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Bad Belzig Kampf in Groß Briesen für Straßensanierung
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Kampf in Groß Briesen für Straßensanierung
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17:43 16.09.2016
Groß Briesen an der Landesstraße. Quelle: Dirk Fröhlich
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Groß Briesen

Seit über 20 Jahren hoffen die Groß Briesener, dass ihre einzige Verbindung zur Außenwelt, die Landesstraße 941, saniert wird. „Die Straße wird höchstens mal geflickt und drei Wochen später sind die Löcher wieder da“, entrüstet sich Reiner Speisecke. Seit 2002 ist der 57-jährige Ortsvorsteher in dem Flämingdorf.

Nicht nur der Weg durch den Wald in Richtung Ragösen ist im katastrophalem Zustand, auch die Ortsdurchfahrt lässt zu wünschen übrig. „Die Betonplatten wackeln, die Schwingungen kann man in den Häusern spüren, es ist laut und gefährlich“, stellt Spiesecke fest. Vor allem, wenn die Autobahn 2 mal wieder dicht ist, wälzen sich lange Autoschlangen und viele Lastwagen durch den Ort. Besonders schlimm war es am 1.Juli 2016 – da reichte der Stau von Ragösen über Klein und Groß Briesen bis nach Wollin. Noch nicht einmal ein gewünschte Verkehrsspiegel an der Ausfahrt vom Kietz auf die Hauptstraße ist Wirklichkeit geworden.

Ortsvorsteher Reiner Spiesecke. Quelle: Andreas Koska

„Es ist ein unhaltbare Zustand, trotz des Einsatzes der Stadt geschieht aber nichts“, ärgert sich der Berufsschullehrer. In den Jahren des Kampfes für den Ausbau hat er sowohl den damaligen Landesbauminister Reinhold Dellmann als auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (beide SPD) darauf aufmerksam gemacht, passiert ist nichts.

Er hofft jetzt immerhin darauf, dass durch die Stadt die Bürgersteige saniert werden und eine neue Straßenbeleuchtung installiert wird. Die Planungen laufen seit zwei Jahren. „Damit würde sich das Dorfbild wesentlich verbessern.“, glaubt Speisecke.

Die Straßensanierung ist nicht der einzige Traum, den er für sein Dorf träumt. „Ein Buslinie in Richtung Ragösen wäre schön“, sagt der Ortschef. Ein Versuch mit dem Rufbus ist gescheitert. In einer einjährigen Probephase wurde er nur dreimal benutzt und ist eingestellt worden.

„Wenn wir für jungen Familien attraktiv sein wollen, brauchen wir eine Anbindung“, ist er überzeugt. Wobei im Dorf kein Haus leer steht. „Es finden sich immer schnell Käufer, allerdings viele nur mit einem Zweitwohnsitz“, hat er festgestellt. Dauerbewohner wäre ihm lieber, allerdings freut es ihn, wenn die Häuser nicht verfallen.

Beim DSL-Ausbau „sind wir wohl vergessen worden“, meint Spiesecke. In Groß Briesen gibt es das schnelle Internet, die Trasse lässt jedoch den kleineren Ableger links liegen. Dennoch meint Spiesecke, dass es sich in der Einsamkeit gut leben lässt. „Es gibt einen guten Zusammenhalt im Dorf, alle bringen sich ein und sind da, wenn man sie braucht“, ist er zufrieden und hofft, dass es so bleibt.

Von Andreas Koska

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