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Bad Belzig Speiseöl nicht länger ein Nischenprodukt
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Speiseöl nicht länger ein Nischenprodukt
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09:07 18.04.2018
Florian Schulze von der Agrargenossenschaft Hoher Fläming in Rädigke will an der Erfolgsgeschichte der Ölmühle fortschreiben. Quelle: Stefan Specht
Wiesenburg

Die Produkte der Ölmühle sollen nicht länger ein Nischendasein fristen. Deshalb will die Agrargenossenschaft „Hoher Fläming“ in Rädigke aufrüsten. Eine zweite Apparatur muss her, damit in Zukunft nicht nur Raps, sondern auch Sonnenblumen- und Leinsamen in ansprechender Qualität und Quantität zu Speiseöl verarbeitet werden können.

Seit über fünf Jahren wird statt des ursprünglich geplanten Biokraftstoffes ein hochwertiges Lebensmittel hergestellt. Es ist inzwischen preisgekrönt und findet – auch dank Veredelungen mit Chili, Knoblauch und neuerdings Sanddorn – zunehmend Absatz. Also sollen nun 180 000 Euro in den Ausbau des Geschäftsfeldes investiert werden. Vermarktung im Hofladen vor Ort inklusive.

Das ist ein Beitrag ganz im Sinne der ländlichen Entwicklung. Er gehört folgerichtig zu 38 von 55 eingereichten Vorschlägen, die von der Lokalen Aktionsgruppe Fläming/Havel eine Fürsprache auf Unterstützung bekommen haben. Im konkreten Fall rechnet das Unternehmen mit einer Zuwendung von 70 000 Euro.

Rekord in dieser Förderperiode

„So viele Empfehlungen wie dieses Mal konnten wir noch nie aussprechen“, erklärt Eveline Vogel. Sie ist Vorsitzende des in Wiesenburg ansässigen Vereins, der sich die Regionalentwicklung auf die Fahnen geschrieben hat. Offenkundig gibt es gute Ideen, die außerdem die Ansprüche erfüllen.

Insgesamt stehen hierzulande zwischen 2014 und 2020 rund 23,5 Millionen Euro zur Verfügung. In der siebenten Runde des halbjährlichen Auswahlverfahrens, die gerade abgeschlossen wurde, sind 3,35 Millionen Euro verteilt worden. Der Vorstand bewertet die Vorhaben dabei nach einem Kriterienkatalog entsprechend der Regionalen Entwicklungsstrategie.

Fünfmal Wegebau befürwortet

„Die Projektträger bekommen einen positiven Bescheid und können jetzt einen Antrag auf Unterstützung aus dem Leader-Programm der Europäischen Union beim Landesamt für ländliche Entwicklung und Flurneuordnung stellen“, hat Heiko Bansen mitgeteilt. Der LAG-Geschäftsführer erklärt, aber dass es noch etwas Geduld braucht, ehe das Geld dann wirklich fließt. Seinen Aussagen zufolge gab es für fünf Wegebauvorhaben ebenfalls die Befürwortung.

Kein positives Votum gab es indes für die Gemeindescheune Oberjünne. Dazu fehlt noch der Bauantrag. Es besteht jedoch die Möglichkeit, im Herbst neu Anlauf zu nehmen.

Von Andreas Koska und René Gaffron

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