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Bad Belzig Mehr Regeln zum Altstadtsommer in Bad Belzig
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Mehr Regeln zum Altstadtsommer in Bad Belzig
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15:17 22.08.2016
Christian Kirchner Quelle: René Gaffron
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Bad Belzig

Die Sicherheitsvorkehrungen für den Altstadtsommer am Wochenende werden intensiviert. Das hat Christian Kirchner angekündigt. Der Vorsitzende des Festvereins erklärt die Beweggründe.

Was hat dazu geführt, das Sicherheitskonzept nochmals unter die Lupe zu nehmen?

Christian Kirchner: Dieser Problematik wird schon seit jeher ein großes Augenmerk gewidmet. Bereits nach der Love-Parade-Katastrophe in Duisburg 2010 waren die Anforderungen an Veranstalter erhöht worden. Nunmehr hat sich die Gefahrenlage in der Welt und in Deutschland noch einmal verändert und hiesige Erfahrungen aus den Vorjahren wurden außerdem ausgewertet.

Unter anderem wurden 2015 Rangeleien gegen Ausländer angezettelt.

Kirchner: Sie konnten sehr schnell unterbunden werden. Nicht zuletzt weil die Bürger besonnen, aber eindeutig Position bezogen haben. Sie wollen sich nämlich ihr Fest nicht kaputt machen lassen.

Wer hat die Regeln für dieses Jahr festgelegt?

Kirchner: Der Veranstalter wird von der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark verpflichtet, jedes Jahr ein Sicherheitskonzept zu erarbeiten. Es wird in mehreren Runden mit städtischem Ordnungsamt, Polizeiinspektion Brandenburg, freiwilliger Feuerwehr, Rettungsdienst vom DRK und dem privaten Dienstleister abgestimmt. In diesem Jahr mit der Konsequenz, wegen der aktuellen Geschehnisse, zum Beispiel die Attacke in Ansbach, den Aufwand zu erhöhen.

Was heißt das?

Kirchner: Es wird zwar weiter kein Eintritt kassiert, aber am Einlass intensiver denn je kontrolliert. Niemand sollte Messer oder gar Waffen bei sich führen; aber auch Regenschirme mit Metallspitze, Scheren und Nagelfeilen oder Dosen aller Art sollten möglichst nicht mitgeführt werden. Die Empfehlung lautet, wirklich nur das mitzunehmen, was wirklich für den Festbesuch nötig ist. Nötigenfalls müssen die Besucher zurückgeschickt werden – eine Deponierung von Rucksäcken am Eingang ist jedenfalls nicht vorgesehen. Auf dem Festgelände wird darauf geachtet, dass ausschließlich in Bechern ausgeschenkt wird. Gläser und Flaschen sind verboten

Dafür braucht es gewiss mehr Personal?

Kirchner: Das ist logisch. Der Sicherheitsdienst wird beispielsweise auch Frauen speziell für den Einlassdienst engagieren. Die Polizei will mit deutlich mehr Beamten sowohl in Uniform und zivil dabei sein. Alle selbstverständlich mit dem Ziel, präventiv und deeskalierend wirken zu können.

Ist an die Information der Asylsuchenden gedacht, die das Fest besuchen werden?

Kirchner: Ja, es gibt mehrsprachige Informationstafeln und Piktogramme an den Eingängen. Außerdem sind zwei Dolmetscher engagiert, die arabisch, persisch und englisch sprechen.

Das alles treibt die Kosten in die Höhe. Sie haben ohnehin erklärt, dass Sicherheit ein enormer Posten im Budget darstellt. Muss deshalb der Rotstift am Programm angesetzt werden?

Kirchner: Innerhalb des mittleren fünfstelligen Etats hat sich der Kostenanteil für diesen Sektor von fünf auf acht Prozent erhöht. Damit gibt es in der Tat für die Organisatoren finanziell kaum noch einen Spielraum. Aber an der Sicherheit soll auf jeden Fall nicht gespart werden, damit ein für alle unbeschwertes Fest gefeiert werden kann.


Von René Gaffron

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