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Bad Belzig „Keimzeit“ hat auf der Burg mächtig eingeheizt
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig „Keimzeit“ hat auf der Burg mächtig eingeheizt
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21:19 29.07.2018
Der Hof der Burg Eisenhardt war bis in die letzte Ecke gefüllt. Quelle: Michaela Weiss
Bad Belzig

 Kaum hatte man sich kurz von der bisher heißesten Woche des Jahres dank der Regenluft erfrischt, heizte „Keimzeit“ den Gästen auf dem Hof der Bad Belziger Burg Eisenhardt wieder ein. Es war ein besonderes Konzert der einst im Fläming beheimateten Band: Zum einen war es das 20. in Bad Belzig und zum anderen sollte es eine Reise in die Vergangenheit sein. In der Songs ihren Ursprung haben, die gerade in der heutigen Zeit wieder aktuelles Gedankengut reflektieren.

„Irre ins Irrenhaus, die Schlauen ins Parlament, selber Schuld daran, wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt...“ – Der Inhalt von „Irrenhaus“ sprach vielen jungen Menschen aus dem Herzen – und so spielte „Keimzeit“ Anfang der 1990er Jahre fast ausschließlich Songs des gleichnamigen Albums.

Auch Publikumslieblinge fehlten nicht

Die Lieder dieses ersten „Keimzeit“-Albums haben jedoch auch heute nicht an Aktualität verloren. Eher im Gegenteil: Der „Hofnarr“ zeigt uns mehr denn je die lange Nase. Solange neue und alte Strömungen wieder zum Angriff auf humanistische Werte blasen und die eigene Kultur in Haft nehmen wollen, sind Songs wie „Irrenhaus“, „Hofnarr“, „Flugzeuge ohne Räder“ und „Mama, sag mir warum“ mehr als klingende Zeitbilder.

„Die Inhalte der Songs von ’Irrenhaus’ sind heute wieder Gedankengut der Gesellschaft. Wir wollten mit unserem Publikum zurückreisen, indem wir das Album in Gänze spielen“, resümierte Frontmann Norbert Leisegang in der Nacht zum Sonntag. Natürlich haben am Samstagabend aber auch Publikumslieblinge wie „Kling Klang“ und die Begegnung in Moskau mit „Nathalie“ nicht gefehlt und die Zugabe abgerundet.

Weitere Konzerte bis Oktober

Keimzeit“ spielt die Tournee „Ins Irrenhaus und zurück“ in der aktuellen Besetzung: Norbert Leisegang (Gesang, Gitarre), Hartmut Leisegang (Bass), Andreas „Spatz“ Sperling (Piano, Orgel, Gesang), Martin Weigel (Gitarre, Gesang), Sebastian Piskorz (Trompete, Gesang) und Lin Dittmann (Schlagzeug).

Das nächste Konzert findet am 11. August auf dem Schlossplatz in Bützow statt.

Weitere Termine: 12. August Zinnowitz, 24. August Finsterwalder Sängerfest, 12. Oktober Potsdamer Lindenpark.

Die Tourdaten und weitere Infos unter: www.keimzeit.de.

Keimzeit“ hat sich verändert, ist reifer geworden – das erkennt selbst Sänger Norbert Leisegang, wenn er seine Stimme mit der vor 30 Jahren vergleicht. Jedoch hat die aktuelle Bandbesetzung auf der Burg Eisenhardt die Songs von damals auch ihrer Zeit entsprechend interpretiert. „Schließlich sind unter den heutigen Bandmitgliedern auch frühere „Keimzeit“-Fans. Zudem ist es uns ein Bedürfnis, die Songs mindestens zu 90 Prozent in ihrem originalen Sound wiederzugeben“, hatte der Frontmann zuvor angekündigt.

Von der damaligen Besetzung der Band sind heute noch Norbert und Hartmut Leisegang dabei. Dabei hat die ursprüngliche Formation den unverkennbaren Sound der einst im Fläming beheimateten Band geprägt. Damals spielten Norbert, Hartmut, Roland und Marion Leisegang aus Lütte noch mit gepflegten Coverversionen bei Familienfeiern und in Kneipen auf.

Keimzeit hat auf der Burg Eisenhardt ihr 20. Konzert in Bad Belzig gespielt und den Zuschauern mächtig eingeheizt. Quelle: Michaela Weiss

Zu jener Zeit nannten sie sich noch „Jogger“, was sich 1982 änderte. Norbert Leisegang wurde zum Frontmann und begann, rockige und bluesige Songs mit deutschen Texten zu schreiben. Was damals noch niemand ahnte war, dass „Keimzeit“ einige Jahre später eine der spannendsten Bands der DDR werden sollte – der mit dem Titelsong ihres ersten Albums "Irrenhaus" ein Wende-Hit gelungen war.

Das Konzert auf dem bis in die letzte Ecke gefüllten Hof der Burg Eisenhardt am Sonnabend war zugleich das 20. der Band in Bad Belzig in nunmehr 36 Bühnenjahren. Fan-Treue haben vor allem jene Zuschauer in den ersten Reihen vor der Bühne bewiesen: Sie haben die Musiker am Bühnenrand mit Getränken versorgt, als würden sie zu Familie gehören.

Von Michaela Weiss

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