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Bad Belzig Neue Blaubeer-Sorte soll 2019 eine Ernte-Lücke schließen
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Neue Blaubeer-Sorte soll 2019 eine Ernte-Lücke schließen
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14:33 12.09.2018
Erntehelfer Andre Bogdan ist seit vier Jahren dabei Quelle: Andreas Koska
Ragösen

Die Heidelbeersaison in Ragösen wird noch bis Ende September fortgesetzt, teilt Sladjana Mitic vom Ragösener Spargelhof „Am Wiegehaus“ mit. Allerdings ist sie sich nicht ganz sicher, ob sie ihren landwirtschaftlichen Betrieb noch lange als Spargelhof wird bezeichnen können. „Der Spargel stagniert, wir setzen jetzt auf Beeren und werden dieses Segment ausbauen“, betont die 50-jährige aus Serbien stammende Landwirtin.

Bei den Heidelbeeren kann man noch die späten Sorten „Aurora“, „Liberty“ und „Elisabeth“ selbst pflücken. Wer dazu keine Zeit oder Lust hat, kann die abgewogene Ware kaufen. Rund 8000 Heidelbeersträucher hat Mitic.

Mehr über Selbstpflücker in Ragösen hier

In diesem Jahr, machte ihr die Trockenheit besonders zu schaffen. „Wir kommen mit der Bewässerung nicht nach und die Flächen im Wald sind ohnehin schlecht mit Wasser zu versorgen.“

Als Neuerung will sie im kommenden Jahr die sibirische Blaubeere „Haskap“ kultivieren. „Es hat den Vorteil, dass sie schon im Mai und damit sehr früh reif ist“, sagt Mitic. Dadurch wird es zwischen dem Spargel und der Beerenernte keiner Pause mehr geben. Dann dürften die Erdbeeren reif sein. „Da sind wir noch am Anfang, wollen aber auch hier die Fläche ausbauen“, blickt sie in die nahe Zukunft.

Heidelbeeren sind lecker und gesund.. Quelle: Heiko Bansen

Ähnliches gilt für die Himbeere. Rund 1000 Sträucher gedeihen im Augenblick, vorwiegend die Sorte „Himbo-Top“. Sie wird im Juni zum ersten Mal reif und kann ein zweites Mal abgeerntet werden. „Bis Ende Oktober sind Gäste willkommen“, lädt Mitic zum Selbstpflücken ein.

Waren elf Saisonkräfte beschäftigt, um den Spargel auf zehn Hektar Fläche zu stechen, sind es inzwischen fast genauso viele bei der Beerenernte, darunter sieben rumänische Saisonkräfte. „Ich bin im vierten Jahr hier“, sagt Andre Bogdan. Der 29-jährige spricht perfekt Englisch und respektabel Deutsch. „Zu Hause in Zentralrumänien habe ich einen kleinen Bauernhof“, berichtet Bogdan. Er freut sich sehr darauf, seine Frau und seinen Sohn wiederzusehen.

Schon 2014 war es schwer, Erntehelfer zu finden

Allerdings wird es noch einige Wochen dauern, denn er will bleiben, bis die letzte Himbeere gepflückt ist. „Ich bin mit dem Erfolg zufrieden“, versichert Sladjana Mitic. Es kämen viele Neu- und Stammkunden, die sich die Früchte von den Sträuchern pflücken. „Ich hoffe, es bleibt auch weiterhin so.“

Auch wenn die Sonne den Beeren gegenwärtig gut tut, hofft die Landwirtin auch auf ein paar Regentropfen.

Von Andreas Koska

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