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Bad Belzig Mittelmark führt Mindestleerungen ein
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Mittelmark führt Mindestleerungen ein
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18:27 28.09.2016
Immer mehr verbreitet: die braune Tonne für Bioabfälle, die hier von Reno Müntzel geleert wird. 2017 soll es kleinere Gefäße geben. Quelle: Thomas Wachs
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Bad Belzig

Die Tage der 40-Liter-Restmülltonnen sind wohl gezählt. Sie sollen im Lauf des nächsten Jahres im Kreis ausgetauscht werden und werden ab Januar 2018 nicht mehr entleert. Für die Haushalte und Unternehmen gilt in Zukunft die Ausstattung mit einem Mindestmaß von 60 Litern. Das geht aus dem Abfallwirtschaftskonzept und dem Entwurf der Entsorgungssatzung hervor. Beide sollen am Donnerstag vom Kreistag verabschiedet werden. Drei Prozent der insgesamt rund 75 000 Sammelgefäße im Kreis zwischen Werder/Havel, Wusterwitz und Wiesenburg müssen gewechselt werden.

„Fast nirgendwo in Deutschland sind diese kleinen Behälter mehr üblich“, sagt Thomas Wendenburg, Geschäftsführer der kreiseigenen Entsorgungsgesellschaft (APM) mit Sitz in Niemegk. „Sie haben sich am Straßenrand als nicht standsicher erwiesen.“ Außerdem könne dann auf die spezielle Vorrichtung an den Fahrzeugen verzichtet werden.

Rechtssicherheit der Regelung gilt es zu prüfen

Nicht die einzige Neuerung, die sich abzeichnet. So wird in Zukunft eine Art von Anschlusszwang durchgesetzt. Während die Gefäße im Durchschnitt neunmal geleert werden, gibt es einige, die noch nie erfasst wurden. Nun werden Mindestleerungen vorgeschrieben. Die Linke mahnte jetzt, die Rechtssicherheit der Regelung zu prüfen, was wohl geschehen ist.

Die Formel lautet: Personenzahl mal 120 Liter Müll pro Jahr, geteilt durch die Behältergröße. Für den Single-Haushalt mit der neuen 60-Liter-Tonne genügen zwei Leerungen pro Halbjahr. Für Gewerbetreibende wird nach so genannten Einwohnergleichwerten abgerechnet.

Weniger Müll in öffentlichen Papierkörbe

So hoffen Politik und Verwaltung einen Beitrag zu leisten, dass weniger Müll gezielt in die öffentlichen Papierkörbe gesteckt wird. In vielen Städten und Gemeinden ist dies ein echtes Problem geworden, wie es heißt. Ganz zu schweigen von wilden Müllkippen. Sie sind laut Statistik zwar zwischen 2010 und 2014 von 908 auf 768 Meldungen zurückgegangen. „Aber die Mengen sind kontinuierlich hoch“, wie es in der Einschätzung der Fachbehörde des mittelmärkischen Landratsamtes heißt.

Ein Mehraufwand bei der regulären Entsorgung scheint nicht absehbar. Denn die Müllabfuhr hat für ihre 14-tägigen Touren fixe Ausgaben und diese werden bestenfalls durch mehr Inanspruchnahme der Dienstleistung besser geteilt. Deshalb hat es in Fraktionen und Fachausschüssen bislang keine Kontroversen gegeben.

Beschluss ist für Jahresende vorgesehen

Gleichwohl gilt es Lohn, Ausstattung und endgültige Entsorgungen zu kalkulieren, so dass weder Verwaltung noch APM-GmbH schon Aussagen zur Gebührenentwicklung machen wollten. Deren Beschluss ist für das Jahresende vorgesehen.

„Ein abfallwirtschaftliches Ziel ist es auch, den Anteil getrennt gesammelter Bioabfälle deutlich zu erhöhen“, sagt Umweltamtsmitarbeiterin Ina Müller. Daher werde es 2017 auch eine 60-Liter-Biotonne geben. Viele Bürger hätten gesagt, dass sie aus praktischen und hygienischen Gründen nicht die bisher offerierte doppelt so große Einheit nutzen wollten. In jedem Fall erfolgt die Ausstattung mit der braunen Tonne bei wachsendem Zuspruch auf Freiwilligenbasis.

Von René Gaffron

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