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Bad Belzig Mellow Mind gewinnt Bandcoaching
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18:41 08.12.2016
Die Bad Belziger Band Mellow Mind gab bei ihrem Auftritt im Glad-House in Cottbus alles. Quelle: Foto: privat
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Bad Belzig

Es hat für die Bad Belziger Band Mellow Mind zwar nicht für einen der vorderen Plätze beim Finale des Bandwettbewerbs Local Heroes in Cottbus gereicht, dennoch mussten die fünf Musiker am vergangenen Freitag nicht mit leeren Händen die Heimreise antreten. Die Gruppe gewann überraschend ein Bandcoaching mit dem Tonmanager und Jurymitglied Dirk Ballarin. Dieser wird die Band um Cliff Buschhart, dessen Schwester Helen, Saskia Weigert, Thomas Lintow und Jonas Siemoneit in Bad Belzig besuchen und ihnen einige Tipps geben, wie sie Kleinigkeiten verbessern können.

„Wir wissen noch nicht genau wie es ablaufen wird“, sagte Gitarrist Cliff Buschhart. Er gehe davon aus, dass sich ihr Coach einige Songs bei den Bandproben anhören wird und anschließend Verbesserungsvorschläge gibt. Noch vor Weihnachten soll das passieren. Ob es bei einem Treffen bleibt oder Dirk Ballarin die Band mehrmals besuchen wird, wissen die Musiker noch nicht. Profitieren werden sie davon aber auf jeden Fall. Denn bereits nach der Vorrunde im Bad Belziger Pogo erhielten die Musiker Tipps, die sie anschließend versuchten im Finale umzusetzen.

Mellow Mind hatte Unterstützung aus der Heimat

Mit rund 15 heimischen Fans und einem eigens dafür gemieteten Bus, reisten Mellow Mind am vergangenen Freitagnachmittag ins „Glad-House“ nach Cottbus. Neben ihnen noch fünf weitere Bands, die es in den Brandenburger Finalausscheid geschafft haben. Die Aufregung unter den Nachwuchsbands war groß, denn wer den Landesausscheid für sich entschied, gewann die Teilnahme am Bundesfinale im kommenden Jahr.

Das Los entschied, dass Mellow Mind als vorletzte Gruppe auf die Bühne vor den rund 100 Zuschauern treten durften. So hatten die Musiker Zeit sich mehr oder weniger in Ruhe die Auftritte der anderen Bands anzuschauen. Die Aufregung minderte dies jedoch nicht. Denn was die fünf Musiker sahen, beeindruckte. „Das Niveau war in diesem Jahr unglaublich hoch, die anderen Bands waren alle top“, sagte Cliff Buschhart. Die Professionalität der Konkurrenz rief bei den Bad Belzigern ein wenig Ehrfurcht hervor.

25 Minuten dauerte der Auftritt der fünf Musiker

Kurz vor ihrem Auftritt stieg die Aufregung noch einmal deutlich an. Nach einer kurzen Umbauphase, die die Musiker schon vor ihrem Auftritt ins Schwitzen brachte, war es dann endlich so weit. Mellow Mind wurden angekündigt und durften in den nächsten 25 Minuten alles geben, um das Publikum und die Jury von ihrem musikalischen Können zu überzeugen. „In einer Halle zu spielen, in der schon die Beatsticks und andere bekannte Musiker aufgetreten sind, war ein ganz besonderes Gefühl“, sagte Cliff Buschhart. Das werden die fünf so schnell nicht vergessen.

Der Wettbewerb

Den Bandwettbewerb Local Heroes gibt es seit 25 Jahren. Zuletzt nahmen rund 1400 Bands und Künstler aus ganz Deutschland teil. Die einzelnen Landessieger treten am Ende im Bundesfinale gegeneinander an.

Neben Mellow Mind standen in diesem Jahr noch Kesh, Meine, Audioflat und Metron auf der Bühne des Glad-House. Die Gruppe „Do I mell Cupcacke“ konnte an diesem Abend am meisten überzeugen. Sie werden Brandenburg beim Bundesfinale vertreten.

Der Wettbewerb findet in mehreren europäischen Ländern statt. Hierzulande wird er vom Brandenburgischen Rockmusikverband veranstaltet.

Über den Sieger des Abends entschieden Jury und Publikum zu gleichen Teilen. Und die Jury war prominent besetzt. Neben Frank Schmidt vom Brandenburgischen Rockmusikverband, saßen der Profi-Schlagzeuger Max Punstein, Musikmanager Dirk Ballarin, sowie die Silly-Mitglieder Mathis Richter-Reichhelm und Jäcki Reznicek in der Jury. Sie bewerteten technisch-musiklaisches Können, Arrangements, Bühnenshow und die Wirkung auf das Publikum.

Der Preis war eine große Überraschung

Da zuvor nicht bekannt war, dass es neben den ersten beiden Plätzen noch weitere Preise geben wird, war die Überraschung bei den Musikern von Mellow Mind umso größer.

Unabhängig von ihrem Gewinn, war die Teilnahme am Wettbewerb für die Band eine spannende Erfahrung. Künftig möchten die Musiker weiter an ihrem Repertoire arbeiten. „Wir möchten unser jetziges zweistündiges Set gerne verdoppeln, um selbst auch abendfüllende Programme spielen zu können“, so Buschhart.

Von Danilo Hafer

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