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Bad Belzig Der neue Bauamtsleiter kommt aus Treuenbrietzen
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17:42 13.03.2019
Neues Arbeitsumfeld: Robert-Walter Wildgrube - hier auf der Burg Eisenhardt - wird neuer Bauamtsleiter in Bad Belzig Quelle: René Gaffron
Bad Belzig

Robert-Walter Wildgrube wird ab 1. September neuer Leiter des Bauamtes der Stadt Bad Belzig. Das haben die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit beschlossen. Der 35-Jährige aus Treuenbrietzen soll Christoph Grund nachfolgen.

Grund wechselt mit Erreichen des 65. Lebensjahres in den Ruhestand. Auch das haben die Parlamentarier – laut eigenem Bekunden schweren Herzens – befürwortet. Grund hatte am 1. Januar 1990, seinerzeit von der Projektierung im VEB (K) Bau in Bad Belzig kommend, den Posten angetreten. Da galt es noch, das neue Rathaus fertig zu stellen.

Zwei Monate gemeinsame Arbeit

Ab 1. Juli sollen nun scheidender und neuer Ressortchef für zwei Monate gemeinsam wirken. „Zuerst einmal muss ich alle Kollegen in der Verwaltung, Stadtverordnete und Ortsvorsteher kennen lernen“, so Robert-Walter Wildgrube. „Das wird eine sehr intensive Zeit“, ahnt er die Herausforderung. Zunächst einmal wolle er sein Tätigkeitsfeld in Bad Belzig und Umgebung entdecken. Lebensgefährtin und Kind stärken ihm privat den Rücken.

Heinz Friese soll Vizebürgermeister werden

Der Wechsel im Bauamt geht mit nicht näher bezifferten Personalkosteneinsparungen einher.

Denn Robert-Walter Wildgrube steigt bei einer geringeren Entgeltstufe ein.

Mit Christoph Grund geht auch der stellvertretende Bürgermeister von Bad Belzig in den Ruhestand.

In der nächsten Stadtverordnetenversammlung soll Hauptamtsleiter Heinz Friese für den Vize-Posten vorgeschlagen werden. So hat es Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) gegenüber der MAZ angekündigt.

Die Stelle war im Dezember/Januar im Bad-Belzig-Journal und im Internet ausgeschrieben. „Insgesamt fünf Bewerbungen sind daraufhin eingegangen. Vier Kandidaten wurden eingeladen und letztlich drei Vorstellungsgespräche geführt“, berichtete Roland Leisegang (parteilos) über das Auswahlprozedere. Der Bürgermeister hat sich schließlich in Absprache mit den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung zu dem Vorschlag entschlossen.

Expertise für Digitales

Bisher war Robert-Walter Wildgrube im Rathaus Treuenbrietzen beschäftigt. In seiner Heimatstadt war er seit 2015 für Straßen- und Tiefbau sowie Planung verantwortlich, begleitete darüber hinaus die Geodatenprojekte. Denn er hat neben dem Fernstudium der Stadt- und Regionalentwicklung an der Hochschule Wismar auch noch ein Fernstudium für Kartografie und Geomedien an der Beuth-Hochschule in Berlin absolviert.

Digitalisierung wird eine der Aufgaben der Zukunft sein“, prognostiziert Christoph Grund. Er wünscht sich, dass viel Bewährtes in Stadt und Dorf fortgeführt wird, auch wenn sich finanziell schwierigere Zeiten mit weniger Förderung abzeichnen. 

Christoph Grund ist noch Bauamtsleiter und stellvertretender Bürgermeister von Bad Belzig. Quelle: MAZ

Immerhin: Treuenbrietzen ist nicht nur ähnlich groß wie Bad Belzig, sondern ebenfalls Mitglied in der märkischen Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkern“ und hat administrativ ähnliche Strukturen. Hier wie da gehört der stets kritisch beäugte Bauhof zum Verantwortungsbereich.

Verständnis beim Ex-Chef

„Ich verlasse meine bisherige Arbeitsstätte mit einem lachenden und einen weinenden Auge“, sagte Wildgrube. Genauso äußert sich sein bisheriger Vorgesetzter. „Letztlich herrscht volles Verständnis, dass der Kollege diese berufliche Chance nutzen will“, erklärt Christoph Höhne, der Treuenbrietzener Bauamtsleiter.

Bauamtsleiter in Treuenbrietzen: Christoph Höhne. Quelle: MAZ

Die personelle Lücke in Treuenbrietzen müsse eventuell durch Neueinstellungen oder den Einsatz von Dienstleistern geschlossen werden, sagte Höhne. „Der Verlust wiegt diesmal besonders schwer, weil Robert-Walter Wildgrube die Stadt eben aus dem Effeff kennt.“

Andererseits freuen sich beide Kommunen, dass die bisher ohnehin schon konstruktive Zusammenarbeit im Mittelbereich davon eher profitieren wird, wie beide amtierenden Chefs einschätzen.

Von René Gaffron

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