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Premiere für 16-Jährigen in Schmerwitz

Stichwahl um Landratsposten Premiere für 16-Jährigen in Schmerwitz

Noah Liesenfeld hat am Sonntag bei der Stichwahl zur Besetzung des Landratspostens im Kreis Potsdam-Mittelmark zum ersten Mal gewählt. Zuvor hat sich der 16-Jährige über die Kandidaten und ihre Standpunkte informiert. Für ihn in Schmerwitz liegen die Probleme auf der Hand, die es zu lösen gilt.

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Noah Liesenfeld (16) hat gestern zum ersten Mal gewählt.

Quelle: Daniela Singhal

Schmerwitz. Jugendforscher haben herausgefunden: Die erste Wahl prägt junge Menschen entscheidend für ihr weiteres Wahlleben. Noah Liesenfeld aus Schmerwitz hat seine ersten Urnengang verpasst. Unglückliche Umstände waren daran schuld, sagt er. Umso glücklicher ist der Erstwähler nun, dass er eine weitere Chance bekommen hat und bei der Stichwahl um die Besetzung des Landratspostens im Kreis Potsdam-Mittelmark am Sonntag doch noch seine Stimme abgeben konnte.

„Ich finde es gut, dass wir schon so früh mitbestimmen können“, sagt der Elftklässler, der die Neue Gesamtschule in Babelsberg besucht. Studien zeigen, dass vielen Jugendlichen der Impuls fehlt, sich selbst über die politischen Programme zu informieren. Deshalb bemühen sich die Parteien darum, ihre Politik zu den Jugendlichen zu bringen.

Diskussionsrunden an Schulen

Es gibt Diskussionsrunden an Schulen und politische Werbung speziell für Jugendliche auf Facebook und anderen sozialen Medien. Die meisten Jugendlichen informieren sich über die Parteien und ihre Programme im Internet.

So auch Noah Liesenfeld. „Meine politische Meinung ist natürlich mitunter geprägt von meinen Eltern“, sagt der Schüler, der sieben Jahre beim FC Borussia Belzig spielte. „Aber jetzt vor meiner ersten Wahl wollte ich mir auf jeden Fall selbst ein Bild machen.“ Gar keine leichte Aufgabe.

Im Internet über die Kandidaten schlau gemacht

Der 16-Jährige hat sich im Internet über die Kandidaten schlau gemacht, Wahlprogramme gelesen und mit seiner Mutter über die verschiedenen Parteien diskutiert. Und mit seinen Freunden. „Wir tauschen uns darüber aus, welche Partei wir favorisieren und welche politischen Themen uns beschäftigen.“

Ihn ärgert vor allem der öffentliche Nahverkehr in der Region. Er findet, dass die Busanbindung nach Schmerwitz schlecht und hat ganz genau geschaut, wer eine Lösung des Problems verspricht.

Themen, die auch Noah Liesenfeld bewegen

Laut Shell-Umfrage 2015 ist alles rund um Arbeit und Ausbildung, Sozialpolitik, Freiheit und Umweltschutz für die jungen Leute relevant. Wahlentscheidend ist für viele aber mehr denn je die Haltung der Parteien gegenüber Flüchtlingspolitik und Rechtspopulismus. Themen, die auch Noah Liesenfeld bewegen.

Er beobachtet, dass die Lage mit all den Flüchtlingen in der Region relativ stabil ist und wünscht sich, dass es auch so bleibt. Dafür möchte er sich in der Zukunft auch politisch engagieren. So hat er es sich zumindest vorgenommen. Derweil er am Sonntag sein erstes offizielles Votum dafür abgegeben hat.

Von Daniela Singhal

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