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Bad Belzig Hochzeitssuite und Wellness im Hotelanbau
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Hochzeitssuite und Wellness im Hotelanbau
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19:55 01.07.2016
Friederike Paul legt den Grundstein, ihre Eltern schauen zu. Quelle: Andreas Koska
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Linthe

Während einige Hotels und Pensionen im Hohen Fläming schließen, wird in Linthe und Borkheide an den Ausbau der Zimmerkapazitäten gedacht. In Linthe fand nun bereits die Grundsteinlegung für einen Erweiterungsbau des „Linther Hofs“ statt. Inhaber Volkmar Paul investiert dort, unter anderem mit Förderung der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), rund 1,2 Millionen Euro in einen zweigeschossigen Anbau mit 15 Doppelzimmern.

„Als Besonderheit werden wir eine spezielle Hochzeitssuite anbieten“, berichtet Paul. Er führt das Hotel in dritter Generation. Geplant sind zudem eine Dachterrasse und ein Wellness-Bereich. Die Zimmer sind behindertengerecht. Ein Aufzug wird die Erreichbarkeit erleichtern. Der erweiterte Garten kann für Freiluftveranstaltungen genutzt werden und erhält eine Spielecke für Kinder.

So soll die Erweiterung des Hotels „Linther Hof“ aussehen. Quelle: Andreas Koska

Auf der anderen Seite der Chausseestraße entsteht ein Parkplatz. „Wir haben zwei Jahre konkret geplant, die Idee steckt schon seit gut zehn Jahren in unseren Köpfen“, sagt Simone Paul, die Frau des Inhabers. Bevor Architekt Christian Nitschke nun den Neubau beginnen konnte, musste erst eine alte Scheune abgerissen werden.

Zur Grundsteinlegung versenkte die Familie von Volkmar Paul, vom Vater Siegfried über die beiden Töchter Friederike und Pauline bis zur Enkelin Charlotte nun auch die „Zeitkapsel“ im Mauerwerk. Darin ist neben Euro-Münzen und Bauplänen auch eine aktuelle Ausgabe der MAZ verstaut.

Stefanie Köppen vom Deutschen Hotel und Gaststättenverband (Dehoga) gehörte zu den Gratulanten der Grundsteinlegung in Linthe. Quelle: Andreas Koska

„Wir sind voller Zuversicht, dass sich die Investition auszahlt“, sagt der Gastwirt und Hotelier überzeugt. Er zeigt sich mit der bisherigen Auslastung des Hotels zufrieden. Die nahe Autobahnabfahrt und das ADAC-Fahrsicherheitszentrum bringen internationale Gäste in das Haus.

Auch Stefanie Köppen vom Deutschen Hotel und Gaststättenverband (Dehoga) glaubt an den Erfolg. „Auf Grund einer schlechten Buchungslage musste noch kein Betrieb schließen, meist liegt es daran, dass kein gutes Personal vorhanden ist oder die Nachfolge nicht rechtzeitig geregelt wurde“, erklärte die Expertin. Das wird bei Familie Paul wohl nicht passieren. Die 31-jährige Tochter Friederike arbeitet jetzt schon mit ihrem Mann Florian Zörner im Betrieb und soll ihn mal übernehmen. „Dann in vierter Generation“, wie ihr Vater stolz sagt.

Fast 80 Jahre Gastlichkeit

Das Gasthaus „Linther Hof“ wurde 1931 gegründet und 1937 von Otto Paul übernommen.

Im Jahr 1964 übernahm sein Sohn Siegfried die Geschäfte. Er führte sie bis 1990.

Seitdem ist Volkmar Paul für Gasthaus und Hotel verantwortlich.

Seine Tochter Friederike steht in den Startlöchern und wird bald in vierter Generation das Zepter führen.

Das Hotel „Linther Hof“ hat derzeit 20 Zimmer. Die angeschlossene Gaststätte bietet regionale Küche.

Die junge Frau will sich mit dem Erreichten nicht zufrieden geben. Sie setzt hofft auf einen Ausbau des Radwegs an der Landesstraße 85 in Richtung Treuenbrietzen. „Wir bieten schon jetzt den Service Bett und Bike, haben Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und extra Trockenräume für durchnässtes Equipment“, sagt die Juniorchefin. Trotzdem verirrten sich bisher nur wenige Radtouristen in das Dorf, das einige Kilometer abseits des Europaradweges R 1 liegt, der durch Brück verläuft.

Bei der Grundsteinlegung für den Hotelneubau zeigten sich Linthes Bürgermeister, Ottheiner Kleinerüschkamp (CDU), und der Brücker Amtsdirektor, Christian Großmann, einmütig wie selten. Kleinerüschkamp hofft auf weitere Arbeitsplätze im Dorf, während Großmann zusätzlich auf eine touristische Ausstrahlung baut.

Viel Freude bei der Grundsteinlegung. Quelle: Andreas Koska

Expansionspläne schmiedet auch Stephan Rüde-Mösenthin vom Hotel „Fliegerheim“ in Borkheide. Auch dort ist die Nachfolge für den Inhaber bereits geregelt. Sein Sohn Toni soll mal den Familienbetrieb weiterführen. „Wir wollen demnächst renovieren und werden wohl in den kommenden Jahren ebenfalls anbauen“, sagt der Gastronom. Auch er ist zuversichtlich im Hinblick auf Belegung und Erfolg. sein Haus liegt direkt am Europarradweg.

In Linthe soll der Anbau etwa im Mai 2017 eröffnet werden. „Dann können wir auch das 80-jährige Bestehen unseres Gasthofes feiern“, sagte Friederike Paul.

Von Andreas Koska

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