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Schülerlabor macht Halt in Treuenbrietzen

Mittelmark Schülerlabor macht Halt in Treuenbrietzen

Das mobile Schülerlabor der Universität Cottbus machte auch in diesem Jahr Halt im Treuenbrietzener Gymnasium „Am Burgwall“. In einem spannenden Experiment konnten die Schüler verschiedene DNA-Proben auswerten und einen fiktiven Täter ermitteln. Doch das Experiment soll nicht nur Spaß machen, es soll den Schülern auch bei der Berufswahl helfen.

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Louise Griesbach und Gillean Fetzer (v.r.) füllen zur Analyse die Versuchsvorrichtung mit einer speziellen Flüssigkeit.

Quelle: Foto: Danilo Hafer

Treuenbrietzen. Einmal wie ein Kriminologe Tatortspuren auswerten und mit Hilfe von moderner Labortechnik den Täter überführen. Was sonst nur in Krimis zu sehen ist, konnten die Schüler der drei Chemie-Leistungskurse des Treuenbrietzener Gymnasiums am Donnerstag ausprobieren.

DNA-Fingerprinting heißt die Methode, bei der die Schüler sechs farblich sortierte DNA-Proben bekamen. Eine davon stammte von einem fiktiven Tatort, die anderen fünf Proben sind von Verdächtigen. „Bei dem Versuch können die Schüler DNA-Fragmente in ein Gel pipettieren, was sonst in den Schulen nicht möglich ist“, erklärte Toni Luge von „Science on Tour“, dem mobilen Schülerlabor der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU).

Das Team der BTU hatte für das Experiment professionelles Labor-Gerät dabei. Durch den Vergleich der Tatortprobe mit den fünf weiteren DNA-Proben konnten die Schüler herausfinden, ob es sich bei einem der Verdächtigen um den Täter handelt. Dafür wurden die DNA-Fragmente mittels Strom nach ihrer Größe aufgetrennt. Durch das Anfärben eines speziellen Gels und dem Waschungsprozess werden bestimmte Muster sichtbar, die die Schüler vergleichen und auswerten konnten.

„Für solche Versuche hätten wir hier nicht die nötige Ausstattung“, sagt Lehrerin Katrin Fritsch. Daher freut sie sehr, dass das Schülerlabor seit gut fünf Jahren immer wieder an ihre Schule kommt. Auch für die kommenden zwei Jahre habe sie Termine bei der BTU angemeldet. Aus rund 20 verschiedenen Angeboten aus den Bereichen Chemie, Informatik, Sport und Biologie, mit dem DNA-Versuch, können die Lehrer dabei wählen. Das Angebot stößt bei den Jugendlichen auf großes Interesse. Und das nicht nur bei denen, die sich ohnehin für ein Studium im naturwissenschaftlichen Bereich entschieden haben.

„Wir sind eigentlich nicht so große Freunde von Experimenten, aber heute hat es wirklich Spaß gemacht“, sagen Rineta Aziri und Luise Päpke. Die Schülerinnen könnten sich zwar nicht vorstellen, Biotechnologie oder ein anderes naturwissenschaftliches Fach zu studieren, der Unterricht mit der BTU habe ihnen aber dennoch etwas gebracht. „Ich werde meinem Bruder davon erzählen, der interessiert sich sehr für Biologie“, sagt Rineta Aziri. Doch das DNA-Fingerprinting hat die beiden fasziniert. „Es war auch toll, mal mit einer richtigen professionellen Pipette zu arbeiten, sowas haben wir hier ja sonst nicht“, sagte die 18-jährige Rineta. Um die 350 Euro kostet eine der Pipetten, verriet der Biotechnologe Toni Luge.

Neben dem Experiment erhielten die Jugendlichen umfangreiche Hintergrundinformationen, sowohl zum Versuch selbst, aber auch über das Studium an der BTU. Ziel des mobilen Schülerlabors ist es, Studieninteressierte für Wissenschaft und Technik zu begeistern und zur frühzeitigen Beruforientierung beizutragen. Durch den Einsatz von studentischen Tutoren sollen die Schüler vor allem authentische Einblicke auf Augenhöhe erhalten. Für die Schulen ist das Angebot zudem kostenfrei.

Von Danilo Hafer

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