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Kino-Bühne wird zum Konzertsaal

Treuenbrietzen Kino-Bühne wird zum Konzertsaal

Ein volles Haus beschert hat das Toni-Gutewort-DancOrchestra kurz vor Jahresschluss den Treuenbrietzener Kammerspielen. Im einstigen Kino brillierte das 14-köpfige Ensemble und sorgte auf offener Bühne für Beifallsstürme.

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Das Streichertrio gehörte in diesem Jahr zu den Neuerungen. 14 Musiker standen insgesamt auf der Bühne.

Quelle: Uwe Klemens

Treuenbritzen. „Trommeln war die erste Form der Kommunikation“, sagt Toni Gutewort. Dass das Gespür für Rhythmus nicht nur einen praktischen Aspekt besitzt, sondern auch unter die Haut gehen kann, bewies der Profischlagzeuger zusammen mit seinen dreizehn Mitstreitern kurz vor dem Jahreswechsel auf der Bühne der Treuenbrietzener Kammerspiele zweimal vor jeweils ausverkauftem Haus. Seit dem Premierenauftritt des 2011 gegründeten „Toni-Gutewort-DanceOrchestra“ vor vier Jahren in Treuenbrietzen, sind dessen Konzerte ein glanzvoller Publikumsgarant und Jahresausklang zugleich.“Eine Zeitreise durch die Musikgeschichte – Von Johann Strauss bis Robbie Williams“ hatten sie ihrer Zuhörern diesmal versprochen. Der auf afrikanischen Trommeln zelebrierte Ausreißer in die Frühgeschichte war dabei der Auftakt.

Schon ab dem Sommer wird am Jahresend-Programm gefeilt

„Der logistische Aufwand für ein solches Konzert ist enorm“, sagt Ensemble-Gründer und Spiritus Rector Gutewort. Denn die Mitstreiter des während der gemeinsamen Studienzeit in Cottbuser mii Kommilitonen gegründeten Ensembles sind mittlerweile in alle Himmelsrichtungen verweht und entweder in großen oder kleineren Orchestern verpflichtet oder freiberuflich unterwegs. „Spätestens im Sommer werden die Absprachen getroffen, damit sich jeder auf die Termine einstellen kann und ich mit dem Arrangieren der ausgewählten Stücke beginnen kann“, sagt Gutewort, den es hauptberuflich ins Brandenburgische Landespolizeiorchester verschlagen hat.

Die meisten Auftritte des Orchesters liegen am Jahresende. Das Gastspiel in Treuenbrietzen, wo Guteworts Großvater Alfred Argow und Vater Dirk Gutewort als Urgesteine der Tanzmusik gelten und für den 28-jährigen Schlagzeuger so etwas wie die musikalische Wiege ist, ist nur eines von vielen.

Spielfreude gehört zu den Markenzeichen des Ensembles

Die Spielfreude, mit dem sich das Dancorchestra einst fand, ist noch immer sein Markenzeichen. Gepaart mit der soliden Ausbildung, der Routine des Berufsalltags und ihrem jugendlichen Charme erwecken Sänger und Instrumentalisten unsterbliche Songs und sogar angestaubte Schlager zu neuem Leben.

Hör- und sichtbarste Neuerung beim Auftritt in diesem Jahr ist das Streichertrio, dass dem überwiegend rockig-jazzig-poppigem Grundton seidenweich schmeichelnd Paroli bietet.

Gelegenheit, sich als Virtuose zu zeigen, gibt es für jeden Musiker, den meisten Zwischenapplaus heimst Trompeter Maximilian Fleischhack ein, dessen herzzerreißende Soli nicht nur ihn selbst, sondern auch das Publikum ganz aus der Puste bringen.

Zuhörer voller Begeisterung

„Es war ein ganz toller Querschnitt wunderbarster Tanzmusik der letzten 50 Jahre“ schwärmen nach gut zweistündigem Konzert die Treuenbrietzerer Isolde und Andreas Lütge, die das Orchester bereits beim Turnerball für sich entdeckt hatten. „Es ist die Musik, mit der wir groß geworden sind – es war ein ganz toller Abend“, so die 65-Jährige.

Statt zwischen den Jahren wird der nächste Auftritt des Ensembles ein Weihnachtskonzert werden. Der ausverkaufte Saal ist ihm schon jetzt so gut wie sicher.

Von Uwe Klemens

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