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Bad Belzig Mehr Teilnehmer an der Jugendfeier
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09:11 14.05.2018
Zeremoniell des Humanistischen Regionalverbandes in der Albert-Baur-Halle Bad Belzig: Günter Baaske gratuliert Jessica Kitzrow. Quelle: Dirk Fröhlich
Bad Belzig

Festliche Kleidung, gestylte Frisuren, hier und da sogar Mut zum Hut – so präsentierten sich die Jungen und Mädchen aus Bad Belzig und Umgebung am Wochenende für den Moment, der im Gegensatz zu den meisten anderen Feierlichkeiten im Leben einmalig bleibt. 110 Achtklässler wurden am Sonnabend in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen. Seit längerem wieder einmal in zwei Durchgängen hat der Humanistische Regionalverband Brandenburg/Belzig in der Albert-Baur-Halle das Zeremoniell über die Bühne gebracht.

Vermittlung von Werten ist gefragt

„Zum einen gibt es allgemein erfreulicher Weise mehr Nachwuchs, zum anderen ist den Familien heutzutage die Vermittlung von Werten ein Bedürfnis“, sagt Axel Krause. „Das können wir ganz gut“ Der Regionalleiter ist stolz darauf, die Tradition der Jugendweihen nach 1990 fortsetzen zu können. Der politische Inhalt hat sich geändert, aber die Ermunterung zur Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft ist wichtiger als je zuvor. Im Vorbereitungsprogramm, das seiner Aussage nach bei den Heranwachsenden guten Zuspruch findet, schlägt sich das nieder.

Sehr gut zu erkennen: die Hauptpersonen bei der Jugendfeier in Bad Belzig Quelle: Dirk Fröhlich

Die Botschaft hat obendrein Günter Baaske (SPD) als bewährter Festredner bekräftigt. Der Wahlkreisabgeordnete im Landtag Brandenburg nutzt die Gelegenheit diesmal sogar den Frieden zu thematisieren und zu Toleranz zu mahnen. Vor allem aber mit Anekdoten, Zitaten und Wortwitz den Jugendlichen ein paar Tipps für den nahenden Ernst des Lebens zu geben. „Die Chancen sind besser als etwa vor zehn Jahren“, sagte der Politiker. „Aber Ihr müsst die Möglichkeiten für Ausbildung, Studium und Beruf nutzen. Für die Zukunft braucht es Fachkräfte und niemanden, der sich nur durchwurschtelt.“

Erfahrungen vom 60-jährigen Familienvater

Dass die Jugend gar nicht viel schlimmer ist, wie die ältere Generation meist vermutet, ist die Erkenntnis des vierfachen Familienvaters. Mithin gab der 60-Jährige den Rat, dass mitunter auf die Weisheit des Alters bauen dürfen. Mindestens aber das Vertrauen zu den Eltern bewahren. Gerade mit Verweis auf die virtuelle Welt. „Überlegt einfach, wer und wo die wahren Freunde sind, mit denen Sorgen geteilt werden können und die Rat in heiklen Fragen geben können!“

Die Jugendfeier wurde sodann zum Familienfest. Live-Gesang von Robby Schulze, Lucas Weißbach und Tobias Borchers als Comedy-Duo sowie der Showtanz der Formation „Les Coopains de Danse“ sorgten für den unterhaltsamen Rahmen des Familienfestes. Nicht zuletzt dank Musik aus den 60er, erfolgreich aufgemöbelt im „Dirty Dancing“-Film der 80er, und bis heute offenbar tragfähig.

Von René Gaffron

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