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Bad Belzig Verstärkung für Regionalbahn gefordert
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Verstärkung für Regionalbahn gefordert
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13:46 14.02.2019
Zusatzzüge könnten auf der Bahnlinie des Regionalexpress 7 in Stoßzeiten für Entlastung sorgen. Auch am Fläming-Bahnhof in Bad Belzig. Quelle: Thomas Wachs
Borkheide/Borkwalde

Der SPD-Ortsverein Borkheide/Borkwalde fordert eine kurzfristige Verbesserung im Regionalverkehr auf der Bahnlinie des Regionalexpress 7 zwischen Berlin, Bad Belzig und Dessau. Hintergrund sind überfüllte Züge, die für Pendler aus dem Hohen Fläming besonders in Hauptverkehrszeiten am Morgen und am Abend zu Platzproblemen führen.

In ihrer Mitteilung schlagen die Sozialdemokraten aus den Waldgemeinden vor, kurzfristig Verstärkungsfahrten als „RE7+“ einzurichten. Konkret schwebt dem SPD-Ortsverein vor, schnellstens Montag bis Freitag nachmittags zusätzliche Fahrten zwischen Bad Belzig und Michendorf mit Anschluss zu den ODEG-Zügen der Linie RB 33 von und nach Berlin-Wannsee einzurichten.

Kurzfristige Umsetzung denkbar

„Die Fahrzeit von 25 Minuten zwischen Bad Belzig und Michendorf erlaube eine kurzfristige Umsetzung mit einem Pendelzug“, teilt Frank Seibicke, Mitglied im Vorstand des SPD-Ortsvereins, mit. Nach dessen Vorschlag könnten die Züge in der Hauptverkehrsrichtung jeweils an jedem Bahnhof halten. In Richtung Michendorf sollten Halte wie zum Beispiel in Seddin oder Baitz indes ausfallen, um ausreichend Fahrzeitreserve zum Ausgleich von Verspätungen vorzusehen, heißt es im Vorschlag der SPD.

Der Streckenabschnitt zwischen Michendorf und Bad Belzig sei durch andere Züge wenig ausgelastet. „Die vorgeschlagenen Fahrten können ohne Kapazitätsprobleme umgesetzt werden“, so Seibicke. Im Bahnhof Michendorf sollte ein Umsteigen von und zu den Zügen der ODEG auf dem gleichen Bahnsteig realisiert werden.

Attraktivität würde steigen

Aus Sicht des SPD-Ortsvereins würden die Verstärkerzüge „zu einer deutlich erhöhten Attraktivität führen, da sie Fahrgästen höhere zeitliche Flexibiltät bieten und die regulären Züge des RE 7 entlasten“. Diese Verstärkung bilde eine konsequente Vorbereitung auf die mit der Überarbeitung des Nahverkehrsplanes bereits geplanten Verbesserungen, die aber erst ab Dezember 2022 greifen. Dann soll es nach den Plänen des Landes Brandenburg als Auftraggeber für den Nahverkehr auf der Strecke des RE 7 zwischen Bad Belzig und Berlin-Wannsee ganztags einen auf zwei Züge pro Stunde verdichteten Takt geben. Derzeit rollen die Züge stündlich.

Millionen stünden bereit

Auch zur Finanzierung der kurzfristigen Zusatzfahrten machen die Sozialdemokraten aus den Waldgemeinden einen Vorschlag. So könnte das nötige Geld fließen aus Rückzahlungen von Verkehrsunternehmen in Berlin und Brandenburg, die wegen mangelnder Leistungserbringung fällig werden.

Diese hätten sich zuletzt auf rund zwölf Millionen Euro pro Jahr belaufen. „Diese Summen sollten sofort in Bus und Bahn reinverstiert werden“, fordern Frank Seibicke und der SPD-Ortsverein Borkheide/Borkwalde.

Von Thomas Wachs

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