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Bad Belzig Verwaltung präsentiert Bürgernähe
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Verwaltung präsentiert Bürgernähe
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21:30 01.07.2018
Viel los beim Tg der offenen Tür: Kerstin Kümpel (links) und Annette Schulze vom Landratsbüro bringen erfrischende Stärkung zu den Kollegen Quelle: René Gaffron
Bad Belzig

Klaus und Karola Benke sind keine notorischen Schnellfahrer. Eine Ausnahme bisher bestätigt diese Regel. Also zeigt sich das Rentnerpaar aus Bad Belzig interessiert an der Technik, die von der Verkehrsüberwachung bei Geschwindigkeitsmessungen auf den Straßen zwischen Havel und Fläming eingesetzt und hier einmal erklärt werden. So nah und entspannt treffen Kontrolleure und Zielgruppe eher selten zusammen.

Anlässlich seines 25. Geburtstags hat sich der Landkreis Potsdam-Mittelmark mal von einer anderen Seite gezeigt – weniger bürokratisch. Interessierte konnten zum Beispiel einen Blick ins Archiv werfen.

Anlass war der Tag der offenen Tür im Landratsamt Bad Belzig. „Ich konnte etwas schneller herfahren, weil ich wusste, dass unsere Flitzer-Blitzer hier schon auf dem Hof aufgestellt werden“, kokettierte prompt Vizelandrat Christian Stein (CDU) bei der Eröffnung der Veranstaltung am Verwaltungskomplex im Papendorfer Weg. Hunderte Besucher folgten der Einladung, um einen Blick in die Amtsstuben zu werfen. Parallel hatte das Feuerwehrtechnische Zentrum in Beelitz-Heilstätten die Pforten geöffnet, um den Brand- und Katastrophenschutz zu repräsentieren.

1000 Mitarbeiter in der Verwaltung

Anlass ist das 25-jährige Bestehen des Kreises Potsdam-Mittelmark. Am 5. Dezember 1993 war er aus den Kreisen Belzig, Brandenburg- und Potsdam-Land hervorgegangen. „Diese Silberhochzeit zu dritt ist ein guter Grund zu feiern“, erklärte Christian Stein. Denn nicht nur einer der größten, einwohnerreichsten und schönsten Landkreise sei entstanden, sondern auch einer mit soliden Finanzen und geringer Arbeitslosenquote. Daran haben nicht zuletzt über 1000 Mitarbeiter in der Verwaltung ihren Anteil, die am Sonnabend ins Rampenlicht gerückt worden ist.

Die Dokumente aus der noch länger zurückliegenden Historie konnten Interessierte im Keller entdecken. Sie strömten zahlreich. Sonst sind es 20 Bürger etwa wöchentlich, die bei Kathrin Kuckert im Archiv ein Anliegen vortragen. Es ist nicht nur ein Domizil für die Chronisten, sondern auch Erbenforschung und Studium der Bauakten (bis 1990) sind dort möglich.

Würdigung von elf Ehrenamtlichen

Von den 56 Abgeordneten des Kreistages Potsdam-Mittelmark war beim Tag der offenen Tür lediglich Astrit Rabinowitsch (die Linke) aus Wiesenburg vor Ort. Auch nahm bestenfalls ein Drittel der Parlamentarier abends am Sommerempfang von Landrat Wolfgang Blasig (SPD) teil.

Zu den Gästen der Veranstaltung am Sitz in der Niemöllerstraße, die den früher üblichen Neujahrsempfang ablöst, gehörte eine Delegation aus dem polnischen Partnerkreis Nowy Tomysl sowie hiesige Bürgermeister, Amtsdirektoren und Unternehmer- insgesamt etwa 100 Teilnehmer.

Tradition bleibt die Auszeichnung von Ehrenamtlichen. Gewürdigt wurden: Barabara Noack, Selbsthilfegruppe Blinde und Sehbehinderte in Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf; Rene Schmidt, Sondereinstzgruppe Verpflegung des Katastrophenschutzes in Bad Belzig; Martina Linde von der Belziger Tafel; Reinhard Liese aus Treuenbrietzen für den Einsatz im Naturpark Nuthe-Nieplitz; Wolfgang Weber für die Betreuung des Michendorfer Heimatmuseums „Alte Mühle“; Hannelore Herma aus Teltow als Lernpatin; Wiebke Franck für die Albert-Einstein-Forschung und -Vermarktung in Caputh; Waltraud Bader aus Werder (Havel) als ehrenamtliche Mitarbeiterin beim Sozialwerk Potsdam e.V.; Dietmar Bunzel als treue Seele der Kirchengemeinde . St. Marien Hoher Fläming Bad Belzig; Jürgen Hodek vom Kreissportbund Potsdam-Mittelmark und Ellen Wisniewski, Ortsvorsteherin aus Zauchwitz.

 

Was aktuell im übrigen mit immer weniger Papierakten geleistet wird, ist an zahlreichen Informationsständen dargestellt worden. Kreiseigene Schulen und Dienstleister sowie die polnischen Partner aus Nowy Tomysl nutzten die Gelegenheit ebenso, sich in Szene zu setzen wie Regiobus- und Abfallwirtschaftsgesellschaft. Sie beeindruckten allein schon mit ihrer Technik – vom Modellelektrobus bis zum großen Sammelfahrzeug. Dazu sorgten die jungen Talente der Musikschule „Engelbert Humperdinck“ für ein Unterhaltungsprogramm.

Seit Monaten liefen die Vorbereitungen

Ein achtköpfiges Steuerungsteam um Kerstin Kümpel, Chefin des Landratsbüros, hatte in den vergangenen Wochen und Monaten an der Vorbereitung des Ereignisses gearbeitet. Wahlweise Broschüren, aber auch manches Souvenir mit dem blau-weißen PM-Logo gehörte zu gefragten Mitbringseln.

Kein Problem für Gabriele Wawrzyn-Miethke vom zahnärztlichen Dienst. „Die Leute haben sich trotz des Trubels sehr interessiert an der Sache gezeigt“, berichtete sie. „Jung und alt gleichermaßen“, wie sie erfreut festgestellt hat.

Von René Gaffron

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