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In Borkwalde steht die Wirtin selbst am Herd

Gastronomie In Borkwalde steht die Wirtin selbst am Herd

Sabine Borchert führt seit bald 15 Jahre das Gasthaus Siedlerstuben in Borkwalde. Bei ihr kommt auf den Tisch, was ihr selbst schmeckt. Und das ist unglaublich vielfältig. Die Gäststätte ist wie ein Heimatmuseum dekoriert. Man entdeckt immer etwas.

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Sabine Borchert ist Köchin und Gastwirtin mit Leib und Seele: Ihre „Siedlerstuben“ sind in Borkwalde eine gute Adresse.

Quelle: Andreas Koska

Borkwalde. Die Gaststätte „Dreimäderlhaus“ wurde 1928 in Borkwalde eröffnet und so könnte sie auch heute heißen. Schließlich hat die Wirtin Sabine Borchert zwei Töchter. Doch sie lässt bei „Siedlerstuben“. Das Gasthaus liegt zentral am Kreisverkehr der Waldsiedlung, am Schnittpunkt zwischen Alt-Borkwalde und der vor 20 Jahren erbauten Holzhaussiedlung.

Sabine Borchert betreibt das Lokal seit 2002. Im Innern gleicht es einem kleinen Heimatmuseum. An den Wänden kann der Gast viele historische Bilder der Siedlung betrachten. Alte Küchengeräte und Mobiliar aus der Gründungszeit des Dorfes drapieren die Räume. Kaffeemühlen, Wäschemangel und verschiedene Werkzeuge gehören dazu. „Es werden immer mehr Exponate – mancher Borkwalder bringt das eine oder andere Stück vorbei“, freut sich Sabine Borchert über den Zuspruch.

Das Dreimäderlhaus“ auf einer historischen Aufnahme

Das Dreimäderlhaus“ auf einer historischen Aufnahme

Quelle: privat

Wie beliebt sie mit ihrem Lokal ist, davon zeugen auch zig Postkarten, die sie von den Urlaubsreisen ihrer Gäste erhält. Neben ihrem Betrieb, in dem sie kocht, was auch ihr schmeckt, engagiert sich die Hotelfachfrau in ihrer Kirchengemeinde.

Sie ist seit 15 Jahren im Gemeindekirchenrat, ist inzwischen dessen Vorsitzende. Dabei hat sie auch die kleine Holzkirche im Blick. Mit dem damaligen Pfarrer Stefan Baier organisierte sie 1998 die ersten Konzerte. „Dies schlief jedoch wieder ein“, bedauert sie. Erst zehn Jahre später wurde der Versuch fortgesetzt. „Da nahmen wir an der „Nacht der offenen Kirchen“ zum ersten Mal teil“, erinnert sich die 45-jährige.

Hilfe für die Kirchengemeinde

Seit Jahren kooperiert die Kirchengemeinde mit dem Kulturverein Zauche. Es werden gemeinsam Konzerte und Lesungen veranstaltet, die bei vielen Borkwaldern gut ankommen. Als die Kirche vor einigen Jahren in sich zusammenzufallen drohte, hat sie sich um Hilfe gekümmert. „Durch die Mithilfe der Bundeswehr konnte das Kirchlein gerichtet und gesichert werden“, erinnert sie sich.

Unterstützt wird sie bei ihrer Arbeit von Ehemann Thomas. „Er ist schon so etwas wie ein ehrenamtlicher Küster“, sagt die zweifache Mutter. Ihr größtes Hobby ist die Familie. Die 18-jährige Tochter hat gerade das Abitur bestanden und beginnt jetzt ein Studium in Leipzig.

Saunaabende mit Freunden

Die jüngere ist zehn Jahre alt und besucht die Hans-Grade-Grundschule. Sabine Borchert fährt gern Rad und genießt Saunaabende mit Freunden in der Stein-Therme, mehr brauche sie nicht. Sie weiß, dass die Gastronomie ein hartes Brot ist, deshalb sei der Urlaub für sie so wichtig. „Den brauche ich, dieses Jahr waren wir sogar zweimal unterwegs, in Andalusien und in Thüringen.“

Wenn sie die Gaststätte nach einer Auszeit wieder öffnet, wissen die Gäste nicht unbedingt, was sie auf der Speisekarte erwartet. „Die Küche ist nicht unbedingt klassisch deutsche Hausmannskost, ich koche gern saisonal und regional, mal mit orientalischem, mal mexikanischem Einfluss.“

Von Andreas Koska

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