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Bad Belzig Lavendel erinnert an Treffen dieses Sommers
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Lavendel erinnert an Treffen dieses Sommers
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15:29 04.07.2016
Buntes aus Recyclingmaterial ist entstanden. Quelle: eva loth
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Reetz

Drei Tage lang wuselten 70 Kinder mit Lehrern und Erziehern auf dem Sensthof herum. Hinzu kam ein Gewirr aus zehn Sprachen. Denn Schulen aus eben so vielen Ländern hatten sich über zwei Jahre am Erasmus-Projekt Mit dem Titel „Back To Our Future“ (zurück zu unserer Zukunft) beteiligt, bei dem es vor allem um ökologische Nachhaltigkeit ging und das in dieser Woche am Sitz des Vereins für ökologischen Landbau und Landschaftspflege (Oe-La–La) im Hohen Fläming ins Ziel gebracht wurde.

Die Ergebnisse der Arbeit wurden bei einer kleinen Leistungsschau in der Wiesenburger Grundschule „Am Schlosspark“ präsentiert. Günter Baaske (SPD), Bildungsminister im Land Brandenburg, war dort aufmerksamer Beobachter. Die Kinder hatten sich längst gut kennengelernt und erklärten nun den jeweils anderen ihre Arbeiten erklärt. Es wurde unter anderem nachhaltig gebastelt und produziert, oft aus Recyclingmaterial wie Tetrapaks, Plastik und Gummi. Der Nachwuchs konnte es kaum erwarten, all die Werke zu zeigen.

Abschluss auf Sensthof Europäisches Schulprojekt auf Sensthof Reetz Quelle: Eva Loth

Vorab präsentierten aber die Jungen und Mädchen aus Weißrussland in perfektem Deutsch und obendrein in Versen die Geschichte, wie die Kartoffel dorthin kam. Die Erzählung ist Bestandteil einer Fabelsammlung, welche in den zwei Jahren des Miteinanders der Schulen entstanden ist. Das Buch hat eine Besonderheit: Es wurde auf Steinpapier gedruckt, welches wasserabweisend ist. In Japan wird es bereits zum Druck von Schulbüchern und -heften verwendet.

Ulla Ondraschek hatte den Ort für dieses Treffen ausgewählt. Die Lehrerin von der Schule im Beerwinkel Berlin Spandau war schon des öfteren in Reetz zu Besuch. Für sie war es obendrein ein kleines Jubiläum.

Minister Günter Baaske (SPD; Mitte) staunt. Quelle: Eva Loth

Zum 10. Mal beteiligte sie sich an dem Austausch. Begonnen hat alles bei Begegnungen in Schottland. Dann wurde ihr das Comenius-Programm, so heiß die Erasmus-Initiaive früher, ans Herz gelegt. Die Kinder brauchte sie ohnehin nicht zu überzeugen, die ahnten schon, dass es anders sein würde als „normaler“ Unterricht.

Außerdem waren natürlich die Reisen immer sehr attraktiv. Sieben Workshops fanden unter anderem in nach Polen, Österreich, Rumänien, Italien und Spanien statt. So reibungslos wie in Deutschland laufen solche Projekte in anderen Ländern allerdings nicht immer. Zoe Moniou aus Kallithea in Griechenland erzählt, dass sie jedes Mal erst beweisen muss, dass sie auch genug arbeitet, um so ein Projekt genehmigt zu bekommen.

Die Kinder pflanzten Lavendel in den märkischen Boden Quelle: Eva Loth

Die Vielfalt der Sprachen stellte indes nie – auch nicht in Reetz – ein Hindernis dar. Die türkischen Kinder, so war zu bemerken, konnten sehr wenig englisch. Aber alle mühten sich nötigenfalls mit Händen und Füßen um Verständigung. Vor Ort wurde noch einmal ein kleiner Workshop unter dem Thema „Wie kommt der Apfel an den Baum?“ abgehalten. So lernten die Kinder den Kreislauf der Natur kennen vom Keimling bis zum reifen Obst.

Zum Abschluss wurde es dann praktisch. Es ging zu einer großen Pflanzaktion. Auf dem Areal des gastgebenden Verein wurde Lavendel in den Boden gebracht. Insgesamt 700 Pflanzen - für jedes Kind 10. Diese verströmen hoffentlich im nächsten Sommer einen angenehmen Duft und erinnern an die internationale Begegnung.

Von Eva Loth

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