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Bad Belzig Nur wenig Interesse an Babybegrüßung
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Nur wenig Interesse an Babybegrüßung
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16:58 13.09.2018
Die Babybegrüßungstasche, mit der neue Erdenbürger willkommen geheißen werden. Quelle: Christiane Sommer
Bad Belzig

Eine „Gute Landung in Bad Belzig“, verspricht eine Postkarte, die unter anderem in Kinderarztpraxen der Kur- und Kreisstadt sowie im Bürgerbüro des Rathauses ausliegt. Das schlummernde Neugeborene auf der Ansicht trägt – passend zur Aussage – ein Mützchen mit gehäkelter Fliegerbrille auf dem Kopf.

Gerichtet ist der Kartengruß an alle frisch gebackenen Eltern in Bad Belzig und den 14 Ortsteilen. Wer diese Karte an das Familienzentrum der Arbeiterwohlfahrt (Awo) sendet, darf sich kurze Zeit darauf über den Besuch von Ina Welpmann freuen. In Kooperation mit der Stadtverwaltung zeichnet die Awo-Mitarbeiterin für die Babybegrüßung verantwortlich.

Nur verhaltenes Interesse

Obgleich sie nicht mit leeren Händen kommt, ist das Interesse an der Willkommensaktion auch drei Jahre nach deren Start noch immer überschaubar. „Der Bereich wurde im vergangenen Jahr noch einmal neu aufgebaut“, erklärt Welpmann. Nachdem die Babybegrüßung in 2016 fast zum Erliegen gekommen war, wurde sie in 2017 dann doch noch zehnmal angefragt.

Jetzt ist langsam eine Steigerung zu verzeichnen. So haben sich im Verlauf dieses Jahres bereits 20 Elternpaare entschlossen, das Kärtchen mit dem träumenden Pilotenbaby auszufüllen, abzusenden und damit die Babybegrüßung für ihren Nachwuchs zu buchen.

„Gute Landung in Bad Belzig“

Die Babybegrüßung startete am 1. Januar 2015.

Damals jedoch noch in Zusammenarbeit der Stadt Bad Belzig mit dem Kinder- und Familienzentrum des Kinderfördervereins „Wir“.

Die Postkarten, mit denen damals auf die Babybegrüßung hingewiesen wurde, standen unter dem Motto „Gebor(g)en in Bad Belzig“.

Nach der Schließung der Entbindungsstation am Standort Bad Belzig des Ernst von Bergmann Klinikums wechselte das Logo der Karten.

Seitdem steht die Begrüßungsaktion unter dem Motto „Gute Landung in Bad Belzig“.

Das Familienzentrum der Awo hat in der Kita „Tausendfüßler“ im Wohngebiet Klinkengrund sein Domizil.

Warum sich das Interesse an der Aktion und damit auch an der Babybegrüßungstasche in Grenzen hält, vermag Ina Welpmann nicht zu sagen. Schließlich ist deren Inhalt durchaus attraktiv: Neben wertvollen Tipps zu diversen Angeboten in der Nähe ist die Tasche mit feinen kleinen Geschenken für das Baby gefüllt – in rot oder in blau natürlich.

Die praktische Tasche wurde von Frauen aus dem Familienzentrum selbst genäht. Mit viel Stauraum für Schnuller, Wickeldecke und Wechselkleidung, wenn Baby unterwegs ist. Als Zugabe gibt es ein ebenfalls von Hand genähtes Mützchen. Die Stadt steuert zur Babybegrüßung wiederum einen Gutschein für einen Schnupperkurs zum Babyschwimmen in der Steintherme bei – aber ohne Anschreiben.

Ina Welpmann ist Koordinatorin des Awo-Familienzentrums Bad Belzig. Quelle: Christiane Sommer

„Darauf wurde verzichtet, weil wir die Familien persönlich begrüßen“, versucht Ina Welpmann zu erklären. Sie betont, dass das Familienzentrum die Babybegrüßung im Auftrag der Stadt Bad Belzig erledigt und dabei natürlich auch versucht, die Angebote der Awo in die Familien zu tragen. Ina Welpmann erzählt in diesem Zusammenhang von der Krabbelgruppe, vom Eltern-Kind-Turnen und vom Elternfrühstück.

Aber auch von diversen anderen Informationen und Ratgebern für die frischgebackenen Eltern, die – sollte der Alltag mit dem Baby mal nicht nach Plan laufen – Hinweise auf Unterstützungs- und Beratungsangebote geben. „Es ist in gewisser Weise ein Spagat, die Eltern nicht mit Informationen zuzuschütten und andererseits nichts auszulassen.“ Schließlich erhalten die Mütter und Väter bereits bei der Entlassung aus der Geburtsklinik vielerlei Infomaterial.

Das Team des Familienzentrums hofft aktuell nicht nur, dass die Babybegrüßung stärker angefragt wird, sondern auch, dass sich weitere Händler aus Bad Belzig an der Aktion beteiligen und kleine Gaben für die Babytasche beisteuern. So wie es Claudia Mentzel vom Teeladen in der Straße der Einheit bereits seit geraumer Zeit tut. Die dreifache Mutter und Geschäftsfrau sponsert kleine Teebeutelchen für Mutter und Kind, die den Inhalt der Babybegrüßungstasche bereichern.

Von Christiane Sommer

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