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Bad Belzig So lief der Theateraustausch mit Sibirien
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig So lief der Theateraustausch mit Sibirien
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14:35 27.11.2018
Am Ende des deutsch-russischen Theateraustauschs gab es eine öffentliche Inszenierung. Quelle: Frank Grünert
Bad Belzig/Tyumen

Frank Grünert zu Gast im russischen Frühstücksfernsehen – das gibt es auch nicht alle Tage. Als Vorsitzender des Brandenburger Amateurtheaterverbandes war er gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundes Deutscher Amateurtheater (BDAT) zu einem Gespräch im russischen Fernsehen eingeladen worden. Zwar war der spannende Besuch im russischen Fernsehstudio eine Art Premiere, der Ausflug nach Tyumen selbst jedoch nicht.

Denn der Theateraustausch zwischen Bad Belzig und Russland ist inzwischen fester Bestandteil im Kalender der Amateurschauspieler. Seit 2016 pflegt man in Bad Belzig, russische Schauspieler zu empfangen – und schließlich auch selbst nach Sibirien zu reisen. Vor dem Hintergrund, sich über die schauspielerische Arbeitsweise auszutauschen, sind so immer festere Bande geknüpft worden. Frank Grünert, Leiter des Bad Belziger JugendtheatersStrumpfhose“, resümiert: „Unsere Arbeitsweisen sind doch sehr verschieden und wir lernen uns immer besser kennen. Es hat einen großen Wert, solche Beziehungen über Jahre zu pflegen.“

Große Gastfreundschaft genossen

In diesem November reiste er mit drei ehemaligen Schauspielern vom Jugendtheater in die Ferne. Für diese war es das erste Mal überhaupt, dass sie an einem ausländischen Austausch teilnahmen. Samuel Klassen sagte vor dem Abflug: „Ich freue mich wahnsinnig auf diese Reise, abgesehen vom Schauspiel interessieren mich die sibirische Natur und Mentalität der Menschen sehr.“

Organisiert werde der regelmäßige Austausch vom BDAT und in Tyumen sei wiederum die Universität Träger des russischen Studententheaters, erläutert Frank Grünert. Fynn Lengner, Samuel Klassen und Caroline Mentel waren mit ihrem einstigen Theaterleiter Teil der insgesamt 15-köpfigen Delegation aus Deutschland, die während ihrer Reise sehr große Gastfreundlichkeit genoss.

Die Schauspieler haben in zwei Gruppen geprobt. Quelle: Frank Grünert

Täglich arbeiteten die Schauspieler in zwei Gruppen – eine unter dem russischen Regisseur Atem Vassilev, die andere Gruppe unter der Leitung zweier deutscher Regisseure. Neben den Schauspielproben für die öffentliche Inszenierung zum Ende des Workshops, hatten allerdings die russischen Freunde des Partnertheaters „Byt“ noch einiges mehr für ihre Gäste auf die Beine gestellt. So erlebten die deutschen Besucher ein Jolka-Fest mit traditionellen Speisen, Liedern, Spielen und auch dem Auftritt von „Ded Moros“, der ihnen Geschenke brachte.

Unvergesslich bleiben für die jungen Amateurschauspieler auch das gemeinsame Essen im sibirischen Winterwald, das Baden in sibirischen Quellen sowie die Abschlussrunde unter schneebedeckten Bäumen. Der nächste Besuch der russischen Theatergruppe in Deutschland sei für das kommende Jahr geplant, verrät Grünert. Bis dahin zieht er sich aber noch den Mantel von Dr. Konrad Büchner an, um mit dessen kuriosen und besinnlichen Weihnachtsgeschichten auf das große Fest einzustimmen.

Info: Der Sprachforscher empfängt seine Gäste im naturtemperierten, trockenen und windgeschützten Burgkeller am 6., 7. und 8. Dezember, jeweils um 19 Uhr. Kontakt und Karten beim Jugendtheater unter 033841/94872 oder im Internet unter www.theater-belzig.de.

Von Michaela Weiss

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