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Rauschebärte mit alten Mopeds auf Tour

Hoher Fläming Rauschebärte mit alten Mopeds auf Tour

Gelegenheit, dem Weihnachtsmann zu begegnen, gab es im Hohen Fläming am Wochenende zahlreich. Immerhin war eine ganz Gruppe mit Rauschebärten und roten Mänteln auf historischen Mopeds unterwegs. Die ersten Adventsmärkte lockten jedoch nicht nur die Enthusiasten aus dem Nachbarland an.

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Motorisierte Weihnachtsmänner aus Dessau drehten mit historischen Moped ihre Runde zu den Weihnachtsmärkten in Niemegk und Raben.

Quelle: Uwe Klemens

Raben/Niemegk/Baitz. Die Weihnachtsmarkt-Saison ist eingeläutet. Schon am Auftakt-Wochenende hatten Besucher im Hohen Fläming die Qual der Wahl. Unter anderem zwischen Niemegk, Raben und Baitz gab es ausreichend Gelegenheit zum Basteln, Naschen und Schauen. Die Chance, dem Weihnachtsmann nicht zu begegnen, war dabei praktisch gleich Null.

Etwas später als gedacht, aber nicht zu spät, griffen in Niemegk Bürgermeister Hans-Joachim Linthe und Jörg Böttche als Chef-Organisator des Weihnachtsmarktes zum großen Messer. Sie teilten den, wie immer von Bäckermeister Dirk Kelm gefertigten, etwa eineinhalb Meter messenden Riesen- Stollen. Weil er so gut schmeckte, klingelten am Abend 130 Euro zu Gunsten der Orgelsanierung in der Spendenbüchse. Das freute nicht nur Ralf Zobel als Weihnachtsmann vom Dienst besonders. Nur hinderte ihn der weiße Rauschebart ein wenig beim Kosten.

Bastelfrauen und Bastelonkel in der Kreativwerkstatt

Umso mehr mundete dem Mann im roten Kostüm der Keks, den Florian aus Bad Belzig extra für ihn gebacken hatte. Zum Dank durften der Neunjährige und seine kleine Schwester Clara als erste in den Gabensack langen. „Weihnachtsmann zu sein, macht mir seit Jahren immer einen Riesenspaß“, gestand der Weißbart im Anschluss. Die Rute hatte er, für alle sichtbar, in die Ecke gestellt. Auch die aus Dessau mit betagten Mopeds angereisten Weihnachtsmann-Kollegen wurden beschenkt. Zündkerzen oder 40-Prozentiges, wie erhofft, hatte Zobel aber nicht dabei. Nach ein paar wenig kindertauglichen Weihnachtsliedern machte sich die Meute nach Raben auf.

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Die Weihnachtsmarkt-Saison im Hohen Fläming ist eingeläutet. Schon am Auftakt-Wochenende hatten Besucher die Qual der Wahl. Zwischen Niemegk, Raben und Baitz gab es ausreichend Gelegenheit zum Basteln, Naschen und Schauen.

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Auch auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Naturparkzentrum strahlten dort Besucher und Akteure um die Wette. Wie es einem Schneemann in Afrika so ergeht, erfuhren die Jüngsten von den Gruboer Puppenspielfrauen. Das Kinderkarussell vor der Tür fuhr jedoch nicht bis dorthin. Aber ein paar Runden im Schlitten oder auf dem Rücken eines Glücksschweins oder Pferdchens sind auch nicht schlecht.

Alle Hände voll zu tun hatten nicht nur Müllerin Ina Hentsch am Lehmbackofen, sondern auch die Bastelfrauen und Bastelonkel in der Kreativwerkstatt. Wie viele Lebkuchenhäuser am Ende gebaut, wie viele Holzbrettchen mit heißem Lötkolben verziert und wie viele Tücher mit bunten Farben getränkt wurden, hat keiner gezählt.

Seit 15 Jahren mit Akkordeon zur Burg

Im Zählen und im Akkordeonspiel ein Meister ist hingegen Helmut Moritz. Seit 15 Jahren führt der heute 81-jährige Rabener den Fackelumzug zur Burg an. „140 Stufen und 50 Höhenmeter sind zu bewältigen“, sagt der gelernte Landwirt. Er hatte sich als Zwölfjähriger das Akkordeonspielen selbst beigebracht.

Dass selbst Weihnachtsmänner mit der alljährlichen Schenk-Orgie ihre Probleme haben, konnten Besucher auf dem Burghof vom singenden und mit Puppen spielenden Weihnachtsmann Hans-Peter Schultze erfahren. Ein wärmendes Lagerfeuer, ein kleiner Basar und herzhafte Schleckereien waren der Lohn für den Aufstieg.

Beim Weihnachtsfest auf dem Baitzer Reiterhof Peters gab es Leckerlis für Besucher und Pferde. Seit Wochen hatten die zum Reit- und Fahrverein Schwanebeck gehörenden Akteure für den festlichen Jahresausklang geprobt. Der Auftritt der Jüngsten mit ihren Steckpferden wurde ebenso bejubelt, wie das Pas de deux zu Ross.

Von Uwe Klemens

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