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Bad Belzig Schießplatz-Chef: „Ich suche nach Alternativen“
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Schießplatz-Chef: „Ich suche nach Alternativen“
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09:03 30.10.2018
Danyell Schubert ist der Geschäftsführer des Bad Belziger Schießplatzes Quelle: Christiane Sommer
Bad Belzig

Die Schießsportanlage am Borussiaweg in Bad Belzig sorgt infolge des von ihr ausgehenden Lärmpegels in der Vergangenheit immer wieder für Ärger. Im August lud Geschäftsführer Danyell Schubert zu einem Rundgang auf das Gelände ein. Einwohner hatten Gelegenheit, sich über die laufenden Baumaßnahmen zu informieren.

Herr Schubert, während der Baustellenbesichtigung haben Sie mit Bürgermeister Roland Leisegang ein Gespräch mit dem Landesamt für Umwelt in Bezug auf eine Änderung der Baugenehmigung in Aussicht gestellt. Hat dieses Gespräch stattgefunden?

Danyell Schubert: Nach Prüfung durch den Architekten mussten wir von diesem Vorhaben leider Abstand nehmen, da bei dieser Änderung der Sicherheitsbereich des Trap- und Parcourstandes außerhalb unseres Grundstücks liegen würde.

Ist diese Information an den Bürgermeister und damit an die Einwohner weitergegeben worden und wie hat die Bürgerinitiative darauf reagiert?

Nein, ich muss einräumen, dass ich diese Information nicht an den Bürgermeister weitergegeben habe. Es ist mir im Stress untergegangen. Aber die Bürgerinitiative wurde in Kenntnis gesetzt. Zwei Wochen nach dem Vor-Ort-Termin gab es ein Gespräch mit dem Stadtverordneten Jürgen Gottschalk und Conrad Kopsch von der Bürgerinitiative. Es war ein gutes Gespräch, in dem ich darüber informiert habe. Wir haben außerdem über Möglichkeiten gesprochen, in welcher Form wir zusammenarbeiten könnten.

Wie groß müsste der Sicherheitsbereich am Trap -und Parcourstand überhaupt sein, um die Schießbahn zu verlegen?

Das kann man nicht so einfach sagen, da es unterschiedliche Bereiche gibt. Etwa zwischen 100 bis 300 Metern. Aber das legen die Schießplatzsachverständigen fest. Als Faustregel gilt, je nach Schrotgröße multipliziert man mit 100. Auf jeden Fall hätten wir bei einer Drehung des Standes über den eingefriedeten Sicherheitsbereich hinaus geschossen.

Wem gehört das dort anschließende Waldgebiet?

Dem Landesforstbetrieb. Es gab schon einmal Bemühungen, genau deshalb einen Teil der angrenzenden Fläche zu kaufen. Das war vor meiner Zeit hier und wurde seitens des Forstbetriebes ausgeschlossen.

Wie weit sind die Arbeiten an der neuen Schießhalle sowie am Trap- und Parcourstand?

Der Rohbau ist abgeschlossen, an beiden Anlagen. Wir befinden uns nun im Innenausbau und werden im Anschluss mit der Installation der Technik weitermachen.

Im August wurde auch angekündigt, dass der Platz ab Oktober dauerhaft besetzt sein wird. Ist diese Ankündigung umgesetzt?

Ja. Der Platz ist seit dem 1. Oktober dauerhaft besetzt. Wir konnten unseren Wunsch also realisieren. Bisher gab es noch keinen Bürger, der sich an einen unserer Mitarbeiter mit einer Beschwerde gewandt hat, was uns sehr freut. Allerdings gab es Menschen, die den Ansprechpartner genutzt und sich informiert haben. Der Platz ist von Montag bis Sonnabend täglich von 9 bis 19.00 Uhr besetzt. Über die Wintermonate plane ich, schon um 18.00 Uhr zu schließen. Ich würde mich über eine Resonanz von den Bad Belzigern freuen, wenn sie glauben, dass die vom Schießplatz ausgehende Geräuschkulisse leiser geworden ist.

Wie wird die Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative weitergehen?

Wir wollen uns halbjährlich treffen und haben schriftlich unsere Ziele und Wünsche definiert. Wir wollen konstruktiv zusammenarbeiten und ich werde jeweils über den aktuellen Stand hier auf dem Platz informieren. Ein Beispiel: Die Bürgerinitiative hat den Wunsch geäußert, dass sonnabends nicht über den ganzen Tag mit Flinten geschossen wird. Ich suche nach Alternativen.

Von Christiane Sommer

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