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Immer Ärger mit dem Laub vom Nachbarn

MAZ-Lesertelefon Immer Ärger mit dem Laub vom Nachbarn

Udo Oppenborn aus Neuehütten (Potsdam-Mittelmark) ist es leid, das Laub von Eichen seines Nachbarn zu entsorgen, das der Wind auf sein Grundstück weht. Deshalb rief er am Dienstag das MAZ-Lesertelefon an. Die Nachfrage beim Amt ergab: Er muss sich weiter darum kümmern. So will es das Gesetz.

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Das Laub sieht hübsch aus, macht aber verdammt viel Arbeit.

Quelle: Andreas Vogel

Neuehütten. Dem 75-jährigen Udo Oppenborn wird es langsam zu viel. „Die Kraft lässt mit dem Alter nach“, sagt der Rentner aus Neuehütten. Oppenborn hat am Dienstag das MAZ-Lesertelefon angerufen und sich beklagt, dass das Laub mehrerer Eichen, die auf einem Nachbargrundstück stehen, bei ihm im Garten landet.

„Ich habe inzwischen fast eineinhalb Kubikmeter Laub weggeharkt“, sagt er und berichtet von seiner Sisyphos-Arbeit. Vor allem habe er ein Entsorgungsproblem. In den Wald wolle er das Laub nicht bringen und die Laubsäcke der Abfallgesellschaft Potsdam-Mittelmark (APM) seien ihm zu teuer. Am liebsten wäre es Oppenborn, wenn der Nachbar das Eichenlaub zurücknehmen würde.

Das Gespräch mit den Nachbarn kann helfen

Jens-Uwe Werner vom Wiesenburger Ordnungsamt kennt das Problem. „Es ist eine Frage, die die Nachbarn untereinander klären müssten“, sagt er. Allerdings verweist Werner darauf, dass Oppenborn grundsätzlich mit dem Laub leben muss. „Es ist im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt“, sagt er. Demnach ist ein Baumbesitzer nicht für das Laub seiner Gehölze zuständig.

Werner empfiehlt allen Bürgern, die die Möglichkeit haben, selbst zu kompostieren. Sollte dies nicht möglich sein, könne man das Laub bei den öffentlichen Sammelstellen abgeben. Wer meint, die Laubhaufen in den Wald zu werfen, müsse mit einer Geldstrafe rechnen.

Manches regelt die Straßenreinigungssatzung

Ebenso verweist Werner darauf, dass je nach Straßenreinigungssatzung die Anlieger auch zum Räumen des Laubs der öffentlichen Bäume auf dem Bürgersteig und an der Straße vor den eigenen Grundstücken verpflichtet sind.

Während in anderen Gemeinden dafür eigens Container aufgestellt werden, um den Anliegern wenigstens die Entsorgungskosten zu ersparen, gibt es diesen Bürgerdienst in der Gemeinde Wiesenburg/Mark nicht. „Wir haben es bisher nicht geschafft, in unseren 14 Ortsteilen Sammelstellen einzurichten“, sagt Jens-Uwe Werner.

Große Grünsäcke vom Entsorger

Es wird Udo Oppenborn also nichts anderes übrig bleiben, weiterhin selbst für die Entsorgung des Laubs von den Nachbarbäumen zu sorgen. Dabei könnte er einen sogenannten Bigbag bei der APM erwerben. Der Großsack, der einen Kubikmeter Grünabfall fasst, kostet 42,75 Euro. Man kann alles auch in 20-Kilo-Säcken verstauen. Diese sind für 2,85 Euro zu haben.

Zudem nehmen zugelassene Kompostierbetriebe Laub an. Für Udo Oppenborn wäre der nächstgelegene in Jeserig, einem Ortsteil der Gemeinde Mühlenfließ.

Das Lesertelefon der MAZ ist am kommenden Dienstag wieder in der Zeit von 8 bis 10 Uhr geschaltet.

Von Andreas Koska

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