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Bad Belzig In Bad Belzig soll bald wieder ein IC halten
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig In Bad Belzig soll bald wieder ein IC halten
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19:48 31.10.2018
Ein IC 2 der Deutschen Bahn hält in einem Bahnhof. Die modernen Doppelstock-Intercity könnten bald auch im Hohen Fläming halten. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Bad Belzig

Während der Landrat mit seinem Masterplan und der Zusammenführung der Kreisverwaltung an einem Standort, voraussichtlich Beelitz-Heilstätten, die Bedeutung der Kreisstadt Bad Belzig schwächt, wird der Standort durch die Bundesregierung und die Deutsche Bahn AG aufgewertet. Spätestens im Jahr 2030 könnte hier ein Intercity halten.

Dann, so die Planungen, würde man einerseits Chemnitz und Nürnberg in Richtung Süd sowie Berlin-Südkreuz, Hauptbahnhof und Berlin-Gesundbrunnen im Zwei-Stundentakt erreichen. Neben der bestehenden Regionalbahn wäre das ein weiterer attraktiver Zubringer in die Hauptstadt.

Das sehen zumindest Planungen des Bundesministeriums vor, die im Rahmen der Arbeitsaufnahme des „Zukunftsbündnisses Schiene“ unter dem Schlagwort „Deutschland-Takt“ Anfang Oktober vorgestellt wurden. Demnach sollen die Ausbauarbeiten in spätestens zwei Jahren starten und 2030 abgeschlossen sein. Allerdings gibt es bei dem Halt in Bad Belzig ebenso wie in Michendorf noch einige Fragezeichen. Denn während die Ankunft- und Abfahrtszeiten der Regionalexpresslinie nach und von Dessau schon jetzt genau getaktet sind, fehlt bei dem Intercity diese Angabe aktuell noch.

Der Zug hat bislang die Arbeitsbezeichnung FV2/FR2 und soll ab Berlin Gesundbrunnen verkehren. Zwischen Südkreuz und Michendorf wird der Zug in Richtung Jüterbog geführt, am Außenring dann in Richtung Potsdam und schließlich auf die Wetzlarer Bahn übergeführt. In Leipzig soll er geteilt und ein Zugteil nach Chemnitz, der andere nach Nürnberg verkehren.

Die Planungen sind so genau, dass schon jetzt klar ist, dass der Zuh in den geraden Stunden mit der zweiundzwanzigsten Minute in Dessau ankommen und zwei Minuten später weiterfahren soll. Nach Berlin wird es in den ungeraden Stunden mit der Minute 38 weiter gehen.

Diese Angaben fehlen für Bad Belzig, das jedoch als Streckenpunkt namentlich erwähnt ist. Dabei wird in einem Gutachterentwurf das Beispiel Bad Belzig noch einmal explizit erwähnt.

Wie oft es Fahrgäste von Bad Belzig ins westfälische Lippstadt gibt, ist nicht ermittelt. Aber wer nun aus der Kurstadt im Fläming in die 66 000-Einwohner-Stadt im Kreis Soest mit der Bahn der Zukunft unterwegs ist, wird statt der vier Stunden und 49 Minuten nunmehr das Ziel 33 Minuten früher erreichen – und so elf Prozent Zeitersparnis haben. Damit wäre eines der Ziele des „Zukunftsbündnisses Schiene“ erreicht.

„Gemeinsam wollen wir bis 2030 die Zahl der Fahrgäste verdoppeln und mehr Güter auf die Schiene holen. Und das bei gutem Service und hoher Qualität. Wir wollen den Wow-Effekt und Bahnfahren als Leidenschaft“, gibt sich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) begeistert. Es bleibt also abzuwarten, ob sich jemand aus Bad Belzig dann tatsächlich auf den Weg nach Lippstadt macht.

Der Deutschland-Takt ist ein abgestimmter, vertakteter Zugfahrplan für ganz Deutschland – von der regionalen Strecke bis hin zu den Hauptverkehrsachsen. Er integriert Nah- und Fernverkehr und wird zusammen mit den Ländern umgesetzt, die für den Nahverkehr verantwortlich sind. Insgesamt sind dafür Investitionen von 42 Milliarden Euro vorgesehen.

Bad Belzigs Bürgermeister Roland Leisegang hat von den Überlegungen und Plänen noch nichts gehört, deshalb hält er sich lieber mit einer Beurteilung zurück. „Am spekulativen Zukunftsraten möchte ich mich bitte nicht beteiligen“, kommentiert er die Zukunftsaussichten auf Anfrage der MAZ.

Von Andreas Koska

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