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14:11 23.11.2018
Thomas Haberland vom Studio Wiesenburg und Claudia Schäfer (Stadtverwaltung Treuenbrietzen) entwickeln ein Computerspiel. Quelle: Andreas Trunschke
Klein Glien

Donnerstagnachmittag bei Coconat im Gutshof in Klein Glien: Zwei Dutzend Frauen und Männer sitzen vor Tablets und Computern und spielen. Manche etwas, alle aber neugierig auf die für sie neue Erfahrung.

Sie machten mit Bananen Musik, steuerten einen Computer mit der Hand, erweckten Zeichnungen zu dreidimensionalen Figuren oder probierten sich in der Entwicklung von Computerspielen. Sie absolvierten in verkürzter Form einen digitalen Orientierungsparcours, den die „Stiftung digitale Chancen“ in ihrem Projekt „Kultur trifft Digital: Stark durch digitale Bildung und Kultur“ für Schüler von 8 bis 18 Jahren anbietet.

Was in Klein Glien gerade geplant wird

Damit trafen die Veranstalter den Nerv von Wolfgang Lubitzsch aus Garrey, der deswegen gekommen war: „Ich will kennenlernen, womit sich meine Enkel beschäftigen.“

Hauptanliegen war es, das Förderprogramm „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vorzustellen, das in diesem Jahr in seine zweite Phase gestartet ist. Das Programm ist durchaus lukrativ. Die meisten Kosten werden komplett übernommen. Im Topf liegen außerdem 250 Millionen Euro, die an 24 Verbände und sechs Initiativen ausgeschüttet werden.

Elena Arbter erklärt die Arbeit mit dem Förderprogramm. Quelle: Trunschke, Andreas

An die Verbände kann man mit eigenen Ideen herantreten, bei den Initiativen kann man sich als Kooperationspartner bewerben. „Es müssen immer drei Partner zusammen kommen“, erklärte Elena Arbter von der Servicestelle „Kultur macht stark“ in Potsdam.

Gefördert werden außerschulische, zusätzliche Angebote. Das können einzelne Workshops, regelmäßige Kurse oder Ferienangebote sein. Niels Boehnke von der „Stiftung digitale Spielekultur“ stellte vor, was seine Stiftung als eine der Initiativen als potenzieller Partner anbietet.

Von Klein Glien ist auch der Ministerpräsident begeistert

Angesichts dieser Konditionen zeigte sich Bärbel Schüler aus Niemegk verwundert, „dass so wenige für Jugend und Kultur Verantwortliche aus dem Hohen Fläming gekommen sind.“ Viele Teilnehmer waren aus Berlin, Potsdam, Frankfurt (Oder) oder Lübbenau gekommen. Schüler selbst sammelte die Informationen für das Neue Volkstheater Fläming.

Zu denen, die aus der Region gekommen waren, gehörte Claudia Schäfer von der Stadtverwaltung Treuenbrietzen. Sie hatte schon ein Projekt in der Tasche, das in der kommenden Woche eingereicht werden soll. In Zusammenarbeit mit der Bibliothek sollen Jugendliche der Grund- und der Gesamtschule Wanderwege mit Geocaching verbinden.

Filme mit Kindern drehen

Thomas Haberland vom Studio Wiesenburg wollte sich dagegen erst einmal nur informieren. „Aber ich konnte heute gleich Kontakte zu Leuten herstellen, die Filme mit Kindern machen wollen, vielleicht können wir kooperieren“, freute er sich.

Philipp Kikels von der Integrierten Kindertagesbetreuung in Ziesar hatte einen ganz anderen Grund für seine Teilnahme: „Wir haben viele Vorstellungen, was wir machen könnten, aber keine Ressourcen“.

Wie die digitale Initiative in den Hohen Fläming gekommen ist

Schließlich war auch Janosch Dietrich von Coconat in Klein Glien nicht nur Gastgeber, sondern auch Teilnehmer. Er plant mit sechs Leuten einen Kreativcampus Flämingsause bei „48 Stunden Fläming 2019“: „Wir wollen zu der bisherigen Aktion ein Angebot für junge Leute schaffen.“ Dafür sucht er nach Finanzierungsmöglichkeiten.

Mehr dazu im Internet unter www.stiftung-digitale-spielekultur.de

Von Andreas Trunschke

Der Streit um den Sitz der Kreisverwaltung in Bad Belzig geht weiter. Bei der Protestveranstaltung „Der Fläming ist Kreisstadt“ soll am 2. Dezember mit Weihnachtsliedern, Glockengeläut und Reden demonstriert werden. Günter Baaske und Roland Leisegang drohen sogar, juristisch gegen die Reform vorzugehen.

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