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Bad Belzig Straße der Einheit bleibt Einbahnstraße für alle
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Straße der Einheit bleibt Einbahnstraße für alle
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14:36 27.02.2019
Weiterhin nicht erlaubt: Radfahren (gestelltes Bild) entgegen der allgemeinen Fahrtrichtung in der Straße der Einheit in Bad Belzig. Quelle: René Gaffron
Bad Belzig

Radfahrer sollen nicht entgegengesetzt der Einbahnstraßenrichtung durch die Straße der Einheit in Bad Belzig fahren können. Das wäre jetzt zwar nach Auskunft der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Potsdam-Mittelmark unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Die Stadtverordneten lehnen das jedoch mehrheitlich ab, wie in den bisherigen Beratungen der Fachausschüsse deutlich geworden ist. Der Antrag, die Einbahnstraßen-Regelung dort für Radler zu kippen, dürfte in der Stadtverordnetenversammlung am 11. März durchfallen.

„Das ist ein geradezu abenteuerlicher Vorschlag, der gefährliche Begegnungen mit sich bringen würde“, monierte Dietmar Hummel (FDP). Dem pflichtet Lothar Lehmann (Freie Wählergemeinschaft) bei. „Für die Bemühungen um eine Verkehrsberuhigung in der historischen Altstadt ist das kontraproduktiv“, sagt er.

Stadtbuslinie aktuell außen vor

Fakt ist: Momentan wird verbotenerweise in Richtung Norden vor allem auf dem Gehweg geradelt, selbst wenn dort Leute laufen, Auslagen der Geschäfte und bald wieder Tische und Stühle für die Freiluft-Gastronomie stehen. Da die Stadtbuslinie gerade nicht mehr auf der Piste unterwegs sei und mit der Verschiebung oder gar Aufgabe von etwa sechs bis acht Pkw-Parkplätzen mehr Raum vorhanden wäre, könnte laut Bauamtsleiter Christoph Grund das Anliegen durchaus umgesetzt werden.

Der Seniorenbeirat hatte es angeregt. Dann könnte sogar der Europaradweg R 1 in die Mitte statt außen herum geführt werden,heißt es. Unterstützt wird die Idee von Burkhard Kroll (Bündnis 90/Die Grünen) und Sven Schmidt (SPD). „Wir sollten mal etwas wagen und nötigenfalls Erfahrungen sammeln“, sagte er.

Bürgermeister fürchtet um Gehwege

Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) dagegen hat Bedenken um Sachwerte. „Wenn die parkenden Autos ab der Spiegel-Kreuzung deshalb nicht auf der Fahrbahn, sondern auf dem Bürgersteig stehen, nimmt dieser langfristig Schaden“, so die Begründung des Verwaltungschefs für sein Anlehnung.

Ähnlich negativ fiel im Bau- und Wirtschaftsausschuss die Diskussion über eine mögliche Zulassung des Radverkehrs wider die Fahrtrichtung in der Wiesenburger Straße aus. Dort steht quasi parallel die Magdeburger Straße für Velo-Nutzer stadteinwärts zur Verfügung. So bleibt die kurze Strecke durch die Sandberger Straße der einzige Einbahnstraßen-Abschnitt im Zentrum, wo Drahtesel den Autos wirklich entgegen kommen dürfen.

Von René Gaffron

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