so ein kleines Gerät passt“, sagt Hans Gallien. Er ist kürzlich 77 Jahre alt geworden und kann sich vorstellen, auch den Fortgeschrittenen-Kurs mit seiner Gattin zu besuchen. „So ein Handy kann nicht alles, aber man schlackert mit den Ohren, was die Dinger heutzutage so alles bieten“, sagt Grünthal, der beispielsweise noch auf eine Flaschenöffner-App wartet.

Von André Großmann

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