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So macht schwitzen richtig Spaß

Tag der Sauna in Borkheide So macht schwitzen richtig Spaß

Seit Jahrhunderten ein Mittel, sich gesund und fit zu halten: Schwitzen in der Sauna. Samstag ist „Tag der Sauna“. Vier Sauna-Fans aus dem Hohen Fläming erzählen, warum sie davon so begeistert sind.

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Überzeugte Saunagänger in Borkheide: Matthias Giese, Annett Giese, Stefan Goldmann und Heidi Goldmann (von links) sind Vereinsmitglieder des Naturbades und nutzen die Sauna regelmäßig.

Quelle: Johanna Uminski

Borkheide. Während der Schweiß nicht nur von der Stirn und an den Schläfen herunterläuft, breitet sich der heiße Dampf in der gemütlichen Holzkabine weiter aus. Ein leicht brennendes Gefühl ist auf der Haut spürbar. Auch am Rücken, den Armen und Beinen fühlt sich die Haut inzwischen feucht an. Schwitzen ist gesund.

Das wissen auch Annett und Matthias Giese aus Borkheide ebenso wie Heidi und Stefan Goldmann aus Borkwalde. Regelmäßig besuchen sie in der kalten und dunklen Jahreszeit die Sauna des Borkheider Naturbades, die den Vereinsmitgliedern seit zwei Jahren zur Verfügung steht. Neben dem gesundheitlichen Aspekt macht es den Saunagängern vor allem sehr viel Spaß.

Temperatur zwischen 80 und 100 Grad

In der Holzkabine kann die Temperatur zwischen 80 und 100 Grad liegen. „Ich kann dabei sehr gut entspannen“, sagt Heidi Goldmann. „Am Freitagabend kann man in der Sauna mit seinen Freunden dann die Arbeitswoche würdig ausklingen lassen.“ Vor allem aber sei ihr der positive Effekt auf die Gesundheit aufgefallen. „Ich gehe seit zwei Jahren regelmäßig in die Sauna und bin seit dem nicht mehr erkältet gewesen“, sagt die Borkwalderin.

Tag der Sauna

Bereits zum dritten Mal findet am 24. September der Tag der Sauna statt. Das diesjährige Motto: „Sauna – natürlich gesund“. Damit soll auf die natürliche Wirksamkeit des regelmäßigen Saunabadens hingewiesen werden.

Durch den Wechsel von Wärme und Kälte werden die Vitalfunktion des Körpers verbessert, Haut und Schleimhäute vermehrt durchblutet und das vegetative Nervensystem ins Gleichgewicht gebracht.

Nachhaltig soll das Immunsystem gestärkt werden. Herzschlag und Blutdruck sollen sich durch den Saunabesuch normalisieren und die Stressempfindlichkeit sinken.

In Europa reicht die Tradition des Saunabadens bis in das 5. Jahrhundert zurück. 31,4 Millionen Saunabesucher gibt es in Deutschland, die die über 12000 Saunaanlagen in öffentlichen Bädern, Hotels, Pensionen und Sporteinrichtungen nutzen.

Weitere Informationen unter www.tagdersauna.de

Stefan Goldmann sei beruflich viel draußen unterwegs und ohnehin wenig erkältet. Dennoch besucht auch er regelmäßig die Sauna. Es brenne auf der Haut, wenn mit Aufguss und Wedeln sauniert wird. „Wenn wir aber Mentholkristalle auf die Steine geben, dann fühlt es sich angenehm kühl an“, sagt der Borkwalder. Vor allem aber könne er beim Saunabaden den Alltagsstress abbauen. „Ich bin zuerst erschöpft – Zuhause dann aber werde ich hellwach.“

Überzeugte Saunagänger

Überzeugte Saunagänger sind auch Annett und Matthias Giese. Die Borkheider wissen, worauf man achten sollte: „Man sollte sich davor gründlich abduschen, in den Ruhephasen viel Wasser trinken, nackt in die Sauna gehen und sich auf ein Handtuch setzen oder hinlegen – das wäre sonst unhygienisch.“

Gerade zur Freikörperkultur gibt es aber gravierende Unterschiede zu anderen europäischen Ländern. „In Polen und Spanien geht man leicht bekleidet in die Sauna“, sagt Heidi Barucki, die ebenfalls regelmäßig in der Holzkabine schwitzt. Komplett nackt in die Sauna gehen sei dort ungewöhnlich.

Bloß nicht Lesen in der Sauna

Eine ganz eigene Erfahrung konnte auch Annett Giese machen. „In die Sauna sollte man kein Buch zum Lesen mitnehmen – durch die Hitze löst sich der Kleber auf“, rät die Borkheiderin.

Meist gehen die Freunde aus Borkheide und Borkwalde für zwei Stunden in die Sauna. „Wir haben zwei bis drei Saunagänge, dazwischen gibt es eine Abkühlung unter der kalten Dusche oder dem Schwalleimer und der Ruhephasen auf den Liegen vor der Sauna mit angenehmer Musik im Hintergrund“, sagt Annett Giese. Als ihr Sohn noch klein war, sei sie auch mit ihm in die Sauna gegangen. „Aber nur für ein, zwei Minuten.“

Im Zweifelsfall immer erst den Arzt fragen

Menschen mit Herzerkrankungen oder Kreislaufproblemen sollten zunächst mit dem Arzt einen Saunabesuch abklären. „Man sollte auch nie alleine in die Sauna gehen – falls doch etwas passiert“, betont die Borkheiderin. Wenn aber die gesundheitlichen Fragen und Bedenken durch den Arzt geklärt sind und dem Saunabaden nichts mehr im Wege steht, dann kann man diese besonderen Momente in der Holzkabine voll und ganz genießen.

„Das ist wie ein kleiner Urlaub – ich kann das nur weiterempfehlen“, sagt Heidi Goldmann.

Von Johanna Uminski

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