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Bad Belzig Sportvereine fordern Dreifeldhalle
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Sportvereine fordern Dreifeldhalle
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10:52 14.08.2018
Turnhalle Puschkinstraße nicht mehr nutzbar, Dreifeldhalle gefordert von Vereinen. Dirk Förster-Trallo (rote Jacke des Märkischen BSV Belzig), Matthias Grund (Judoklub) und Tobias Paul (Borussia). Quelle: René Gaffron
Bad Belzig

Nicht kleckern, sondern klotzen – so lautet die Forderung der Sportvereine in Bad Belzig. Sie unterstützen nicht nur schlicht den von den Schulgremien geforderten baldigen Neubau einer Turnhalle in der Nähe des Fläming-Gymnasiums. Sondern sie haben klare Vorstellungen, welche Anforderungen damit erfüllt werden sollen.

Es braucht demnach eine wettkampftaugliche Dreifeldhalle mit Zuschauertribüne, einen angrenzenden 150 Quadratmeter großen Übungsraum für Judo und weiteren Kampfsport sowie weiterhin eine Kegelbahn.

Da die Puschkinstraße – wo es noch ein nur teilweise nutzbares Übungsdomizil gibt – als Standort ins Auge gefasst ist, wird der Kommune in einem gemeinsamen Brief der Vereine nahe gelegt, das Vorhaben zu unterstützen. Dazu sollte sie das Grundstück dem Kreis Potsdam-Mittelmark für einen symbolischen Preis überlassen.

Das geht aus einem Positionspapier hervor, das gerade an die Lokalpolitiker versendet worden ist. Diana Weyrauch und ihr Nachfolger an der Spitze des Märkischen BSV, Dirk Förster-Trallo, Matthias Grund vom Judoclub, Marcel Thiele vom FC Borussia Belzig 1913 und Uwe Moritz für die SG Einheit haben das Schreiben gemeinsam erarbeitet und unterzeichnet.

Wachsende Kinder- und Sportlerzahlen

Darin wird auf die – im Widerspruch zu den Prognosen – steigende Einwohner- und Schülerzahlen sowie die vergleichsweise überdurchschnittlich starke Organisation der Einwohner in den Sportvereinen verwiesen. Doch seit dem Bau der Albert-Baur-Halle, die mehr als ausgelastet ist, vor mehr als 20 Jahren habe die Ausstattung mit Sportstätten nicht mehr Schritt gehalten mit der Entwicklung. Die seither entstandene Vielzahl und Vielfalt der Angebote ist der eine Grund für mehr Bedarf, die Schließung von Übungs- und Wettkampfstätten – beispielsweise für Tischtennis in der einstigen Gaststätte „Zur grünen Tanne“ – ist ein weiteres Argument der Aktiven.

14 Prozent im Sportverein organisiert

Bad Belzig zählt 11 300 Einwohner. 1600 sind in Sportvereinen organisiert. Das entspricht einer Quote von 14 Prozent.

Üblich sind in Potsdam-Mittelmark zwölf Prozent.

900 Kinder, Jugendliche und Erwachsene üben in den vier großen Vereinen unter anderem Fußball, Handball, Judo, Volleyball, Tischtennis, Kegeln und Turnen aus.

Immer mehr Mädchen und Jungen – jetzt 550 (plus 20 Prozent in vier Jahren) – besuchen die Grundschulen in der Stadt. Mittelfristig werden sie als Nachwuchs in den Sportvereinen erwartet.

Hand- und Volleyballer müssen zuweilen für Punktspiele ausweichen. Mitunter können Interessierte wegen fehlender Raumkapazitäten nicht aufgenommen werden, hat der CDU-Stadtverordnete Tobias Paul –selbst auch Sportlehrer und Fußballer –bei seiner Recherche erfahren.

„Die Judoka könnten Zeit und Material sparen, wenn sie wie anderenorts üblich, ihre Matten in der Trainingsstätte liegen lassen könnten“, erklärt Matthias Grund. Um so einfacher wäre die Sportart in den Unterricht des Fläming-Gymnasiums zu integrieren.

Der Judoklubchef erinnert an die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft 2015, die immerhin 2000 Teilnehmer, Funktionäre und Besucher in der Kur- und Kreisstadt führte. Doch ungeachtet des Engagements der Einheimischen werden keine weiteren Turniere dieser Art vergeben, solange es nicht noch Aufwärmräume neben der Wettkampffläche gibt. So resümieren die Vereinsvorsitzenden, dass es nicht nur um Freizeitvergnügen, sondern auch um wirtschaftliche und soziale Aspekte gehe.

Karl-Liebknecht-Halle wird weiter gebraucht

Vor dem Hintergrund sollte ihrer Meinung nach ausdrücklich die Halle in der Karl-Liebknecht-Straße erhalten bleiben und instand gesetzt werden, selbst wenn sie langfristig nicht mehr für den Schulsport gebraucht werden sollte. Indes müht sich gerade die Freie Schule „Fläming“ eine Oberstufe zu starten, die ebenfalls Bedarf hätte.

Sport-Angebote für Kinder- und Senioreneinrichtungen zwischen Klinkengrund und Fläming-Bahnhof, Präventions- und Reha-Angebote am Gesundheitsstandort Bad Belzig entwickeln sich ebenfalls, heißt es in dem Schreiben.

Ihr Interesse zum Ausdruck bringen wollen die Vereinsvertreter Ende August. Dann tagt der Fachausschuss des Kreistages Potsdam-Mittelmark im Fläming-Gymnasium. Direktorin Katrin Wieneck und Mitstreiter hatten bereits den Handlungsbedarf für die Etatplanung 2019/20 signalisiert, während das Gebäude-Management des Landratsamt frühestens auf einen Baubeginn 2023 hinarbeiten will.

Von René Gaffron

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