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In Lütte regelt Jürgen Block gute Musik

Zu Hause in Bad Belzig In Lütte regelt Jürgen Block gute Musik

In der Dippmannsdorfer Schule lernte Jürgen Block die Musik zu lieben. Heute betreibt er mit Erfolg ein Tonstudio in Lütte. City, die Prinzen und Keimzeit haben sich ihm bereits anvertraut. Doch er kann mehr.

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Meister an den Reglern: Jürgen Block in seinem Studio.

Quelle: Christiane Sommer

Lütte. Mit einen freundlichen „Hallo“ lädt Jürgen Block zu einem Besuch in sein Tonstudio. In der Musikerszene ist das „Blockhaus Studio“ in Lütte längst zu einem bekannten Namen geworden.

Am Mischpult sitzend, erzählt der 50-Jährige, wie er zur Musik und auf die Idee kam, den Keller des Eigenheimes in ein Tonstudio umzubauen. Den Grundstein seines musikalischen Gespürs dankt er seinem früheren Musikschullehrer Heinz Haseloff. „Das war in der Grundschule in Dippmannsdorf. Ich habe bei ihm Akkordeon spielen, Grundkenntnisse in Noten und ein gewisses Rhythmusgefühl gelernt“, erzählt Block. Nach zwei Jahren ging ihm das Interesse am Akkordeon jedoch verloren. „Aus kindlicher Faulheit“, wie er sagt. Der Musik blieb er dennoch treu.

Block sattelte um. Einer Bassgitarre gehörte fortan seine neue Leidenschaft. Sie gipfelte in einer Bandgründung. Der F&S Band (Frack&Shampoon Band) hielt er in den 1980er Jahren die Treue – bis er die Regler hinter den Kulissen als neue Herausforderung für sich entdeckte und Techniker von Keimzeit wurde. In den darauf folgenden Jahren reiste er mit der Band durchs Land – bis ein Bekannter die Gründung eines Studios anstiftete. Das war in der Mitte der 1990er Jahre.

Die beiden Männer konnten Marlitta Pingel, die damals Chefin im Niemegker Kulturhaus war, für die Idee gewinnen. „Dort haben wir dann auch die CD zur 1000 Jahrfeier von Belzig aufgenommen“, erinnert sich der gelernte Elektriker, der sich sein Wissen in Sachen Audiotechnik autodidaktisch angeeignete.

Die Vision vom eigenen Studio war nicht mehr aufzuhalten und wurde anfangs in Treuenbrietzen verwirklicht. Bis 2006. „Die Kutscherei ging mir dann irgendwann auf die Nerven“, bemerkt der 50-Jährige. Die Kinder wurden größer, gingen eigene Wege und im Eigenheim wurde es stiller. Jetzt war es Blocks Ehefrau, die den Vorschlag unterbreitete, daheim auszubauen.

Weihnachten 2006 war das Bauprojekt verwirklicht. Die erste Band, die ins „Blockhaus Studio“ kam, war Kaolin. „Kurz darauf Hasenscheiße“, sagt Jürgen Block und greift nach einem Stapel Papier. Die Notizen darauf verraten, wer in den zurückliegenden nunmehr zehn Jahren im Lütter Tonstudio ein- und ausging. Es sind bekannte Namen wie City, die Prinzen und Keimzeit - aber auch das Wiesenburger Blasorchester darunter. Musiker, die es nicht stört aufs Land zu fahren, fühlen sich bei Jürgen Block gut aufgehoben und kommen immer wieder.

Neben Rock und Pop reizen ihn Orchesterproduktionen, wie die mit dem Staatsorchester Frankfurt/Oder. Gleichzeitig betreibt er in gewisser Weise Nachwuchsarbeit, wenn junge, noch unbekannte Bands Demobänder bei ihm aufnehmen.

Diesbezüglich bemerkt er: „Für mich ist Berufung“ und ergänzt: „Nicht alles ist mit Geld aufzuwiegen, besonders nicht in der Kunst“.

Von Christiane Sommer

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