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Knappe Mehrheit gegen Hans Grade

Abstimmung zum Namenszusatz für Borkheide Knappe Mehrheit gegen Hans Grade

Ein klares Ergebnis sieht anders aus. Die Bürgerschaft Borkheides bleibt in der Frage gespalten, ob ihre Gemeinde den Namenszusatz „Hans Grade“ tragen soll. Es stimmten 51 Prozent gegen den Zusatz und 49 Prozent dafür. Jedoch sind noch nicht alle Stimmen berücksichtigt.

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Im Hotel „Fliegerheim“ in Borkheide halten Michaela Marten und Tom Rüde-Mösenthin das Andenken an Hans Grade hoch.

Quelle: Johanna Uminski

Borkheide. Die Borkheider Gemeindevertreter sind nicht zu beneiden. Von ihren Bürgern hatten sie sich ein klare Hilfestellung in der seit Monaten diskutierten Frage erhofft, ob die Gemeinde den Namenzusatz „Hans Grade“ tragen soll. Fehlanzeige. Denn auch die eigens im Zuge der Landratswahl durchgeführte offizielle Umfrage unter den Bürgern veränderte die Patt-Situation nicht.

1446 Borkheider waren aufgerufen, ihre Meinung kund zu tun. 722 taten das auch, was gut 50 Prozent der Abstimmungsberechtigten entspricht. Sie sind in dieser Frage gespalten. 357 (49 Prozent) wünschen sich die Zusatzbezeichnung für den Ortsnamen. 365 (51 Prozent) indes sind dagegen. „Ein eindeutiges Ergebnis sieht anders aus“, sagt Marion Jahn, Wahlleiterin im Amt Brück. „Der Gemeindevertretung bekam damit keine wirkliche Entscheidungshilfe.“

„Kein Kommentar“, hieß es zunächst von Bürgermeister Andreas Kreibich (SPD). Er wartet das offizielle Endergebnis ab. Denn da bei dieser Umfrage keine Briefwahl möglich war, durften die Borkheider in der Bürgermeistersprechstunde eine Woche zuvor und im Amt vorab votieren. Diese Stimmen seien noch nicht ausgewertet. Dadurch könnte es noch zu einer Verschiebung kommen. „Zwei Bürger haben in der Sprechstunde ihr Votum abgegeben, auch die sind noch nicht eingearbeitet“, berichtet der Bürgermeister.

Die Initiatorin des Antrags auf den Namenszusatz, Edda Haage (SPD), sieht das Ergebnis gelassen. „So ist Demokratie“, sagt sie. Trotz allem würde sie sich mehr Engagement bei der Erinnerungskultur für Hans Grade, den ersten deutschen Motorflieger wünschen. „Man müsste was tun, ist ein häufig gesagter Satz, getan wird dann aber nichts“, sagt Haage. Sie glaubt auch, „dass viele Zugezogene sich noch nicht ausreichend mit der Ortsgeschichte beschäftigt haben“, so dass es zu keiner Identifikation mit dem Ort und der Figur Grades gekommen sei.

Die Auseinandersetzung um den Namenszusatz begann vor etwa einem Jahr. Die Gemeindevertreter Edda Haage und John Peter Dostal (SPD) haben den Antrag eingebracht. Nicht alle Abgeordneten konnten dem Ansinnen folgen und wollten die Meinung der Bürger dazu einholen. In einer Einwohnerversammlung am 11. Januar wurde beschlossen, dass eine Bürgerbefragung über den Ortsnamen „Hans-Grade-Gemeinde Borkheide“ durchgeführt werden soll. Bei der Abstimmung handelte es sich um keinen verbindlichen Bürgerentscheid, sondern um eine Meinungsfindung ohne bindenden Charakter. Die endgültige Entscheidung wird voraussichtlich am 1. Dezember in der Gemeindevertretung fallen.

Von Andreas Koska

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