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Bad Belzig Reiterhof fürchtet um Existenz
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Reiterhof fürchtet um Existenz
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17:42 13.09.2018
Sabine Opitz-Wieben sorgt sich um dem Bestand ihres Unternehmens. Quelle: Andreas Koska
Groß Briesen

Sabine Opitz-Wieben fürchtet um ihre Existenz. „Ich bekomme ständig Anrufe, weil die Leute nicht wissen, wie und vor allem ob sie überhaupt unseren Reiterhof erreichen können“, erzählt die Chefin des Reiterhofs Groß Briesen.

Der Grund sind Ausbauarbeiten im Ort. Der Bürgersteig wird erneuert und das hat eine wochenlange Vollsperrung zu Folge. Zwar habe noch niemand storniert, aber die Sperrung ist ja auch erst wenige Tage alt. „Ich hatte aber schon verärgerte Gäste, die mit zwei, drei Stunden Verspätung angekommen sind“, berichtet Opitz-Wieben.

Da eine Durchfahrt durch Groß Briesen nicht möglich ist, gibt es sowohl in Görzke als auch Bad Belzig weiträumige Umleitungsempfehlungen. An den beiden Enden der Landesstraße L941 bei Friesdorf und in Ragösen weisen Schilder darauf hin, dass man in eine Sackgasse hineinfährt. „Bis Klein Briesen frei“, steht zum Beispiel auf einem Zusatzschild unter dem Sackgassenzeichen in Ragösen. „Damit scheint klar, bis zu uns darf niemand“, empört sich Opitz-Wieben. Das stimme aber nicht.

In Groß Briesen werden die Bürgersteige saniert, die Straße ist gesperrt Quelle: Andreas Koska

Auf eigene Faust hat sie mit ihrer Tochter ein selbst gemachtes Schild hinzugefügt. „Bis Reiterhof frei“ stand darauf. Bereits zweimal sei es entwendet worden.

Jetzt hat sich die Reiterhofchefin in ihrer Verzweiflung an den Bad Belziger Bürgermeister Roland Leisegang und Bauamtschef Christoph Grund gewandt. In ihrem Brief schildert sie ihre prekäre Lage und bittet um Unterstützung. Gleichzeitig hat sie offizielle Schilder mit Hinweis auf den Reiterhof beantragt. „Die zahlen wir selber“, sagt sie.

Grund versteht ihre Sorgen. Der Bauamtsleiter verwahrt sich aber dagegen, dass die Stadt die Sperrung wie aus dem Nichts angeordnet hätte. „Die gewünschte Sanierung der Bürgersteige wird seit fünf Jahren diskutiert und der Ortsbeirat hat einer Vollsperrung zugestimmt“, sagt Christoph Grund. Die maroden Gehsteigen werden auf einer Länge von insgesamt 1,7 Kilometern erneuert.

Eine Vollsperrung ist vorerst bis Ende November geplant. Nach einer Winterpause soll es in im Frühjahr 2019 weitergehen. Diese Aussichten treiben der Reiterhofchefin Falten auf die Stirn. So findet am heutigen Freitag auf ihrem Hof eine Fohlenschau statt. Es werden eigentlich viele Gäste erwartet, die meisten mit einem Pferdeanhänger. „Wenn sie denn den Weg zu uns finden“, ist Opitz-Wieben skeptisch.

Kennzeichnung ist machbar

Bauamtsleiter Grund will jetzt tätig werden. Die gewünschte Kennzeichnung hält er für machbar, sie findet seine Zustimmung. „Ich muss es jedoch mit dem Landesbetrieb Straßenwesen absprechen“, sagt er. Diese Aussichten freuen Opitz-Wieben. „Wenn meine Gäste und Lieferanten als Anlieger gesehen werden und bis zu uns durchfahren dürfen, bin ich zufrieden“, sagt sie.

Vor allem am Wochenende, wenn die Arbeiten ruhen, kommen die Reiter und Individualtouristen auf den Hof. Opitz-Wieben glaubt, dass es keine stören oder die Bauarbeiten behindern dürfte.

Denn auch die Einwohner des Flämingdorfes müssen in der Lage sein, ihre Häuser und Höfe zu erreichen. Auf ihrem Hof tummeln sich durchgehend Schulklassen, die hier ihre Klassenfahrten verbringen. Diese und die rund 200 Pferde, vorwiegend Islandpferde, werden von 30 Mitarbeitern und zehn Auszubildenden betreut. Für Sabine Opitz-Wieben steht viel auf dem Spiel.

Von Andreas Koska

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