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Mobile Brustkrebsvorsorge in Bad Belzig

Gesundheitswesen Mobile Brustkrebsvorsorge in Bad Belzig

Wohl zu wenige Frauen nehmen den Weg in die Praxen nach Beelitz, Potsdam oder Brandenburg/Havel zur Brustkrebs-Früherkennung auf sich. Deshalb gibt es nun für zwei Wochen ein in Regie des Ernst-von-Bergmann-Klinikum organisiertes mobiles Angebot in Bad Belzig und danach in Ziesar

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Maxi Michaelis, Medizinisch-technische Radiologieassistentin untersucht Frauen im Mammobil.

Quelle: Christin Schmidt

Bad Belzig. Von Montag an macht das „Mammobil“ Station in der Kur- und Kreisstadt. Zwei Wochen lang haben Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren die Gelegenheit, sich untersuchen zu lassen. Brustkrebs, die am häufigsten diagnostizierte Krebskrankheit bei Frauen, soll möglichst frühzeitig erkannt werden, selbst wenn noch keine Anzeichen für die Erkrankung vorliegen, heißt es in der Ankündigung des Ernst-von-Bergmann-Klinikums.

„In Rathenow wurde die Offerte in den vergangenen zwei Wochen sehr gut angenommen“, erklärt Damaris Hunsmann, Sprecherin der Klinikgesellschaft. Deren Potsdamer Poliklinik hat im vergangenen Jahr das Mammographie-Screening für den Bereich Brandenburg West von der Medizinerin Patricia Hirsch übernommen.

97 Prozent der Befunde unauffällig

Jedes Jahr erkranken bundesweit 70 000 Frauen an Brustkrebs. Um die Früherkennung zu verbessern, hat der Deutsche Bundestag 2002 einstimmig beschlossen, in Deutschland ein qualitätsgesichertes Mammographie-Screening-Programm einzuführen.

Dadurch soll Brustkrebs möglichst frühzeitig bei Frauen entdeckt werden, bei denen noch keine Anzeichen für diese Erkrankung vorliegen. Zur Organisation, Koordination und Überwachung der Durchführung der Maßnahmen im Rahmen des Mammographie-Screening-Programms haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen eine gemeinsame Einrichtung, die „Kooperationsgemeinschaft Mammographie in der vertragsärztlichen Versorgung“ gebildet.

Allein 2013 wurden rund 2,9 Millionen Frauen untersucht. Davon nahmen 79 Prozent zum wiederholten Mal teil. Die Teilnahmerate insgesamt lag bei 57 Prozent.

970 von 1000 untersuchten Frauen erhalten einen unauffälligen Befund. Bei zwölf von 1000 Frauen wird eine minimal-invasive Gewebeentnahme durchgeführt.

Bisher mussten die Frauen für eine Mammographie zur Vorsorge bis Potsdam, Brandenburg an der Havel oder Beelitz fahren – für viele Frauen aus dem Hohen Fläming ein weiter Weg. Wohl auch deshalb nahmen einige das alle zwei Jahre bestehende Angebot der kostenlosen Untersuchung bisher nicht an.

Das soll sich mit der mobilen Mini-Praxis, die jetzt zehn Tage lang auf dem Turnplatz ihr Quartier beziehen soll, ändern. Nicht nur Frauen, die eine Einladung von der Bundeszentrale erhalten haben, können sich dort einfinden. Das Angebot gilt für alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, die noch nie oder zuletzt vor zwei Jahren beim sogenannten Screening waren.

Das Untersuchungsmobil kommt nach Bad Belzig

Das Untersuchungsmobil kommt nach Bad Belzig.

Quelle: Christin Schmidt

„Die mobilen Dienstleistungen gehören zu den Einheiten der seit etwa sieben Jahren gesetzlich geregelten Brustkrebsvorsorge. Das Land Brandenburg wurde dafür in vier Regionen aufgeteilt“, bestätigt Peter Ledwon. Der in Bad Belzig lebende Gynäkologe war vor mehr als zehn Jahren am Aufbau des Brustzentrums „Regine Hildebrandt“ beteiligt. In der Einrichtung haben die Kliniken Potsdam, Nauen und Belzig kooperiert Zuletzt hatte es jedoch im Hohen Fläming keine Vor-Ort-Präsenz mehr gegeben. Nun ist im Anschluss sogar ein Stopp am Breiten Weg in Ziesar vorgesehen.

„Wer sich für die Untersuchung im „Mammobil“ entscheidet, wird genauso gut versorgt, wie in einer der Praxen, nur eben auf engerem Raum“, versichert Damaris Hunsmann. Der Lastzug verfügt über eine kleine Anmeldung, zwei Umkleiden und den Untersuchungsraum mit moderner Technik. Zwei Mitarbeiterinnen sorgen für einen reibungslosen Ablauf und in etwa fünf Minuten sei die Sache erledigt. Die Auswertung wird den Frauen innerhalb einer Woche zugeschickt.

Termine unter Tel. 0 33 42/42 69 00 oder unter www.mammo-programm.de

Von Christin Schmidt

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